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Nachhaltigkeit in der Gebäudereinigung: Ressourcen effektiv sparen

Nachhaltigkeit in der Gebäudereinigung
Ressourcen effektiv sparen

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Um Bodenbeläge ohne Chemie zu sanieren, können oszillierende Einscheibenmaschinen zum Einsatz kommen. Bild: Kärcher
Um effizient zu arbeiten, gilt es, Kosten bei einem mindestens gleichbleibenden Ergebnis zu senken. Dies lässt sich in der Gebäudereinigung über ressourcenschonende Reinigungstechnik, den Einsatz moderner Verfahren oder über ergonomische Maschinen erreichen.

Ressourcen effizient einzusetzen, ist eines der Themen unserer Zeit. Daher bieten viele Hersteller von Reinigungstechnik Geräte mit Ökomodus an. Wichtig ist, dass die Reinigungsleistung darunter nicht leidet. Hochdruckreiniger beispielsweise sind sparsamer als ein normaler Wasserschlauch, da sie weniger Wasser verbrauchen. Wird mit warmem Wasser gearbeitet, ergibt sich ein besseres Reinigungsergebnis in kürzerer Zeit. Beim Einsatz von Scheuersaugmaschinen sollten sich Saugleistung, Wassermenge und Bürstendrehzahl an die Anwendung anpassen lassen. Staubsauger mit Ökofunktion sollten mit effizienten Motoren und einer optimierten Strömungstechnik ausgestattet sein, um trotz des niedrigeren Energiebedarfs eine gute Saugleistung zu erbringen.

Einen großen Stellenwert hinsichtlich umweltschonender Reinigungskonzepte nehmen Reinigungsmittel ein. Umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe sind zu vermeiden und durch natürliche Substanzen zu ersetzen. Ein zweiter, wesentlicher Bereich ist der Einsatz moderner Verfahren, um das Arbeiten mit Chemie zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Beispielhaft dafür ist das Aufbereiten von kalkhaltigen Steinbelägen, was lange Jahre mittels Kristallisation durchgeführt wurde und vielfach heute noch so erledigt wird. Der Anwender bringt eine Säure auf den Belag auf, um die Oberfläche anzuätzen. Danach wird der Boden aufpoliert – ein aufwendiges Verfahren, das viel Staub produziert und durch den Einsatz von Säure nicht ungefährlich ist. Inzwischen sind stattdessen für Einscheiben- oder Scheuersaugmaschinen Diamant-Schleifpads verfügbar.

Ein anderes Beispiel für ein nachhaltiges Verfahren ist das Top-Stripping. Damit ist eine vollflächige Sanierung der Beschichtung von Bodenbelägen möglich, ohne eine chemische Nassgrundreinigung durchzuführen. Voraussetzung dafür ist ein geschlossener Pflegefilm von vier bis fünf Schichten. Zum Einsatz kommen oszillierende Reinigungsmaschinen mit SPP (Surface Preparation Pad). Damit lassen sich unter Zugabe von Wasser Verschleißspuren im Pflegefilm wirkungsvoll abschleifen.

Der Anwender im Mittelpunkt

Ein wesentlicher Aspekt in der Gebäudereinigung ist der bereits thematisierte Umgang mit Chemie, denn das Berühren oder Einatmen von Lösemitteln, Säuren oder Laugen ist gesundheitsschädlich. Überall dort, wo Verfahren den Chemieeinsatz überflüssig machen, profitiert davon am Ende die Reinigungskraft. Müssen chemische Produkte eingesetzt werden, so ist auf eine kurze Einwirkdauer zu achten.

Ein anderer Aspekt ist die ergonomische Ausgestaltung von Arbeitsabläufen. Bei manuellen Tätigkeiten können Reinigungswerkzeuge so gestaltet sein, dass sie die Arbeitsposition durch ergonomische Griffe und höhenverstellbare Teleskopstangen verbessern. Statt volle Eimer zu manövrieren, können mit Reinigungsmitteln vorpräparierte Wischbezüge verwendet werden. Geht es um Maschinen, so ist wichtig, dass sie auf Anwender mit unterschiedlicher Körpergröße anzupassen sind. Sie sollten einstellbare Sitze haben, genügend Beinfreiheit bieten und idealerweise über einen Fahrantrieb verfügen. Wartungsarbeiten sind am besten werkzeugfrei durchführbar. (ys)

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