1. Würzburger Digitalisierungstag - Im Einkauf ist die digitale Zukunft schon da! - Beschaffung aktuell

1. Würzburger Digitalisierungstag

Im Einkauf ist die digitale Zukunft schon da!

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Um die „neue“ Digitalisierung in Einkauf und SCM wird seit geraumer Zeit viel Rummel veranstaltet – zu Recht? Der 1. Würzburger Digitalisierungstag ging dieser Frage nach. Lesen Sie aus erster Hand, was derzeit schon möglich ist.

Blockchains, Plattformlösungen, Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz und Market Intelligence – diese Themen stehen derzeit im Mittelpunkt, wenn von der Digitalisierung im Einkauf die Rede ist. In Würzburg präsentierten fünf Anbieter ihre Lösungen, Entwicklungsstrategien und Erfahrungen aus der Anwendungspraxis.

Das Thema Blockchain wurde Prof. Dr. Axel Winkelmann, einem renommierten, sehr anwendungsnah arbeitenden Forscher der Universität Würzburg, überlassen. Der Wirtschaftsinformatiker stellte sehr transparent die Funktionsweise der Blockchain-Technologie dar. So zeigt das Beispiel des Monitorings von Transportboxen, wie man nicht nur eine Nachverfolgung sicherstellen, sondern auch die Rechnungstellung automatisieren oder die Verantwortlichen bei Beschädigungen bzw. schlechter Ware identifizieren kann. Klares Fazit: Den potenziellen Vorteilen vereinfachter Prozesse mit verringerten Transaktionskosten, erhöhter Sicherheit und besserer Transparenz stehen einige Nachteile gegenüber, die sich primär aus dem erhöhten Planungsaufwand, der fehlenden Skalierbarkeit sowie teilweise unklaren Rahmenbedingungen ergeben.

Für scoutbee stellte CEO Gregor Stühler gemeinsam mit Kathrin Schwinghammer von der Audi AG als Praxispartner eine innovative Lösung mit potenziell sehr weitreichender strategischer Bedeutung vor. Scoutbee durchsucht laufend das komplette Internet auf Kunden-Lieferantenbeziehungen und wertet diese enormen Datenmengen mittels Künstlicher Intelligenz mehrsprachig aus. Das Resultat ist eine sehr treffsichere Supplier-Scouting-Maschine, die es erlaubt, auf globaler Ebene Anbieter aufzufinden. Über eine schlanke Lösung für Anfragen und den Selektionsprozess kann auf einen extrem schnellen Prozess zurückgegriffen werden, bei dem alle relevanten Anbieter leicht eingebunden werden können. Die Potenziale, die darin liegen, die weiteren Lieferbeziehungen von Anbietern (und Konkurrenten) zu analysieren, eröffnen völlig neue Dimensionen für eine umfassendere Market Intelligence. Der großen Herausforderung, zuverlässige aktuelle Informationen über Anbieter und deren Standing in Sachen Nachhaltigkeit und Compliance zu erheben, widmet sich die Lösung von IntegrityNext, die CEO Martin Berr-Sorokin vorstellte. Die Plattformlösung erlaubt es, für Lieferanten ein permanentes Social Media Monitoring durchzuführen und so Fehlverhalten der Firmen umgehend auf die Spur zu kommen. Der Mehrwert dürfte jedem offensichtlich werden, der auch nur für einen Teil der eigenen Lieferanten solche Informationen zu erheben versucht hat.

Eine weitere plattformbasierte Lösung stellte Benjamin Eha für fabrikado gemeinsam mit Johannes Schmidt von der ILO Mobility als Praxispartner vor. Durch die Nutzung positiver Netzwerkeffekte profitieren Kunden und Anbieter, hier für den Bereich kundenspezifischer Teile. Aufgrund automatisierter Anfrage- und Bestellprozesse mit Sofortpreiskalkulation werden ähnliche Effizienzen erzielt, wie sie sonst nur bei Kataloggütern möglich sind.

Ebenfalls auf die Plattformidee setzt Mercateo mit ihrer Lösung Unite. Über diese soll der Zugriff auf diverse Kataloganbieter ermöglicht und so eine Ergänzung im mittleren Artikelsegment zu dem bekannten Mercateo-Marktplatz für Randbedarfe geschaffen werden, wie Heike Kleine und Stefanie Damm berichteten.

Als Experte für Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz stellte Dr. Jörg Dittrich, CEO der Firma Orpheus, seine Erfahrungen aus zahlreichen Praxisprojekten dar. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ist enorm und die Nutzwerte sind sehr vielversprechend. Es bedarf jedoch Experten, die sich dem Thema annehmen, und diese können Unternehmen zumeist selbst nicht in ausreichendem Maße vorhalten.


Ronald Bogaschewsky, Inhaber des Lehrstuhls
für BWL und Industriebetriebslehre an der
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, sowie
Veranstalter des 1. Würzburger Digitalisierungstags

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