Einkauf aus der Sicht von Amazon

Deutschlands Einkaufsabteilungen: jetzt digitalisieren!

Amazon-Logistikzentrum Winsen
Das Amazon-Logistikzentrum in Winsen. Bild: Luftbild Crew
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Die Digitalisierung verändert jetzt auch das B2B-Business: Die Generation der Millennials hält Einzug in die Einkaufsabteilungen – und sie nutzt wie selbstverständlich die neuen Technologien. Diese bieten Effizienzsteigerungen und schaffen so Ressourcen für neue Beschaffungsherausforderungen. Das Procurement steht damit vor einer Zeitenwende – die auch anbietenden Händlern Chancen eröffnet.

Lange Zeit fristete der Einkauf in der digitalen Transformation das, was gemeinhin als Schattendasein gilt: Viele Unternehmen waren in erster Linie um Kostenkontrolle statt um Innovation bemüht, sie verwalteten eher als dass sie gestalteten. Im Fokus digitaler Projekte standen hingegen Sales und Marketing. Jetzt geht es um die Digitalisierung der anderen Seite der Wertschöpfungskette. Für Einkaufsleiter bedeutet das, sie können eine neue Ära in ihrer Abteilung einläuten: Weg vom papiernen Prozess, hin zur digitalen Beschaffung.

Treiber der Digitalisierung im Einkauf sind nicht zuletzt die jungen Einkäufer: Die Millennials, geboren zwischen den frühen Achtziger und den frühen Neunzigerjahren, steigen nun nach und nach in Führungspositionen auf. Laut einem aktuellen Bericht der Harvard Business Review sind mehr als 70 Prozent der 20- bis 35-Jährigen an Kaufentscheidungen für Produkte oder Dienstleistungen in ihren Unternehmen beteiligt. Ein Drittel gibt einer Studie von Merit zufolge an, dass sie der alleinige Entscheidungsträger für ihre Abteilung sind. Diese Führungskräfte erwarten denselben Komfort, den sie als User in der digitalen Welt schätzen gelernt haben: vom Einkauf per App bis zur Kommentarfunktion und zu Produktrezensionen, von der großen Auswahl oder transparenter Vergleichsmöglichkeit bis zu schneller Lieferung.

Innovationen erhöhen Effizienz

So tragen die jungen Manager ihre B2C-Kundenerfahrungen in die B2B-Welt und beschleunigen den Wandel. Die Veränderungen, nach denen die Millennials verlangen, wie mehr Auswahl und mehr Komfort, können Unternehmen dabei unterstützen, die Einkaufskosten zu senken. Die jüngste Analyse des Hackett Reports zeigt, dass globale Unternehmen ihre Kosten im Einkauf durch digitalisierte Prozesse um rund ein Viertel reduzieren könnten. Der sogenannte „tail spend“, also Käufe, die oftmals außerhalb formaler Beschaffungsprozesse stattfinden und nicht unmittelbar für die Produktion benötigt werden, lässt sich damit deutlich schlanker managen.

Hier mögen nur bis zu 20 Prozent der Ausgaben entstehen, die aber meist auf 80 Prozent der Lieferanten aufgeteilt werden. Die Ausgaben sind daher oft diffus und schwer zu verwalten, weswegen Einsparungsmöglichkeiten oft übersehen werden. So profitiert beispielsweise ein großes internationales Reiseunternehmen, mit dem wir zusammen ein Projekt umgesetzt haben, von den schnelleren Abstimmungsprozessen, die das E-Procurement möglich macht. Das Unternehmen schätzt seine Einsparungen auf 19 Prozent der gesamten Kosten – von der gesparten Zeit bei der Produkt-Recherche und -Auswahl über die Lieferung bis hin zu den Produktkosten. Im E-Commerce für den Einkauf sind automatisierte und transparente Abläufe schon heute möglich. Sie helfen nicht nur dabei, Prozesse zu verschlanken und Kosten zu kontrollieren, sondern auch dabei, bessere Einkaufsentscheidungen zu treffen, indem Produkte und Lieferanten einfacher verglichen werden können.

Wenn Einkäufer digital denken, sollten es Händler auch tun. Eine Möglichkeit für den unkomplizierten Einstieg in den B2B-E-Commerce sind, wie im B2C-Geschäft auch, Online-Marktplätze. Amazon Business bietet hierfür einen guten Einstieg für große und kleine Händler sowie Hersteller. Sie können Millionen von Geschäftskunden, selbst ohne eigenen Vertrieb und eigene Logistik erreichen – und das international.

Die Zukunft beginnt jetzt

Die Beratungsfirma Roland Berger sieht den Einkauf bereits auf dem Weg zur strategischen Funktion, besetzt mit Managern, die selbst mehr und mehr zur Schnittstelle in einem Netzwerk werden und Innovationen eigenständig vorantreiben. Einer Studie von Deloitte zufolge glauben 33 Prozent der Einkaufsleiter, dass ihnen eine digitale Beschaffungsstrategie helfen wird, ihre Ziele zu erreichen und den Unternehmenswert zu steigern.

Die Entwicklung steht am Anfang, aber das Procurement ist aus dem Digital-Dornröschenschlaf erwacht: 22 der DAX-30-Unternehmen, 12 der 15 größten Universitäten und 11 der 15 größten Städte in Deutschland nutzen bereits Amazon Business als strategischen Baustein einer digitalen Beschaffung oder für spontane Einkäufe für die Firmenfeier. Dazu kommen Tausende kleine und mittlere Unternehmen, die die Chancen der digitalen Beschaffung ergriffen haben.

Veranstaltungshinweis:

Amazon Business veranstaltet am 9. Oktober in London die kostenlose Konferenz „Amazon Business Exchange“. Sie richtet sich an Direktoren aus Procurement, Finance und Supply Chain. Weitere Informationen finden Sie hier: www.amazon.de/abx.


Florian Böhme, Amazon Business


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