Digitalisierung in der Energiebeschaffung

Zehn Tipps für einen günstigeren Stromeinkauf

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Die Energiebeschaffung sowie das Energiedatenmanagement haben sich im Zuge der Digitalisierung stark gewandelt. Dabei eröffnen sich für Einkäufer neue Möglichkeiten zur Kosteneinsparung. Clemens Graf von Wedel und Rainer Otto, Gründer und Inhaber von EnPortal, haben zehn Tipps für findige Beschaffer.

Dass die Digitalisierung Arbeitsprozesse verändert, ist inzwischen keine Neuigkeit mehr. Doch wie sie beim Energieeinkauf zu konkreten Kostensenkungen führen kann, das weiß nicht jeder. Zehn Tipps für die digitale Energiebeschaffung zeigen die Vorteile für Einkäufer auf.

1. Mehr Selbstbestimmung

Viele Energieeinkäufer empfinden ihre Strom- und Gasbeschaffung als lästig und mühsam. Entweder wenden sie dafür mehrere Arbeitstage auf oder geben diese Aufgabe an Energieberater oder Einkaufsgemeinschaften ab. Digitale Prozesse machen es möglich, dass Entscheider diesen Kostenpart wieder stärker in Eigenregie führen und die Energiebeschaffung effizienter und transparenter umgesetzt werden kann. Beschaffungsprozesse lassen sich online standardisieren, sodass Einkäufer alle Schritte nachvollziehen und weiterhin selbst bestimmen können.

2. Tschüss, Excel! Einfache Datenverwaltung

Das Energiedatenmanagement ist heute vollständig in der Cloud möglich. Alle Abnahmestellen, Verbräuche, Kosten und Verträge sind jederzeit abrufbar. Einkäufer brauchen keine Excel-Tabellen mehr zu pflegen oder Daten für Ausschreibungen zusammenzutragen – das alles erledigen Onlinelösungen. Bei EnPortal aktualisieren sich alle Energiedaten automatisch und werden zusätzlich von einem persönlichen Kundenbetreuer geprüft. Das bedeutet für Einkäufer, dass sie jederzeit von jedem Ort Zugriff auf den aktuellen Status ihres Energieverbrauchs haben.

Dies ist vor allem für Einkäufer aus dem Handel oder für die Wohnungswirtschaft relevant, die unzählige Abnahmestellen kontrollieren und den Überblick über alle Standorte behalten müssen.

3. Die Börse immer im Blick

Viele Einkäufer haben Mühe, die Börsenkurse für Strom und Gas regelmäßig zu sichten und bekommen so fallende Preise gegebenenfalls erst mit, wenn es zu spät ist. Doch nur, wer den Kurs an der EEX permanent scannt, kann von günstigen Einkaufschancen profitieren. Automatisierte Börsenkurs-Updates zählen seit der Digitalisierung zum Standard im Energieeinkauf. Automatische Benachrichtigungen bei Wunsch-Zielwerten erleichtern die Marktbeobachtung und unterstützen die Wirtschaftsplanung. So behält der Einkauf die Kontrolle und kann schnell reagieren, sollten sich Chancen der Einsparung ergeben.

4. Wahrsager (m/w/x) gefunden

„Wann ist ein guter Einkaufszeitpunkt?“ – das ist eine Frage, die sich Energieeinkäufer permanent stellen. Dies ist auch berechtigt, denn bei großen Energiemengen führen bereits kleinste Cent-Unterschiede zu Mehrkosten. Ein Vorteil digitaler Prozesse ist, dass sich zukünftige Energiekosten auswerten und auf einen Blick prüfen lassen. Voraussetzung dafür ist die Kopplung der Energiedaten mit den Börsenkursen und einem realistischen Aufschlag vonseiten der Versorger. Auch diese Lösungen gibt es mittlerweile. So lassen sich zukünftige Energiekosten schnell ausrechnen, was bei der Wirtschaftsplanung hilft.

Mit einer intelligenten Energiepreisprognose sehen Einkäufer, wie viel Energiekosten eine aktuelle Ausschreibung bringen würde. So fällt die Entscheidung für eine Marktabfrage leichter, da bereits im Vorfeld klar ist, welche Preise zu erwarten sind.

5. Wettbewerb: Ein Gewinn für Einkäufer

Während zu Offline-Zeiten gerade einmal eine Handvoll Versorger bei Ausschreibungen angefragt wurden, lassen sich über Online-Marktplätze unzählige Versorger gleichzeitig anfragen. Das, was offline schlichtweg unmöglich war, ist online per Klick realisierbar: Die Nutzung des großen Wettbewerbs im Energiemarkt. Das ist eine der wichtigsten Veränderungen, die sich im Zuge der Digitalisierung in der Energiebeschaffung ergeben haben. Energieeinkäufer können so allein durch eine breitere Marktabfrage sofort Energiekosten reduzieren.

6. Kurz und knackig: Die Ausschreibungen

Wenn alle Energiedaten online vorliegen und so aufbereitet sind, dass sie einer Vielzahl von Versorgern zur Angebotsabgabe übermittelt werden können, dauert eine online-basierte Ausschreibung nur wenige Stunden. Der gesamte Prozess ist nicht mit dem gleichen Zeit- und Personalaufwand von früher verbunden. Per Klick kann die Preisabfrage an Versorger übermittelt werden, sodass eine persönliche Kontaktaufnahme zu jedem einzelnen Versorger entfällt. Alle interessierten Versorger geben über eine Angebotsmaske ein Preisangebot ab, welches sich anschließend in einem Bieterspiegel wiederfindet.

7. Kein Kleingedrucktes mehr

Zu Offline-Zeiten mussten Preisangebote von Versorgern erst mühsam miteinander verglichen werden. Je mehr Versorger angefragt wurden, desto länger dauerte der Auswertungsprozess. Digitale Prozesse ermöglichen, dass Lieferangebote sofort nach Ausschreibungsende in einem Bieterspiegel gesichtet werden können. Weitere Preisbestandteile wie Netzentgelte, Abgaben, Steuern und Toleranzbänder lassen sich ebenfalls abbilden. Den Vergleich übernimmt ein System, was bedeutet, dass versteckte Kosten im Kleingedruckten nicht mehr möglich sind. Der Einkäufer sichtet nur noch die Preise und prüft im Detail, welcher Lieferant die besten Lieferbedingungen bietet. Auf einen Blick ist erkennbar, welcher Lieferant der günstigste ist. Das sorgt für Transparenz, Fairness und Kontrolle.

8. Risikoaufschläge geringer

Strom und Gas sind Börsenprodukte und unterliegen mitunter starken Schwankungen. Je länger sich Energieversorger an ein Preisangebot binden müssen, desto höher fallen die Risikoaufschläge aus.

Bedeutet im Umkehrschluss: Je kürzer die Entscheidungsfristen, desto günstiger der Preis. Dank digitaler Prozesse benötigen Einkäufer einen Bruchteil der Zeit von früher. Im besten Fall sind es nur Minuten. Bei EnPortal entscheiden sich Kunden innerhalb von maximal zwei Stunden für ihren Lieferanten, sodass auch Versorger besser planen und börsennähere Preise anbieten können.

9. Rechtssicher per Klick

Zu Beginn der Online-Energiebeschaffung ließ sich die Ausschreibung online umsetzen, doch der Vertrag musste noch händisch geschlossen werden. Der Liefervertrag wurde dazu ausgedruckt, unterschrieben und per Post zurück an den Lieferanten gesendet. Dieser Ablauf ist bei vielen Einkäufern heute noch der Fall.

Dieser aufwendige Prozess muss dank digitaler Fortschritte nicht mehr sein. So hat EnPortal bereits 2013 damit angefangen, den Vertragsschluss per Klick zu ermöglichen. Es war klar, dass der Beschaffungsprozess von Strom und Gas erst dann effizient genug ist, wenn auch dieser Schritt digitalisiert ist.

10. Kündigungsfristen einhalten

Handelsunternehmen kennen das Problem zu gut: Sie haben unterschiedliche Standorte, die sie aufgrund unterschiedlicher Verbrauchsstrukturen einzeln ausschreiben und für die eigene Energielieferverträge abgeschlossen wurden. Diese enden nicht immer zum gleichen Zeitpunkt, sodass sie sich gut organisieren müssen, um keine Kündigungsfristen zu verpassen.

Da heute alle Lieferverträge in der Cloud gebündelt vorliegen können, behalten Einkäufer leicht den Überblick und werden automatisch benachrichtigt, wenn die nächste Kündigung des Liefervertrages ansteht.

Insgesamt ist eines klar: Wer die Chancen der Digitalisierung im Bereich der Energiebeschaffung und beim Datenmanagement nicht nutzt, verschenkt Zeit und Geld.


Das Unternehmen

EnPortal

Die EnPortal GmbH ist ein Unternehmen für den Online-Energieeinkauf. Gegründet wurde das
inhabergeführte Unternehmen von Rainer Otto und Clemens Graf von Wedel in Hamburg im Jahr 2008. Der EnPortal-Service richtet sich an Industrie- und Gewerbekunden sowie an öffentlich-rechtliche Institutionen. Das Onlineportal ermöglicht Energieeinkäufern den effizienten Vergleich börsengehandelter Strom- und Gaspreise in einer Cloud. Per Klick können aktuell 620 geprüfte Energieversorger mit einer Online-Ausschreibung erreicht werden, um den besten Lieferanten für die Vergabe zu finden.
Mehr unter www.enportal.de.


Clemens Graf von Wedel (li.) und Rainer Otto, Gründer und Inhaber von EnPortal



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