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Flurförderzeuge effizient verwalten mit ForkOn

Flottenmanagement für Flurförderzeuge
Stapler effizienter managen

ForkOn bietet eine Software zur Verwaltung der Flurförderzeuge an.
Bild: ForkOn
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Die Flotte im Blick: mit der Software des Start-ups ForkOn lassen sich Mischflotten verwalten. Das junge Unternehmen bietet Kunden über die Software hinaus individuelle Beratungen an, etwa bei Anschaffungsprojekten.

Wissen Sie, was Ihre Staplerflotte kostet? Nicht immer ist es einfach, den Überblick über große, heterogene Flurförderzeug-Flotten zu behalten. Genau hier setzt die Idee des Start-ups ForkOn an. Die Gründer fragten sich 2017, wie man die Verwaltung von Staplern und Co. mithilfe einer Software effizienter und kostengünstiger gestalten könnte. Herausgekommen ist die Software-as-a-Service-Lösung ForkX.

Was kann ForkX?

Im Kern ist ForkX ein Gabelstaplerflotten-Managementsystem, das als Browserapplikation funktioniert. Vergleichbare Lösungen gibt es von den Gabelstaplerherstellern. Dennis Röhner, CTO bei ForkOn, erklärt das Alleinstellungsmerkmal des Systems: „Wir sind herstellerunabhängig und konzentrieren uns gezielt auf die Mischflottenverwaltung.“ Dabei stehen die Kundenwünsche im Fokus. Röhner erklärt: „Als unabhängiger Anbieter können wir zum Beispiel Aussagen dazu machen, bei welchen Services oder Ersatzteilen sich Geld sparen lässt oder ob ein kleinerer Stapler für den Anwendungsfall nicht ausreichend wäre.“ ForkX unterstützt die Verantwortlichen für die Staplerflotte im kaufmännischen, aber auch im operativen Bereich. Im kaufmännischen Bereich stellen sich Fragen wie: Wo und wie kann ich Ersatzteile preisgünstig einkaufen? Hier besitzt ForkOn eigene Materiallisten inklusive ausgehandelter Preise mit Ersatzteilanbietern, auf die Kunden Zugriff haben. Oder: Warum kosten meine Flurförderzeuge so viel, wie sie kosten? Auch der Abgleich von vereinbarten Betriebsstunden für Leasing-Geräte mit den gefahrenen Stunden ist möglich. Im operativen Bereich bearbeitet die Software Themen wie die Auslastung der Stapler, die Ladezeitoptimierung, hilft aber auch bei der Planung von Service- und Wartungsterminen.

„Aus der Erfahrung heraus eignet sich ForkX für Flotten ab einer Fahrzeuganzahl von 15 Geräten“, erklärt Röhner. Circa 20 Kunden verwenden die Software im Moment. Darunter sind auch namhafte Unternehmen wie die Deutsche Post oder Coca-Cola.

Software, die sich weiterentwickelt

Was Röhner wichtig ist: „Wir wollen dem Kunden konkrete Handlungsanweisungen liefern, dass er sich nicht selbst durch lange Datentabellen kämpfen muss.“ Das Start-up verwendet nicht nur standardisierte Software, sondern auch persönliche Beratungen. Wenn es um große Investitionssummen wie beispielsweise bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen geht. „Es wäre schwierig, so eine komplexe und individuelle Fragestellung genau in der Software abzubilden“, erklärt Röhner. Natürlich kommen den Kunden dabei die gesammelten Daten zu Gute. Was zeigt: Die Mischung macht‘s.

Interessiert sich der Kunde für eine neue Fragestellung, nutzten die Data Scientists von ForkOn ebenfalls ein Projekt, um Antworten zuerst manuell in den Daten zu finden. Diese Arbeit befruchtet wiederum die Software: „Wenn wir mit den Ergebnissen zufrieden sind, setzen wir die Algorithmen so um, dass die Software in Zukunft automatisch Antworten geben kann“, erklärt Röhner.

Nicht nur durch Projekte wächst das Angebot. Zusätzlich profitieren Kunden von dem immer größeren Datenschatz des Unternehmens. Röhner sagt: „Wenn wir bei einem Kunden eine Aussage validiert haben, dann versuchen wir diese auf ähnliche Flotten anzuwenden – natürlich anonymisiert.“

Ganz einfach Daten über die Flurförderzeuge sammeln

Eine Software ist immer nur so gut, wie die Daten, die ihr zur Verfügung stehen. ForkX ist in der Lage, historische Daten aus dem kaufmännischen Bereich wie Wartungsberichte, Leasingverträge und Rechnungen für Ersatzteile teilautomatisiert zu erfassen. Röhner sagt: „Wenn sich dann ein Fahrzeug als kostentechnischer Ausreißer hervortut, dann können wir analysieren, woran das liegen könnte.“

Auch für den operativen Bereich hat sich das Start-up etwas ausgedacht: Da es nicht immer ganz einfach ist, auf die Daten in den Betriebssystemen der Flurförderzeuge zuzugreifen, hat das Team eine Hardware-Lösung entwickelt, die herstellerunabhängig an jedem Flurförderzeug angebracht werden kann. Die Hardware mit dem Namen ForkLinkOne kann mit Sensoren bestückt werden und so Daten etwa zur Beschleunigung, Temperatur, Last und dem Ladestatus aufnehmen. „Das Schöne an dem System“, so Röhner, „ist seine Flexibilität. Will ein Kunde etwa wissen, wann ein Stapler unter Last fährt und wann nicht, dann können wir einfach einen zusätzlichen Sensor an die Zinken anbringen und dies erfassen.“ Durch diesen modularen Ansatz kann die Hardware auf die Kundenanforderungen zugeschnitten werden, so Röhner – und das spüre man auch an dem vergleichsweise niedrigen Preis. Die Hardware wird, genauso wie die Software, als monatliche Abo-Lösung verrechnet. Die Erstinstallation ist inbegriffen.

Momentan entwickelt das Team eine neue Art der Zugangskontrolle. Sie wollen die Hardware so erweitern, dass Mitarbeiter etwa ihren Firmenausweis verwenden können, um das Fahrzeug freizuschalten.

Die Autorin:
Sanja Döttling, Redakteurin, Beschaffung aktuell


ForkOn im Überblick

Gegründet: 2017
Sitz: Köln und Heidelberg
Mitarbeiter: circa 25
Kosten: monatlicher Preis pro Stapler/Hardware im zweistelligen Bereich
Zielgruppe: Unternehmen, deren Staplerflotte mehr als 15 Stapler umfasst
Angebot: Software-as-a-Service für das Gabelstaplerflotten-Management

www.forkon.de

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