Wirtschaft

Buchrezension: „Globalisten“ von Quinn Slobodian

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Politische Zuordnungen lösen sich in einer von Brexit und Trump geprägten Welt immer weiter auf; und auch das Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik verändert sich. Der Einfluss des Neoliberalismus als Wirtschaftskonzept hatte dabei nicht erst seit Regan und Thatcher große Auswirkungen. In seinem Buch wirft Quinn Slobodian einen neuen Blick auf die Geschichte von Freihandel und neoliberaler Globalisierung. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gruppe von Ökonomen um Friedrich von Hayek und Wilhelm Röpke, die sogenannte „Genfer Schule“. Getrieben von der Angst, nationale Massendemokratien könnten zum Beispiel durch Zölle das reibungslose Funktionieren der Weltwirtschaft stören, bestand ihre Vision darin, den Markt unabhängig von Nationalpolitik auf der globalen Ebene zu verrechtlichen.

Slobodian begleitet seine Protagonisten in dieser tiefgreifenden und detailgenauen Darstellung durch das 20. Jahrhundert bis in die 80er-Jahre. Er zeigt, wie sie aus einer Außenseiterposition heraus die Deutungshoheit eroberten. Ein Buch, das nicht nur für FDP-Wähler interessant ist.

Quinn Slobodian, geboren 1978, ist Associate Professor am Department of History des Wellesley College.

Eine Rezension von Sanja Döttling


Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburts des Neoliberalismus.
Quinn Slobodian. Suhrkamp, Berlin, 2019.
Hardcover, 522 Seiten, € 32,00. ISBN: 978-3518429037

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