Internet-Telefonie

Wachstumsboom erwartet

Der europäische Markt für Internet-Telefonie. Umsätze in Europa – Prognose bis 2005. Angaben in Milliarden US-Dollar (Quelle: Frost & Sullivan Report 3650 (5/99)
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(ch) Sinkende Kosten für Hardware, verbesserte Übertragungsqualität und die Einführung gemeinsamer Standards erschließen der Internet-Telefonie einen ständig wachsenden Anteil am Sprach- und Datenverkehr. Nach Angaben einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan sollen die Umsätze von 1998 mit 246,8 Mio. US$ bis zum Jahr 2005 auf 13,77 Mrd. US$ explodieren. Allein für dieses Jahr wird ein Wachstum von über 600% auf 1,8 Mrd. US$ prognostiziert.

Internet-Telefonie bietet Telefonkunden neben wesentlich günstigeren Preisen auch zusätzliche Anwendungsgebiete und neue Funktionen. Vorteile der Internet-Telefonie werden darin gesehen, daß alle Kommunikationsvorgänge (Sprache, Daten, Fax etc.) über eine einzige Verbindung abgewickelt werden können. Für Firmen sinken damit die Kosten für Mehrfachverbindungen (multiple connectivity) und firmeninterne Verbindungen. Sprache und Faxdaten werden über die Datenverbindung im Netzwerk quasi gratis transportiert, so daß sich enorme Sparpotentiale eröffnen.
Die Eintrittshürden liegen in diesem Markt niedriger als bei der Telekommunikation sonst üblich, da die erforderliche Hardware (gateways, gatekeepers, multipoint control units) und Software günstig zu beschaffen sind. Über das Internet lassen sich Netzwerke problemlos zusammenschalten.
Die meisten Produkte basieren auf dem PC als Anbindung ans Internet. Der einfache Markteintritt wirkt als zusätzlicher Anreiz für neue Anbieter. Es ist daher mit einem Verdrängungswettbewerb zu rechnen, von dem die Kunden durch sinkende Preise und breitere Angebote profitieren werden. Ein entscheidender Ansatzpunkt für einen erfolgreichen Markteintritt sind integrierte Gateways, wie sie von Hardware-Herstellern angeboten werden. Cisco Systems, 3Com oder Ascend waren nach Auskunft der Unternehmensberatung mit dieser Methode erfolgreich.
Wichtigste Ländermärkte sind Deutschland, Großbritannien und die skandinavischen Länder. Zum Ende des Prognosezeitraums im Jahr 2005 soll der französische Markt aufgeholt haben. Deutschland, Frankreich und Großbritannien dürften dann zu dritt den Markt in Europa mit zusammen knapp 60% Marktanteil dominieren.
Der Wettbewerbsdruck führt auch zu Konzentrationsprozessen im Markt, denn die großen Firmen verschaffen sich Kompetenz im neuen Gebiet der Internet-Telefonie durch die Übernahme geeigneter Hardware-Hersteller. Beispiele sind hier etwa die Übernahme von Bay Networks durch Nortel oder der Verkauf von Vienna Systems an Nokia.
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