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In kleinen Schritten digitalisieren

Spanwerkzeuge aufrüsten
In kleinen Schritten digitalisieren

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Wie schaffen es Zerspanungsunternehmen, ihre Fertigung zu digitalisieren, ohne hohe Investitionen zu tätigen? Mit c-Connect liefert das junge Unternehmen c-Com darauf eine Antwort.

Die Idealvorstellung einer vernetzten Fertigung: Daten von Werkzeugen und Maschinen werden in Echtzeit automatisch in die Cloud gespeichert. Doch dieses Szenario entspricht selten der Realität, oft fehlt es an einem übersichtlichen Datenmanagement. „Meistens sind die benötigten Daten vorhanden, aber nur dezentral gelagert und nicht gebündelt und aufbereitet“, sagt Giari Fiorucci, Geschäftsführer von c-Com. Genau da liege das Problem: „Wenn Daten nur in isolierten Systemen gespeichert sind, dann sind sie schwer zu teilen. Dabei ist das Teilen von Daten die Grundvoraussetzung für eine gelungene Industrie 4.0.“ Aber den Maschinenpark digital aufzurüsten und Daten aufzubereiten, ist mit großen Investitionen verbunden. Das ist vor allem für kleinere Unternehmen oder Unternehmen mit einem gewachsenen Maschinenpark kaum zu stemmen. Für Unternehmen, die ohne hohe Kosten in die Digitalisierung einsteigen möchten, hat das junge Unternehmen c-Com deshalb das Modul „c-Connect“ entwickelt. Die c-Connect Box ist von den Maschinensteuerungen unabhängig und damit ein günstiges Einstiegsmodell für die Digitalisierung im Bereich der Zerspanung. Die c-Connect Box wird an der Maschine montiert und über den USB- oder PS2-Anschluss angeschlossen. Im Hintergrund der Box steht die c-Com Cloud-Plattform, auf der die Daten gespeichert und für die weitere Verwendung zugänglich gemacht werden. Der Einsatz des Moduls zahlt sich doppelt aus. Fiorucci sagt: „c-Connect ermöglicht zum einen die digitale Übertragung der Werkzeugmessdaten vom Einstellgerät zur Maschine inklusive Registrierung der Bestandsbewegungen. Zum anderen kann mit der c-Connect Box dank verschiedener Sensoren unter anderem der Maschinenstatus überwacht werden.“

Messdaten direkt übertragen

Das erste Anwendungsfeld der c-Connect Box liegt im Übertragen von Messdaten vom Einstellungsgerät auf die Bearbeitungsmaschine. Wo in großen Serienfertigungen RFID-Chips und DNC-Server im Einsatz sind, werden in kleineren Unternehmen relevante Messdaten häufig mittels manueller Eingabe übertragen. Dieses Vorgehen ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch fehleranfällig. Solche Übertragungsfehler werden mit c-Connect ausgeschlossen. Das Einstellgerät vermisst das Werkzeug und von dort aus werden die Messdaten automatisch an die c-Com-Plattform übertragen. An der Maschine wird das Werkzeug abgescannt, die c-Connect Box holt sich die Messdaten von der c-Com-Plattform und übermittelt an die Bearbeitungsmaschine. Nicht nur Fehler werden ausgeschlossen, es werden zudem unnötige Nebenzeiten eingespart. „Ganz nebenbei werden auch noch die Bestandsbewegungen in der c-Com-Plattform registriert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, beim Abrüsten des Werkzeugs Daten wie Standzeit oder Wechselgrund in c-Com zu erfassen, das heißt, die Werkzeugbegleitkarte zu digitalisieren“, ergänzt Fiorucci.

Überwachung der Maschine

Mit der c-Connect Box können zudem Werte überwacht werden, die sensorisch vom Gerät erfasst werden. So misst die c-Connect Box zum Beispiel den Status der Maschinensignalleuchte, die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit. Wird ein definierter Wert über- oder unterschritten oder schaltet die Signalleuchte auf Rot, wird umgehend eine Push-Nachricht per SMS oder E-Mail an den Verantwortlichen gesendet. Gleiches geschieht bei Fehlfunktionen. Damit sind unter anderem lange Stillstandszeiten während der mannlosen Fertigung ausgeschlossen. c-Connect ist nur eine Applikation des Unternehmens c-Com und kann einfach mit anderen Modulen aus dem Portfolio integriert werden. Fiorucci sagt: „Mit c-Connect werden keine Wege verschlossen, die Digitalisierung kann nach und nach ausgeweitet werden.“

EMO, Halle 4, Stand A10


Das Produktportfolio

Das Unternehmen C-Com wurde im Frühjahr 2017 gegründet und ist eine Tochter der Mapal Gruppe. Ziel ist es, Daten für eine moderne, vernetzte und automatisierte Industrie bereitzustellen. Dafür bietet die Firma die Open-Cloud Plattform c-Com an und ermöglicht so ein innovatives Datenmanagement für Werkzeuge und andere C-Teile im Fertigungsumfeld. Das Produktportfolio beinhaltet die folgenden Anwendungen:

  • Die Applikationsdatenbank ermöglicht es Kunden und Lieferanten, relevante Werkzeugdaten zu teilen.
  • Das Nachschliffmanagement hilft mit einem über Bluetooth angeschlossenen Messschieber, Werkzeuge zu vermessen und bietet bei personalisierten Werkzeugen mit DM- oder QR-Code eine Übersicht über die Historie des Werkzeugs.
  • Das Wälzfräsermanagement bietet Transparenz über Anzahl, Zustand und Ort der Wälzfräser und ermöglicht so eine bessere Disposition. Zusätzlich können Schnittparameter optimiert werden.
  • Die Applikation Maschinenabnahme bietet eine zentrale Datenverwaltung für Maschinen und Werkzeughersteller, bei der Daten in Echtzeit angepasst werden können, und so zu schnelleren Maschinenabnahmen führt.
  • C-Connect ermöglicht die Übertragung von Werkzeugdaten in Echtzeit und verringert so den Bearbeitungsaufwand.
  • Das Werkzeugmanagement vereint alle oben genannten Module und ermöglicht so eine ganzheitliche Erfassung des Zerspanungsprozesses. So können zum Beispiel dynamische Dispositionsvorschläge errechnet werden, um unnötige Bestellungen und einen hohen Lagerbestand zu vermeiden. Zusätzlich helfen die verknüpften Daten bei der Prozessoptimierung, dem Einrichten von neuen Projekten und beim Austausch von Zerspanern und Herstellern.

Sanja Döttling, Redakteurin Beschaffung aktuell

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