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Weltverbesserer

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Verändern Sie, Einkäufer, die Welt zum Besseren!

Nur Mut, vielleicht können Sie als Einkäufer die Welt verbessern. Uns Journalisten hält man immer vor, wir wollten immer nur die Welt verbessern, was aber nicht unser Auftrag sei. Unser Auftrag ist es, gute Magazine, print und online, zu machen, hinzu kommt noch die Chronistenpflicht: Aufschreiben wie die Welt ist und versuchen, sie zu erklären.
Vielleicht können Sie als Einkäufer mehr tun, obwohl Sie ja vordergründig auch einen anderen Auftrag haben, als die Welt zu verbessern.
Aber: Nehmen wir mal als aktuelles Beispiel Bangladesch und sehen wir das ganze relativ.
Wer kann die Welt hier verbessern?
Erstens: der Verbraucher. Der wird immer gern genannt. Er habe die Macht, durch seinen Konsumstil die Welt aus den Angeln zu haben. Das tut er vielleicht, aber nicht in so positiven Sinne, wie das zum Beispiel auf utopia.de dargestellt wird. Gewiss, ethischer Konsum ist besser als unreflektierter. Aber bis die letzte Jeans für zehn Euro beim Discounter über den Ladentisch geht, können Sie lange warten. Abgesehen davon, dass es viele Leute gibt, die sich eine Jeans nur leisten können, wenn sie zehn Euro kostet.
Zweitens: der Staat. Ach, Vater Staat. Der soll’s richten. Nicht nur die FDP wird dagegen sein, und wie soll das auch funktionieren? Werden die EU oder die Bundesregierung Mindestlöhne für Bangladesch vorschreiben? Wo sie es doch nicht einmal hier schaffen. Werden die Kontrollen der Lieferanten von den Ordnungsämtern vorgenommen? Gibt es in Bangladesch Ordnungsämter?
Drittens: der Einkäufer. Und zwar nicht nur Einkäufer und Handelsketten und Discountern – alle Einkäufer, die von der Globalisierung und von Lieferanten in LCC (Low Cost Countries, wie es so schön heißt, und wozu auch Bangladesch zählt, mit Löhnen von 30 Dollar im Monat, was nicht einmal dort zum Überleben reicht) sind aufgerufen, zusammen mit der Leitung des Unternehmens zu prüfen, wie die Bedingungen beim Lieferanten sind. Einkaufsmacht ist die Macht, etwas zu verändern, zu verbessern.
Damit steht doch wohl fest, dass Sie, lieber Einkäufer, mehr tun können. Mehr tun können als der Verbraucher und staatliche Institutionen. Mehr tun können als ich Journalist. Wir Journalisten erklären, klären auf, decken auf, wir bringen manchen Missstand überhaupt erst ans Tageslicht.
Die Welt verbessern kann der Einkauf.
Ihr, Daniel Zabota
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