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Kosten und Compliance sind Sache des Einkaufs

Beschaffung von IT-Freiberuflern
Kosten und Compliance sind Sache des Einkaufs

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Im Zuge der Digitalisierung werden mehrere neue Technologien parallel eingeführt. Das geht kurzfristig nur durch schnell verfügbare externe Spezialisten. Bild: deagreez/stock.adobe.com
Trotz Coronakrise: Der hohe Bedarf an externen Fachkräften ist ungebremst. Die Fähigkeiten von IT-Freiberuflern werden dringend für laufende Digitalprojekte gebraucht. Damit kommt dem Einkauf eine zentrale Rolle zu.

Die Bedeutung von IT-Freiberuflern hat laut aktueller Ergebnisse der IT-Freiberuflerstudie 2021 innerhalb der vergangenen 12 Monate nochmals zugenommen (78 Prozent). Schaut man explizit auf die Aussagen der projektverantwortlichen IT-Manager, liegt ihr hoher Stellenwert sogar bei 85 Prozent. Gemäß Aussagen der Erhebung, die IDG Research Services im März/April 2021 in Zusammenarbeit mit diversen Personaldienstleistern durchgeführt hat, sehen Unternehmen bei der Beauftragung von externen IT-Freiberuflern die größten Vorteile vor allem in einer schnellen Verfügbarkeit verbunden mit speziellem Fachwissen, das die IT-Spezialisten sofort in die Digitalisierungsprojekte einbringen können. „Zur Modernisierung der gesamten IT-Infrastruktur gehört es auch, sich mit den Altsystemen auszukennen, wie zum Beispiel bei Cobol. Intern sind diejenigen, die diese Programmiersprache beherrschen, schon längst in Rente. Daher greifen wir für diesen Zweck auf spezialisierte Externe zurück“, sagt Erik Schönemann, verantwortlicher Mitarbeiter für den Einkauf von IT-Dienstleistungen bei IT4ipm.

Die mixed workforce
ist auf dem Vormarsch

Der Dienstleister arbeitet ausschließlich für die Gema und hat einen dauerhaft hohen Bedarf an IT-Freiberuflern. „Im Zuge der Digitalisierung werden mehrere neue Technologien parallel eingeführt. Das hat zur Folge, dass wir viele unterschiedliche Projekte gleichzeitig „staffen“ müssen. Vom Test-Manager bis zum Projektleiter ist da alles dabei. Das geht kurzfristig nur durch schnell verfügbare externe Spezialisten“, so Schönemann.

33 Prozent aller befragten Unternehmen aus der Studie bestätigten, dass sie den Betrieb ihrer Legacy-Systeme komplett in die Hände der freiberuflichen Mitarbeiter geben. Laut Studie beläuft sich der Anteil externer Mitarbeiter in den IT-Abteilungen mittlerweile auf 53 Prozent. Demnach ist jeder dritte Mitarbeiter selbstständiger IT-Experte. Schönemann spricht von einem ähnlichen Verhältnis aus dem eigenen Unternehmen: „Wir haben aktuell 140 eigene Mitarbeiter und annähernd so viele IT-Freiberufler in unseren IT-Projekten.“ Diese Mixed Workforce dürfte sich im Zuge des anhaltenden Digitalisierungsdrucks in den Organisationen weiter durchsetzen.

Damit erhöht sich ebenfalls die strategische Relevanz des Einkaufs. Insbesondere weil es darum geht, die richtigen Skills einzukaufen, und gleichzeitig auf die Rechtskonformität beim Einsatz von Fremdpersonal zu achten. Auch die Mehrheit der Studienteilnehmer sieht das so. Sie schalten zunehmend den Einkauf ein, wenn es um das externe Personal-Recruitment geht. Vor allem die rechtliche Seite ist herausfordernd. „Wir müssen stets eine umfassende Compliance-Prüfung durchlaufen“, so Erik Schönemann. Schließlich geht es beim Einsatz von Solo-Selbstständigen immer darum, Scheinselbstständigkeit zu verhindern und eine vertragliche Grundlage zu schaffen, die das flexible Arbeiten in Projekten ohne Weisungsbefugnis ermöglicht. Nicht wenige Unternehmen scheuen trotz eines großen Unterstützungsbedarfs, immer noch davor zurück.

Kostenseitig achtet der Einkauf darauf, dass die Honorare für die IT-Freiberufler ins Budget passen. Daher sind viele Einkaufsabteilungen in den letzten Jahren dazu übergegangen, entsprechende Rahmenverträge mit Personaldienstleistern abzuschließen.

Der Einkauf achtet
auf die Compliance

Es geht um verbesserte Konditionen. „Aufgrund der Fülle an IT-Fachkräften, die wir über das Jahr verteilt in unseren Projekten brauchen, haben wir mit einigen Personaldienstleistern Sondervereinbarungen getroffen“, so Schönemann. Dabei achten professionelle Personaldienstleister nicht nur auf eine rechtskonforme Beauftragung, sondern kümmern sich ebenfalls um alle administrativen Tätigkeiten während der Projektlaufzeit. Ohnehin haben die coronabedingten Budgetkürzungen sowie die Remote-Arbeit zu einer verstärkten Preissensibilität aufseiten des Einkaufs geführt. Wobei dieser Eindruck sich nicht allein aus der Remote-Arbeit speisen sollte. Die wahren Determinanten für die Höhe der Honorare sind schnelle Verfügbarkeit in Kombination mit Erfahrung und Fachwissen. Das sollte jeder Einkäufer zusätzlich ins Kalkül nehmen.


Alexander Raschke,

Vorstand von Etengo


Studie

Der Anteil externer Mitarbeiter in den IT-Abteilungen beträgt mittlerweile 53 Prozent.

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