Fachmesse SPS IPC Drives

Aufbruch ins Digitale

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Mit ihrem Feuerwerk an Neuheiten ist die Fachmesse SPS IPC Drives vom 25. bis 27. November in Nürnberg für Anwender der elektrischen Automatisierung ein wichtiger Impulsgeber. Vielfach steht das Zusammenspiel von Automatisierung und Digitalisierung im Mittelpunkt. Die Aussteller sind davon angetan. Jetzt gilt es, die Besucher zu überzeugen.

Auf 14 Hallenkomplexe verteilt sich in diesem Jahr das Angebotsspektrum der elektrischen Automatisierung in Nürnberg. Mit der neuen Halle 3A steht den mehr als 1600 erwarteten Ausstellern jetzt eine Fläche von 114 000 m² zur Verfügung. Schon im Vorjahr gab es mit der neuen Halle 11 im Nordwesten des Messegeländes einen spürbaren Flächenzuwachs. Die neue Südhalle 3A ist der Antriebstechnik und Sensorik gewidmet. Mit dem Wachstum der SPS IPC Drives, die in diesem Jahr zum 25. Mal stattfindet, verändert der Veranstalter, die Mesago Messemanagement GmbH, den Zuschnitt einiger Themenbereiche. So wird die industrielle Software neben dem Bereich der Mechanischen Infrastruktur in Halle 6 integriert. Die industrielle Kommunikation mit Themen wie Industrial Ethernet und Feldbussysteme zieht um in Halle 2. Die im letzten Jahr der Software gewidmete Halle 11 nimmt Siemens in diesem Jahr komplett in Beschlag.

Die Verbände VDMA und ZVEI bieten auf den Messeforen in den Hallen 2 und 3 Vorträge und Podiumsdiskussionen zu branchenaktuellen Themen. Auf den Gemeinschaftsständen „AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik“ in Halle 4A und „ wireless in automation“ in Halle 10 können sich die Besucher gezielt und umfassend zu den jeweiligen Themen informieren. Der parallel zur Messe stattfindende Kongress deckt mit seinen Vorträgen das Spektrum Automation und Drives ab. In 48 Vorträgen, zwei Keynotes und dem R&D-Talk, einer Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Grenzen von Industrie 4.0“ steht der praxisorientierte und herstellerneutrale Austausch zwischen Entwicklung und Anwendung im Mittelpunkt.
Zur Vorjahresmesse kamen laut Veranstalter 60 027 Besucher, die sich für die Innovationen der 1622 Aussteller aus dem In- und Ausland interessierten. Eine Befragung hat ergeben, dass 75 % der Besucher an den Beschaffungsentscheidungen ihres Unternehmens beteiligt sind. Das auf der SPS IPC Drives gezeigte komplette Angebotsspektrum im Bereich der elektrischen Automatisierung ist sich einer hohen Nachfrage gewiss. So gaben 92 % der Besucher an, individuelle Lösungen und Produkte für ihr Unternehmen gefunden zu haben. Unter ihnen waren auch viele Produktneuheiten, denn 78 % der Aussteller nutzen die Messe, um dem Fachpublikum ihre neuen Produkte vorzustellen.
Siemens belegt Halle 11 komplett. Einen umfassenden Überblick über ihr Portfolio zeigt die Siemens AG, die dafür Halle 11 komplett belegt. Die Besucher erwartet Produktinnovationen bei Industriesoftware, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Services. Themenschwerpunkt ist das Zusammenspiel von Automatisierung und Digitalisierung entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Die Produktinnovationen beginnen mit einer ganzen Palette neuer Simatic-Controller mit dem Schwerpunkt auf Failsafe-CPUs. Zudem gibt es erstmals einen S7-1500 Software-Controller für die PC-basierte Automatisierung sowie einen modularen Open Controller mit PC-basiertem Software-Controller, Visualisierung und zentralen I/Os in einem Gerät.
Im Bereich der industriellen Identifikation bringt Siemens für das RFID-System Simatic RF600 eine neue Generation besonders zuverlässiger UHF-Reader für Produktion und Logistik auf den Markt. Mit „Control Performance Analytics“ gibt es ein neues Angebot der Plant Data Services: Durch Analyse der Prozess- und Zustandsdaten von Regelkreisen lassen sich damit Anlagen der Prozessindustrie optimieren. Und bei der Antriebstechnik stellt Siemens neue Simotics-Motoren der Wirkungsklasse IE4 vor. Da es keine Achshöhensprünge von IE1 bis IE4 gibt, können die Motoren vom Anwender leicht ausgetauscht werden, heißt es. Das Angebot bei Umrichtern erweitert Siemens mit der zweiten Generation der modularen Umrichterreihe Sinamics G120. Die robusten Geräte gibt es in drei Spannungsvarianten 200V, 400V und 690V und bieten dank neuer Leistungssteiltechnologie eine höhere Leistungsdichte bei platzsparender Baugröße.
Der Automatisierungsspezialist B&R legt beim Entwickeln von Maschinen und Anlagen den Turbo ein. Um durchschnittlich 67 % sinkt die Zeit dafür, wenn neue Programme mittels „mapp Technology“ entwickelt würden, so der Anbieter aus Österreich, der in Halle 7, Stand 206, ausstellt. Mit modularen Softwarebausteinen müssten Entwickler keine Basisfunktionen mehr programmieren. Ähnlich bahnbrechend stuft B&R den neuen Dreiachs-Servoverstärker Acopos P3 ein. Laut Angaben sorgt dieser für eine Platzersparnis im Schaltschrank von bis zu 69 %. Trotz kompakter Bauweise sei der mit einer Abtastzeit von 50 µs für die komplette Reglerkaskade der schnellste Servoverstärker mit Safety-Funktionen am Markt.
Industrie 4.0 im Fokus. Im Steuerungs- und Schaltanlagenbau ist die Optimierung der Wertschöpfungskette eine Daueraufgabe. Wie dies gelingt, zeigt Rittal gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Eplan, Cideon und Kiesling in Halle 5, Stand 101/111. Unter dem Motto „Next level for industry“ werden neue Lösungen fokussiert, um effiziente Wertschöpfungsprozesse gemäß dem Industrie 4.0-Konzept zu realisieren: vom Engineering über die Systemtechnik bis zur Automatisierung. Dabei zählen Produktinnovationen bei der Gehäuse-, Klimatisierungs- und Stromverteilungstechnik zu den Messe-Highlights. So stellt Eplan die nächste Version des Eplan Data Portals vor.
Überdies hat Rittal seinen 3D-Datenbestand (Bauteilebibliothek Ri-CAD 3D) für seinen Schaltschranksystembaukasten weitestge-hend komplettiert. Mit der neuen Version der Projektierungssoftware Therm erhalten Planer jetzt auch den nach DIN 61439 erforderlichen Nachweis zur Berechnung von Übertemperaturen im Schaltschrank. Weitere Highlights von Rittal sind der SE 8-Einzelschrank als Nema 4/4x- und PC-Schrank-Version, vormontierte TS IT Racks, Tragarmsysteme mit erweiterten Ausbau-Komponenten, das 185- mm-Sammelschienensystem sowie Kühllösungen für extreme Umgebungen.
Mit ihrer Servoverstärkerbaureihe JetMove- 1000-Serie ist die Jetter AG in Halle 7, Stand 106, präsent. Alle Geräte des Einzelachssystems sind kompakt gebaut und lassen sich dadurch sehr platzsparend in den Schaltschrank oder direkt in die Maschine integrieren. Die Servoverstärker sind für eine hohe Dauerleistung ausgelegt und garantieren laut Angaben durch hohe Nennströme sowie Dreifach-Spitzenströme hochdynamische Beschleunigungsvorgänge. Bei der JetMove- 3000-Serie werden Servoverstärker und Versorgungseinheit über ein Schienensystem miteinander verbunden. Jeder JetMove-3000-Servoverstärker kann wahlweise mit 1-, 2- oder 3-Achsmodulen geliefert werden. Damit lässt sich ein individuelles und leistungsfähiges Mehrachsverbundsystem realisieren.
Hexapod über Feldbus ansteuern – dies macht Physik Instrumente (PI) möglich. Hierfür bieten die Karlsruher in Halle 3, Stand 200, einen neuen Controller mit integrierter Automatisierungsschnittstelle. Damit lassen sich die Vorteile der hochpräzisen sechsachsigen Positioniersysteme einfach und schnell für die Automatisierung nutzen. Wie es weiter heißt, kommunizieren die Hexapoden über austauschbare Feldbusmodule mit SPS oder CNC-Steuerungen und können mit anderen Automatisierungskomponenten taktsynchron im Verbund arbeiten.
Mayr Antriebstechnik präsentiert in Halle 4, Stand 268, eine neue sichere Bremsenansteuerung für seine Sicherheitsbremsen der Roba-stop-Baureihe. Das zusammen mit Pilz entwickelte Modul Roba-SBCplus“ ist laut Angaben Sicherheits-Schützschaltungen technisch in jeder Hinsicht überlegen. Seine Aufgabe ist es, beim Abschalten der Bremse den Strom in der Magnetspule sicher zu unterbrechen. Das Bremsenansteuerungsmodul zeichnet sich durch eine hohe Schalthäufigkeit aus und arbeitet verschleißfrei und schaltzuverlässig. Außerdem benötigt es nur einen sehr geringen Bauraum. Die Überwachung der Bremsenspannung und Schaltzeiten sowie die integrierte Plausilitätskontrolle ermöglichen eine umfassende Fehlerdiagnose. Sicheres und zuverlässiges elektronisches Schalten sei auch beim Anschluss von zwei unabhängigen Bremsen oder Bremskreisen gewährleistet, heißt es. Das vom TÜV Süd baumustergeprüfte Modul hat einen den Angaben zufolge sicheren inneren Aufbau und lässt sich bis zu Perfomance Level PLe und Safety Integrity Level (SIL) 3 einsetzen.
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