SAP Ariba live 2019 in Barcelona

Neuheiten der SAP Ariba 2019

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Was können Einkäufer in Zukunft von SAP Ariba erwarten. Welche softwaretechnische Unterstützung bietet SAP Ariba intelligenten Unternehmen im Einkauf und Supply Chain Management. Anfang Juni lud SAP Ariba zum jährlichen Summit, dieses mal nach Barcelona. Wir waren für Sie vorort und haben uns ein Bild gemacht, was die User der SAP-Einkaufsplattform erwartet.

Die Besucher der SAP Ariba live 2019 in Barcelona erhielten einen breiten Überblick über den Status quo der SAP-Ariba-Anwendungen in der Unternehmenspraxis und der durchgeführten Transformationsprozesse, aber auch über die weitere Anwendungs- und Partner-Roadmap. Kunden sprachen erfreulich offen darüber, wie aus Best Failures Best Practices werden können.

Die Kongressteilnehmer wurden vor allem umfassend informiert über die im letzten Jahr realisierten Neuerungen im Portfolio von SAP Ariba, das inzwischen in der neu als Organisationseinheit gebildeten Intelligent Spend Group zusammen mit SAP Fieldglass und SAP Concur konsolidiert ist. In den werblich-fachorientierten Keynotes der SAP-Ariba-Oberen wurden den Teilnehmern die Perspektiven und die dahinter stehende Philosophie für die digitale Zukunft präsentiert: eine schöne neue Welt, in der nahezu alles miteinander vernetzt ist, autonome Prozesse ähnlich dem autonomen Fahren stattfinden und Artificial Intelligence sowie Machine Learning eine entscheidende Rolle spielen sollen. Die fachlichen Keynotes wurden garniert mit beeindruckenden fachfremden Keynotes wie etwa der von Amal Clooney, der weltbekannten Londoner Anwältin für Völker- und Menschenrechte.

Wohin die Reise gehen soll

SAP will die Unternehmensorganisationen „revolutionieren“ und die Unternehmen nicht zuletzt mit dem Core SAP S/4HANA in die Lage versetzen, mehr Intelligentes aus den vorliegenden Daten zu machen. Daten sind im Zeitalter der Digitalisierung das neue Öl und man muss gar nicht tief danach bohren, sie aber intelligent nutzen!

Intelligentes Spend Management ist ein zunehmend bedeutender Erfolgshebel in intelligenten Unternehmen. Spend Management darf sich nicht auf die traditionellen Beschaffungskategorien direktes und indirektes Material sowie Standarddienstleistungen beschränken, sondern muss auch die Kategorien Contingent Labor und Reisen nahtlos einbeziehen. Vor dem Hintergrund eines betriebswirtschaftlich notwendigen ganzheitlichen Spend Management hat SAP die Intelligent Spend Group mit SAP Ariba, SAP Fieldglass und SAP Concur gebildet. Die Verantwortlichen versicherten, dass die zugehörigen Applikationen voll integriert seien und auf einen Datenpool zurückgreifen würden. Dies sei die notwendige Voraussetzung für ein holistisches Spend Management mit Transparenz und klugen Einkaufsentscheidungen.

Intelligent Spending wird zum Better Spending, wenn der Einkauf einerseits auf Artificial Intelligence und Machine Learning sowie auf ein großes und weiter wachsendes Business-Netzwerk mit vielen Anbietern und Nachfragern zurückgreifen kann. Für beides stehen die Anwendungen der Intelligent Spend Group. Es ist zudem erkannt worden, dass eine positive User Experience hinzukommen muss. Auch hieran wird – wie versichert wurde – permanent gearbeitet.

SAP hat in der jüngeren Vergangenheit erhebliche Anstrengungen unternommen, um Artificial Intelligence und Machine Learning für Procurement und Supply Chain Management effektiv nutzbar zu machen und zudem die Compliance über Guided Buying abzusichern. Die neuen Applikationen können auf ein gewaltiges geschäftliches Transaktionsvolumen, das heute schon über SAP Ariba abgewickelt wird, angewandt werden. In Barcelona hieß es, dass das gesamte geschäftliche Transaktionsvolumen in der Weltwirtschaft 30 Billionen US$ betrage, und dass davon 3 Billionen US$ also 10 % über das Business Netzwerk von SAP Ariba abgewickelt werde – Tendenz weiter steigend. Eine nachhaltige Verbesserung der digitalisierten Geschäftsprozesse werde insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit dem Process-Mining-Spezialisten Celonis, über den die Visualisierung der Digitalisierung ermöglicht werde, vorangetrieben.

Die technische (Weiter-)Entwicklung

Präsentiert wurden auch sehr viele Details über die weitere technische Entwicklung der Anwendungen für das Spend Management. Applikationen, die lediglich einzelne Tasks digitalisieren, sind nicht mehr ausreichend. Gefragt sind vielmehr integrierte End-to-End-Lösungen, die den Komfort und die Flexibilität von Cloud-Anwendungen mit der Konnektivität und Skalierbarkeit eines globalen Business-Netzwerkes verbinden. Dafür stehe SAP Ariba. So wurde deutlich, dass sich mit den cloudbasierten Source-to-Settle-Applikationen der Intelligent Spend Group und der Business Suite SAP S/4 HANA aus den vielen operationalen Daten (und in Zukunft auch Verhaltensdaten) der Supply Chain in kurzer Zeit Erkenntnisse gewinnen ließen, die intelligente Entscheidungen ermöglichen. Allerdings ist der Umstieg auf SAP S/4HANA mehr als ein einfaches Software-Update.

SAP hat ein breites Angebot an funktionaler Unterstützung für den Einkauf und das Supply Chain Management. Mit SAP S/4 HANA sollen die Cloudlösungen Ariba, Fieldglass und Concur in naher Zukunft über Standardschnittstellen vollständig integrierbar sein. Bereits heute gebe es über 200 Integrationspunkte und Schnittstellen zwischen den verschiedenen Modulen und S/4HANA. Wichtig sei darüber hinaus, dass das Ariba-Business Netzwerk eine offene Plattform sei, die auch im Interesse der vielen Partner noch offener werde und es möglich mache, über mehr APIs (Application Program Interfaces) Anwendungen auch „outside the wall“ anzubinden. Dies fördert die Vernetzung und ermöglicht ein kollaboratives, koordiniertes Arbeiten, das im Digitalzeitalter essenziell ist.

Die Chancen stehen also gut, die operativen Einkaufsprozesse vollständig zu automatisieren, sämtliche Belegflüsse zu digitalisieren und alle Lieferanten elektronisch anzubinden. Eine Abrundung bietet in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit Barclaycard Europe, die Vorteile für das Cash-Flow-Management in der Supply Chain biete und Procure-to-Pay in Procure- and-Pay transformiert.

Tipps von SAP Ariba-Kunden

Verschiedene Kundenvorträge von Tetra Pak, Osram, Uniper, Vestas etc. vermittelten ähnliche Erfahrungsberichte. In der Breite geht es noch nicht um Artificial Intelligence. Die meisten Firmen sind noch mit der Automatisierung der operativen Einkaufsprozesse und der Einführung von Cloudlösungen beschäftigt. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Neben den technischen Lösungen muss bei allen Projekten das Change Management einen sehr hohen Stellenwert erhalten. Es geht darum, die Menschen auf die Reise mitzunehmen. Betroffene müssen zu Beteiligten gemacht werden und in diesem Zusammenhang komme es vor allem darauf an, richtig und umfassend zu informieren und die Projektziele zu kommunizieren. Dies impliziere Trainings und Projektmarketing in der eigenen Organisation.
  • Damit einhergehen müsse eine schrittweise Einführung. Big Bangs sollten vermieden werden In jedem Falle bedürfe es einer gut durchdachten und realistischen Projektplanung. Die Erwartungshaltungen bei den Beteiligten dürften nicht ins Kraut schießen.
  • Auch bei der Einführung von Cloudlösungen gelte, dass man die eigenen Prozesse und nicht die Software ändern solle. Zwar bieten die Module vielfältige Möglichkeiten des Customizing; diese sollten jedoch nicht zu extensiv ausgeschöpft werden, denn dann würden die Projektkosten und die Projektlaufzeiten in die Höhe schießen.
  • Auch Lieferanten müssten begleitet und angeleitet werden, denn sie seien ein entscheidender Erfolgsfaktor und es könne nicht davon ausgegangen werden, dass schon alle mit dem Ariba-Netzwerk vertraut seien. Insofern sei das Onboarding der Lieferanten nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.

Prof. Dr. Robert Fieten, fachlicher Berater der Beschaffung aktuell, Köln

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