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Weniger Schwund, bessere Werkzeugausnutzung

Sichere Einzelausgabe von Werkzeugen
Weniger Schwund, bessere Werkzeugausnutzung

Bei Tool-Management-Systemen müssen sich die Mitarbeiter per PIN, RFID-Tag, Passwort oder Fingerabdruck anmelden, bevor sie Artikel entnehmen können. (Bild: Hoffmann)
Bohren, Drehen, Fräsen: Wer wirtschaftlich zerspanen und investitionsintensive Werkzeugmaschinen stets optimal auslasten will, kommt um ein modernes Tool Management nicht herum. Denn nur wer die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien, Werkzeugen und persönlicher Schutzausrüstung sicher im Griff hat, kann eine zuverlässige Versorgung mit Arbeitsmitteln gewährleisten und die Mitarbeiter zu mehr Disziplin im Umgang mit diesen Ressourcen anhalten.

Kosten für Werkzeuge und persönliche Schutzausrüstung (PSA) machen in der Fertigung einen wesentlichen Anteil an den Gesamtkosten pro Bauteil aus. Jahresverbräuche von 500 Bohrern, 1800 Gewindebohrern, 30 000 Wendeschneidplatten und 1000 Fräsern sind in einem durchschnittlich großen Fertigungsbetrieb keine Seltenheit. Um die Kosten zu minimieren, gibt es deshalb heutzutage intelligente Ausgabeautomaten. Diese Systeme sind ein wesentlicher Faktor für ein Plus an Transparenz und Effizienz bei der Verwaltung und kontrollierten Bereitstellung von Verbrauchsmaterialien. Bei solchen Systemen müssen sich die Mitarbeiter für die Entnahme von Verbrauchsmaterialien, Werkzeugen und PSA- per PIN, RFID-Tag, Passwort oder Fingerabdruck anmelden, bevor sie Artikel entnehmen können. Dadurch lässt sich der Bestand an klassischen C-Artikeln professionell überwachen und planen.

Sichere Versorgung rund um die Uhr
Tool-Management-Systeme bieten in der Regel eine Schnittstelle zum ERP-System des Fertigungsbetriebs und ermöglichen dadurch eine automatisierte Nachbestellung. Der Ausgabeautomat löst dann bei Unterschreiten der definierten Mindestbestände automatisch eine Mitteilung an den Einkauf und die Disposition aus und sendet eine Bestellung an den Lieferanten – und das im 24/7-Stunden-Service. Denn moderne Werkzeugausgabesysteme sind wartungsfrei und können rund um die Uhr in Betrieb sein. Bestandsveränderungen werden durch die automatisierte Nachbestellung zeitnah ausgeglichen und Engpässe vermieden. Ist das System so konfiguriert, dass die Mitarbeiter ihre Entnahme zusätzlich einer Kostenstelle, Maschine oder einem Auftrag zuordnen müssen, steigt erfahrungsgemäß zusätzlich die Disziplin im Umgang mit den Verbrauchsmaterialien.
Wie der Umgang mit Verbrauchsmaterialien durch Einsatz eines Toolmanagementsystems gezielt gesteuert werden kann, zeigt die Erfahrung eines Kunden der Hoffmann Group. Es liegt im menschlichen Naturell, gerne zuerst zum Neuen zu greifen. Vor der Einführung des Toolmanagementsystems Garant Tool24 Smartline bedienten sich die Mitarbeiter an allgemein zugänglichen, offenen Werkzeugschränken. Dabei fiel auf: Anstatt die nachgeschliffenen Werkzeuge zu benutzen, bedienten sich die Mitarbeiter vornehmlich an den neuen Schneidstoffen. Nagelneue Wendeschneidplatten, Bohrer, Fräser oder Gewindeschneidwerkzeuge standen hoch im Kurs und fanden reißenden Absatz. Die nachgeschliffenen Varianten blieben in den offenen Werkzeugschränken liegen. Mit der Einführung des Tool Management Systems ließ sich hier recht schnell und effizient Abhilfe schaffen: Der Ausgabeautomat gibt jetzt gezielt und voll automatisiert zuerst die nachgeschliffenen Werkzeuge aus. Dadurch kann das Unternehmen nicht nur die Werkzeugausgabe gezielter organisieren, sondern zusätzlich die Werkzeuge effizienter nutzen und dadurch nachhaltig Kosten einsparen.
Erfahrungen von Kunden der Hoffmann Group zeigen außerdem, dass durch die Einführung eines Tool-Management-Systems bei bestimmten Artikelgruppen wie Schutzhandschuhen und Gehörschutzstöpseln der Materialverbrauch sich beinahe halbiert. Bei den Kunden kam ein Ausgabesystem zum Einsatz, das den Mitarbeitern nach Anmeldung am System den Zugriff auf nur einen einzigen Artikel erlaubt. Dieser neue Einzelausgabeautomat Garant Tool24 PickOne der Hoffmann Group feierte auf der Messe Logimat seine Weltpremiere und ist ab Sommer 2017 erhältlich. Damit er nicht nur klassische C-Artikel, sondern auch Vollhartmetallwerkzeuge und andere schwere Ausgabeartikel problemlos verwalten kann, ist der Ausgabeschrank für eine Beladekapazität von bis zu einer Tonne ausgelegt. Der Kunde hat die Möglichkeit, vier Fachgrößen entsprechend seines Bedarfs frei zu kombinieren und dadurch seine Verbrauchsmaterialien platzsparend unterzubringen.
Alle Verbrauchsmaterialien im Blick
Um eine flächendeckende Versorgung mit Verbrauchsmaterialien im gesamten Betrieb zu erzielen, haben viele Unternehmen mittlerweile mehrere Tool-Management-Systeme parallel im Einsatz. Dieser Trend ist nicht nur bei größeren Fertigungsstätten, sondern auch in kleineren Unternehmen zu beobachten. Denn auch für kleinere Betriebe kann sich das Aufstellen mehrerer Systeme an verschiedenen Standorten rechnen, wenn dadurch zum Beispiel Wegezeiten verkürzt werden können. Bei der Anschaffung eines neuen Tool-Management-Systems sollte daher ein standortübergreifendes Konzept, das auch künftiges Wachstum berücksichtigt, verfolgt werden. Reine Insellösungen greifen häufig zu kurz. Die Hoffmann Group verfolgt mit ihrer Garant Tool24-Familie deshalb einen ganzheitlichen Ansatz. Das bedeutet, dass alle Systeme mit derselben Software betrieben und entweder als Slave an eine einheitliche Steuerungseinheit angeschlossen werden oder als Master selbst die Gesamtsteuerung übernehmen können.

Florian Leins, Geschäftsleiter Betriebseinrichtungen bei der Hoffmann Group


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