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Kanban-Monitor macht C-Teile-Management transparenz

Sendungsverfolgung im C-Teile-Management
Kanban-Monitor bringt Transparenz

Wer Komponenten hydraulischer Leitungssysteme bei Stauff im Kanban-Verfahren bezieht, kann zu jeder Zeit den Lieferstatus seiner Ware einsehen und – etwa bei Auftragsspitzen – noch einfacher auch kurzfristig Bestellungen auslösen. Das gewährleistet der international agierende Full-Liner mit Stammsitz in Werdohl über seinen Kanban-Monitor.

Für Markus Dröge, verantwortlich für Logistics Line Management bei Atlas, dem internationalen Hersteller mobiler Baumaschinen, ist die Nutzung des Kanban-Systems ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Zusammenarbeit mit Stauff. Er ist verantwortlich für die Beschaffung am Hauptsitz des Unternehmens in Ganderkesee und zwei weiteren Produktionsstandorten in Niedersachsen. Hier werden Bagger, Umschlagmaschinen und Ladekrane entwickelt, produziert und in mehr als 70 Länder exportiert.

Atlas wirbt mit „technischer Spitze und hoher Wirtschaftlichkeit“ als Grundlage für den Erfolg seiner Kunden. Nachvollziehbar, dass die ökonomische Effizienz auch im eigenen Produktionsprozess eine wichtige Rolle spielt. Markus Dröge fasst zusammen: „Mit Kanban sparen wir jährlich mehrere Hundert Stunden an internem Handlingaufwand.“ Außerdem entfällt eigene Bevorratung, die vorausschauend geplant werden müsste, entsprechende Lagerkapazitäten voraussetzt und Kapital bindet.

Zuverlässig und flexibel

Und so funktioniert der Kanban-Service: Stauff beliefert die Atlas GmbH standardmäßig einmal in der Woche und zusätzlich nach Bedarf mit verschiedenen Rohrverbindungselementen aus dem Stauff-Line-Programm. Insgesamt stellt der Full-Liner über 50.000 Komponenten im Bereich der Fluid- und Leitungskomponenten aus eigener Entwicklung und Herstellung zur Verfügung. Auch vorkonfektionierte Ware kann in die Kanban-Regelkreise integriert werden. Das Prinzip ist das gleiche: Ein rollierendes Behältersystem stellt die Produkte „Just-in-time“ direkt am Montageplatz zur Verfügung.

Zur sogenannten Einsteuerung durch die Kundenbetreuer gehört die Einrichtung der Kanban-Software, die Bereitstellung des Equipments, wie Regale, Behälter und Scanner, und die Einführung des Personals in das Handling, das denkbar einfach ist: Bestelltes Material wird in Kleinteilebehältern angeliefert und direkt in die Regale an den verschiedenen Arbeitsplätzen eingeräumt. Wenn ein Behälter leer ist, scannt der Werker dessen Code. Damit löst er automatisch eine Bestellung aus, die online an das automatisierte Stauff-Logistikzentrum in Neuenrade weitergeleitet wird. Hier werden neue Behälter mit dem betreffenden Produkt gefüllt und zur Auslieferung bereitgestellt.

Vieles gespart: Materialverwaltung, Nachbestellung, Kosten

Auf diese einfache und logische Weise können Anwender ihre Prozesskosten in Einkauf, Logistik und Verwaltung reduzieren und sich zugleich auf pünktliche, bedarfsgerechte Lieferung verlassen. Eben das ist das Grundprinzip und der Hauptvorteil des 1947 erstmals von Toyota genutzten Prinzips der Nachschubversorgung. Damals nutzte man Kanban-Karten, heute spricht man von E-Kanban, weil der gesamte Prozess – gesteuert durch Scanner, Barcode und Kanban-Software – elektronisch abläuft.

Die Vorteile dieses Prinzips sind auch in der Baumaschinenmontage von Atlas ganz offensichtlich. Markus Dröge: „Für uns fällt eine ganze Menge Aufwand weg: Ich muss nicht den Einkauf bemühen und dort einen Bestellvorgang auslösen, um z. B. Hydraulikverschraubungen nachzubestellen. Ich muss auch nicht mehr dem Material hinterherrennen und kann mich darauf verlassen, dass an den Arbeitsplätzen jederzeit genau die Materialmengen verfügbar sind, die wirklich gebraucht werden.“ Wichtig ist ihm dabei die Verlässlichkeit – und die Tatsache, dass gleichzeitig individuell auf Bedarfsspitzen, schwankende Auftragslage oder Unregelmäßigkeiten an anderen Stellen in der Supply Chain reagiert werden kann.

Kanban-Monitor steigert die Transparenz

Manuel Träger, Customer Success Specialist bei Stauff, ist zuständig für die Betreuung der Kanban-Kunden und die Schnittstelle zu den Kollegen bei Stauff Digital und der IT-Abteilung. Gemeinsam mit den Kunden wurde ein neues Tool entwickelt: der Kanban-Monitor. Er ist aus Nutzersicht ein wichtiger Schritt: „Unsere Kunden können jetzt online jederzeit den Status einzelner Behälter im Lieferprozess, aber für etwaige Nachbestellungen auch die Verfügbarkeit von Produkten einsehen. Manuelle Rückfragen entfallen und das Handling wird weiter vereinfacht.“

Vor allem aber – und das ist Manuel Träger aus seiner Erfahrung in der Kundenbetreuung besonders wichtig – steigert der Kanban-Monitor die Transparenz. „In der Praxis variieren die Abläufe am Montageband. Da ist es von Vorteil, jederzeit den Überblick zu haben und die Lieferkreise individuell steuern zu können.“

„All inclusive“ – mit Controlling und Optimierungsvorschlägen

Ein weiterer Aspekt von Transparenz in der Wertschöpfungskette, der durch die konsequente Digitalisierung innerbetrieblicher Prozesse hinzukommt, ist die Möglichkeit des Controllings. Zum Kanban-Full-Service gehört die Analyse und Dokumentation der Verbräuche, auf Wunsch eine detaillierte monatliche Auswertung der Umschlaghäufigkeit für alle Behälter und Artikel, Vorschläge zur Bestandsreduzierung oder -erhöhung durch die Aufnahme weiterer Behälter oder den Wegfall von Artikeln im Sinne der Sortimentsbereinigung.


Über 50.000 Standardkomponenten von nur einem Hersteller.
Bild: Stauff

Alles steht bereit für Kanban …

  • Verbindungstechnik (Rohrverschraubungen, Schlaucharmaturen, Flansche, Kupplungen…)
  • Befestigungstechnik (Rohr- und Schlauchschellen)
  • Messtechnik (Messkupplungen, Adapter…)
  • Steuer-, Regel- und Absperrtechnik (Kugelhähne, Ventile…)

Link zur Beschreibung des Kanban-Service von Stauff


Häufige Vorbehalte gegen die Nutzung des Kanban-Systems

So offensichtlich die Vorteile des Kanban-Systems auch sind und so viele Unternehmen es seit Jahrzehnten nutzen – viele Anwender haben doch Vorbehalte, denen man Fakten entgegensetzen kann, die für die Einführung von Kanban sprechen.

Als Kanban-Kunde mache ich mich abhängig von einem Lieferanten.

Stauff: Natürlich ist es von Vorteil, die gesamte Supply Chain aus einer Hand zu nutzen. Unseren Kunden steht jedoch jederzeit frei, auch auf andere Lieferanten zurückzugreifen.

Ich bin abhängig von der technischen Ausstattung, die mir zur Verfügung gestellt wird.

Stauff: Nein. Wenn beispielsweise ein Scanner defekt sein sollte, kann der Anwender einfach über den Kanban-Monitor nachbestellen – im 24/7-Modus und dank optimierter Webseite sogar mit einem Mobilgerät.

Meine Wertschöpfungskette wird kompliziert, wenn ich mit Herstellern anderer Produktgruppen ebenfalls im Kanban-System arbeite.

Stauff: Auch hier: Nein. Unser Kanban-System ist auch in bestehende Regalsysteme anderer Lieferanten integrierbar. Durch die Nutzung eines Stauff-Scanners können auch nur Stauff-Behälter nachbestellt werden. Die Behälter sind außerdem mit unserem Logo versehen, wodurch eine eindeutige Zuordnung sichergestellt ist.

Kanban lohnt sich nur, wenn ich große Stückzahlen abnehme.

Stauff: Für Kanban ist eine regelmäßige Umschlagshäufigkeit der Behälter erforderlich. Nichtsdestotrotz können individuelle Kundenlösungen auch für geringere Umschlagsmengen und -frequenzen entwickelt werden.

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