Umsätze der Wellpappenindustrie rückläufig

Weniger zu niedrigeren Preisen

Norbert Julius
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Die deutsche Wellpappenindustrie, also die Gesamtheit aller inländischen Wellpappenproduzenten, hat im vergangenen Jahr sechs Prozent weniger abgesetzt, nämlich 8,2 Mrd. Quadratmeter. Bei den VDW-Mitgliedsunternehmen, deren Kapazität etwa 80 Prozent der deutschen Produktion abdeckt, lässt sich die Absatzentwicklung etwas differenzierter betrachten. Mit einem Rückgang von 6,3 Prozent setzten die VDW-Mitglieder in 2009 rund 441 Mio. Quadratmeter Wellpappe weniger ab als im Vorjahr. Dabei folgte die Entwicklung den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Nach starken Absatzrückgängen in den ersten beiden Quartalen setzte erst zur Jahresmitte 2009 eine leichte Erholung ein. Eine gewisse Konstanz bewies dagegen der Außenhandel mit Wellpappe. „Gegenüber dem starken Jahr 2008 gingen die direkten Exporte unseres Produkts nur um 2,8 Prozent zurück“, so Norbert Julius Vorsitzender des Verbandes der Wellpappenindustrie.

Die VDW-Mitglieder haben jedoch nicht nur weniger Wellpappe verkauft. Beim Umsatz verzeichnen die Hersteller noch drastischere Einbußen. „Der Wert der verkauften Wellpappenerzeugnisse lag 15,9 Prozent unter den Vorjahreszahlen. Dabei markierte das zweite Quartal mit einem Minus von 20 Prozent den Negativrekord“, erläutert Julius. Die wesentlichen Gründe dafür liegen auch in den starken Preisschwankungen auf der Rohstoffseite. Auf der Ertragsseite stellt die zur Jahresmitte 2009 einsetzende Verteuerung der Rohstoffe um bis zu 40 Prozent die Wellpappenindustrie vor große Herausforderungen, zumal dieser Bereich etwa 50 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmacht. Kostenblöcke wie Personal, Energie und Hilfsstoffe erfuhren durchschnittliche Steigerungen um etwa fünf Prozent. Eine positive Bilanz zieht Julius in Bezug auf die Beschäftigtenzahlen in der Wellpappenindustrie.
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