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Ecoclean setzt auf scannerbasiertes Kanban-System von OTTO ROTH

Kanban-System von Otto Roth im Einsatz bei Ecoclean
Einfache Nachbestellung per Handscanner

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Die Ecoclean GmbH fertigt im baden-württembergischen Filderstadt Anlagen für die industrielle Bauteilreinigung – die meisten davon als Einzelstücke oder Kleinserien. Für eine effiziente C-Teile-Beschaffung sorgt ein behälterunabhängiges Kanban-System mit Handscannern von Otto Roth: Der einfache Bestellvorgang und die kurzen Lieferfristen ermöglichen es Ecoclean, Zeit und Aufwand einzusparen.

Automobilhersteller und ihre Zulieferer, die Medizintechnik oder die Luft- und Raumfahrt: Einige Branchen haben besonders hohe Anforderungen an die Sauberkeit industrieller Bauteile. Das hat gute Gründe: Zum Beispiel können Materialrückstände bei den immer engeren Toleranzen im Fahrzeugbau schnell zu Fehlfunktionen und Schäden führen. Um diese Risiken so weit wie möglich auszuschließen, setzen viele Unternehmen auf ausgefeilte Bauteil-Reinigungsanlagen in ihrer Produktion.

Diese entstehen zum Beispiel im baden-württembergischen Filderstadt bei Stuttgart, in den Hallen der Ecoclean GmbH. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Produkte, Systeme und Servicelösungen für Anwendungen in der industriellen Reinigungstechnik und zur wasserbasierten Oberflächenbearbeitung. 1956 gegründet und zwischenzeitlich Teil der Dürr-Gruppe, gehört der Spezialist seit 2017 zur Blue Silver Group (SBS). Die SBS Ecoclean Gruppe ist mit zwölf Standorten in neun Ländern weltweit vertreten und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter – davon etwa 240 in Filderstadt.

Individuelle Anlagen sorgen für flexiblen Bauteilbedarf

Die hier gebauten Anlagen kommen hauptsächlich in der bearbeitenden Industrie zum Einsatz, etwa bei Zulieferfirmen für die Automobilbranche. Manche Produkte fertigt Ecoclean in individuell adaptierbaren Serien von etwa 50 bis 100 Stück pro Jahr, oft handelt es sich aber um komplette Einzelstücke. Produktionsleiter Bernd Cermelj sagt: „Sowohl beim Funktionsumfang als auch bei den Dimensionen gleicht kaum eine Anlage der anderen.“ Entsprechend flexibel muss Ecoclean auch bei der Fertigung sein: Viele Arbeitsschritte und die dafür benötigten Bauteile lassen sich nur kurzfristig planen. „Eine effiziente und zuverlässige Beschaffung mit schnellen Reaktionszeiten ist für uns deshalb extrem wichtig“, betont Cermelj.

Bei der Belieferung mit C-Teilen wie Schrauben und Muttern, Rohrleitungsartikeln und Gewindestangen, aber auch Hydraulik- und Pneumatikteilen sowie Kartonagen für den Versand setzt Ecoclean bereits seit geraumer Zeit auf ein Kanban-Modell. Die Waren lagern dabei in Regalen, von jedem Artikel stehen den Mitarbeitern zwei Behälter zur Verfügung: Aus dem ersten können sie die benötigten Teile jederzeit entnehmen, der zweite dient als Puffer. Ist der erste Behälter leer, wird das Produkt in der entsprechenden Menge nachbestellt und bis ins Regal geliefert. Verantwortlich dafür ist der Verbindungstechnik-Spezialist Otto Roth, der seinen Hauptsitz nur wenige Kilometer entfernt in Stuttgart hat.

Bewährter Partner mit frischen Ideen

Insgesamt 272 verschiedene Artikel stellt der Lieferant seinem Kunden bedarfsgerecht, schnell und zuverlässig bereit. Geliefert wird in einem wöchentlichen Rhythmus. „Unsere Zusammenarbeit mit Otto Roth reicht zurück bis ins Jahr 1996“, berichtet Bernd Cermelj. Seit Kurzem bietet Otto Roth seinen Kunden ein behälterunabhängiges Kanban-Konzept. Dieses basiert auf ablösbaren Etiketten, die nicht fest mit dem Ladungsträger verbunden sind. Die neutralen Behälter werden von Otto Roth befüllt, etikettiert und angeliefert. Sind die Teile aufgebraucht, erfasst der Benutzer das Etikett mithilfe der Otto Roth Kanban-App und einem mobilen Handscanner. Die App ermöglicht es, die gescannten Daten zu bearbeiten und sofort eine erneute Bestellung zu übermitteln. 2017 entschied sich Ecoclean für den Umstieg auf das neue System.

Einfache Bedienung und umfangreicher Service

Und der hat sich für den Sondermaschinenbauer definitiv ausgezahlt: Bestellungen können nun bis jeweils Dienstagmittag über die Handscanner eingegeben werden – und werden bereits am darauffolgenden Tag von Otto Roth geliefert. „Das bedeutet, dass sich die Lieferzeiten von bis zu einer Woche auf einen Tag reduziert haben – ein enormer Vorteil für unsere variantenreiche Fertigung“, freut sich Cermelj. Die Bedienung der Scanner ist für die Mitarbeiter ein Kinderspiel, und auch die Bestellmengen lassen sich flexibel an kurzfristige Bedarfe anpassen. Die Etiketten der leeren Behälter werden in einem eigens eingerichteten Kanban-Briefkasten gesammelt, erfasst und anschließend vernichtet. Den Abtransport der nicht mehr benötigten Boxen übernimmt ebenfalls Otto Roth.

Bernd Cermelj ist mit dem neuen Kanban-System rundum zufrieden. „Die Scanner-Lösung sorgt dafür, dass wir nicht mehr tagelang auf dringend benötigte Bauteile warten müssen“, erklärt er. „Vor allem die Bestellung von Sondermengen war früher viel umständlicher, weil wir diese immer erst dem Einkauf mitteilen mussten und dieser dann den Bedarf gemeldet hat. Jetzt können wir das direkt von der Produktion aus machen und sparen damit sowohl Zeit als auch Aufwand.“ Die Mitarbeiter können beim Scannen sogar auswählen, ob die gewünschten Artikel in der Originalverpackung oder in einem zusätzlichen Kanban-Behälter geliefert werden. Auch über den Lagerplatz können sie frei entscheiden.

Nächste Weiterentwicklung bereits in Planung

Die effiziente Kanban-Versorgung verschafft Ecoclean deutliche Prozessvorteile in der Fertigung – und davon profitieren wiederum die Kunden, die sich auf eine pünktliche Lieferung ihrer bestellten Reinigungsanlagen verlassen können. Die Filderstädter schätzen Otto Roth als kompetenten Partner – und haben deshalb auch schon das nächste gemeinsame Projekt in der Pipeline: „Demnächst rüsten wir unser Kanban-System mit einer neuen RFID-Lösung von Otto Roth aus“, verrät Cermelj. „Jeder Behälter wird dann mit einem eigenen RFID-Tag versehen, das Auslesen übernehmen elektronische Matten auf den Regalen. Die Mitarbeiter müssen die leeren Behälter nur dort abstellen, um automatisch eine Nachbestellung auszulösen.“ (sd)


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