Buchrezension

Erfolgreiches Change Management durch gute Führung

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Nichts ist beständiger als der Wandel. Dieser alte Spruch gilt heute mehr denn. Die neuen Technologien und die Veränderungen in den Märkten machen Change Management zu einer Daueraufgabe in unseren Unternehmen. Aber sehr oft wird das Change Management von überforderten Führungskräften schlecht gemacht mit fatalen Konsequenzen. Wie man dies verhindern kann, versuchen die beiden sich gut ergänzenden Bücher aufzuzeigen.

Klaus Doppler ist Change-Management-Berater. Er gilt als einer der internationalen Vorreiter auf dem Gebiet und schreibt schon seit Jahren zum Thema. Um was geht es beim Change Management? Für Doppler steht die Ausrichtung auf Zukunftsfähigkeit eindeutig im Vordergrund. Er verweist darauf, dass es vor allem die digitale Transformation sei, die unsere Organisationen durcheinanderwirbele und die Menschen in der Arbeitswelt dazu zwinge, aus ihrer Komfortzone herauszutreten. Die anspruchsvolle Rolle des Change Managers bestehe daher darin, die Menschen mitzunehmen und ihnen ihre neuen ungewohnten Rollen näherzubringen. Dabei sei zu beachten, dass die Notwendigkeit des Wandels vor allem des disruptiven Wandels, mit dem generellen Wunsch des Menschen nach Sicherheit, Planbarkeit und der damit verbundenen Tendenz einer Verfestigung kollidiere.

Navigationshilfe für Manager

Doppler versteht sein Buch angesichts dieser Führungsherausforderung als Navigationshilfe für Manager und Change-Berater. Sein gut lesbares Buch ist logisch aufgebaut. In den ersten beiden Kapiteln beschreibt er sehr treffend, was das Thema Change in der Praxis zum Dauerthema macht. Im dritten Kapitel skizziert er, was eigentlich zu tun wäre, um ein Unternehmen heute zukunftsfähig zu machen und die erforderlichen Change-Projekte nachhaltig erfolgreich zu gestalten. In dem besonders lesenswerten vierten Kapitel erklärt er, warum es in der Realität gar nicht so einfach ist, eigentlich auf der Hand liegende Veränderungen in Organisationen anzustoßen. Er geht hier – wie es heißt – auf den kritischen Faktor Psycho-Logik von Veränderungsprozessen ein und thematisiert insbesondere die offenen und versteckten Widerstände. In den folgenden Kapiteln zeigt Doppler praxiserprobte Wege auf, wie man der – wie es etwas sperrig heißt – Psychodynamik der Inkonsequenz, die in der Organisationsrealität an der Tagesordnung sei, entkommen kann. Seine wohlbegründete dringende Empfehlung: Bei Veränderungsprozessen nicht nur die Sachebene sondern auch die facettenreiche Beziehungsebene mit den Faktoren Enttäuschung, Neid, Missgunst etc.) bei den Betroffenen beachten.

Das handliche Buch bietet ganz konkrete Instrumentarien und Tipps für die Praxis und dies auch hinsichtlich der sorgfältigen Auswahl von Change-Beratern.

Die Lektüre dieses Leitfadens lohnt sich für Unternehmer, Projektmanager, aber auch für die von Veränderungsprozessen betroffenen Mitarbeiter. Der Verfasser ist kein Scharlatan: Er ist ehrlich genug, zu sagen, dass es für ein erfolgreiches Change Management bislang kein geheimes Zaubermittel gebe. Sic!

Gute Führung kompakt erklärt

Gute Führung ist das A und O eines erfolgreichen Change Managements. Da kommt die kleine, leicht lesbare Fibel von Christian Klär, der selbst über langjährige Führungserfahrung in Unternehmen verfügt und jetzt beratend tätig ist, gerade recht. Er greift auf die magische Zahl sieben zurück, um bestechend einfache Grundsätze einer „guten“ Führung zu propagieren. Zu den sieben Regeln, die er fordert, zählen „die richtigen Ziele richtig setzen“, „das Ganze sehen und dabei Megatrends und Hypes erkennen“, „die Sachzusammenhänge klären und stets vom Ende her denken“ „die emotionalen Kräfte im Unternehmen und bei den Kunden nutzen und mobilisieren“, „die einfache Lösung finden“, „im Dialog planen und dabei die Betroffenen einbinden“, „Projekte strukturiert umsetzen mit Etappenzielen“.

Wer die sieben Regeln konsequent anwende, könne als Führungskraft in einem Unternehmen erfolgreich sein, so der Autor. Er bietet dem Leser mit seinen praktischen Tipps die Chance zum Reflektieren seines Führungsverhaltens aber auch zur Analyse der Gründe für Erfolge und Misserfolge. Für Klär ist gute Führung ein nie endender Lernprozess, in dem man kritisch gegen sich selbst und nachsichtig gegen andere sein müsse.


Prof. Dr. Robert Fieten,
fachlicher Berater der
Beschaffung aktuell,
Köln

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