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Wunsch vieler Mitarbeiter, Gewinn für Unternehmen

Flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle
Wunsch vieler Mitarbeiter, Gewinn für Unternehmen

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Gestaltung der Arbeitszeit: Teilzeit und Jobsharing fördern die Flexibilität auf beiden Seiten – sowohl bei Mitarbeitenden als auch bei Führungskräften. Bild: Quality Stock Arts/stock.adobe.com
Flexible Modelle für Arbeitsplatz und -zeit gibt es nicht erst seit gestern. In der Pandemie haben Angebot und Nutzung aber einen deutlichen Auftrieb erfahren. Die Prognose: Der Trend wird anhalten. Welche Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle es gibt und wie häufig sie zum Einsatz kommen, zeigt eine Studie.

Vom Einsatz flexibler Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle profitieren beide Seiten: Unternehmen und ArbeitnehmerInnen. Denn Flexibilität hat nicht nur Vorteile für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – sie hat ebenfalls einen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens, wie der Flexibilitätsmonitor beweist, den Aurum Interim, ein deutscher Interim Management Provider, einmal jährlich in Zusammenarbeit mit der CBS International Business School und dem Marktforschungsinstitut Innofact aufsetzt.

Ganz wesentlich im Zusammenspiel der verschiedenen flexibilitätssteigernden Faktoren für Unternehmen sind dabei die Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle. Denn je breiter das Angebot, je flexibler der Umgang mit diesen Modellen, umso positiver wirkt sich das auf die generelle Flexibilität, aber auch auf die Unternehmensergebnisse aus. „Ein klarer Grund, die eigenen Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und verstärkt in die eigene Flexibilität zu investieren“, sagt Axel Oesterling, Geschäftsführer von Aurum Interim Management. „Weil Flexibilität sich auszahlt. Die Währung dafür lautet Erfolg.“

Die Arbeitsplatzmodelle im Vergleich

Die Erkenntnisse aus der Coronakrise können eine Blaupause für die Zukunft sein. Die Pandemie und Lockdowns haben für eine gesteigerte Toleranz bei der flexiblen Arbeitsplatzwahl gesorgt. Mit einem Index von 4,55 von insgesamt 6 Punkten bescheinigen die 536 Befragten der Aurum-Studie ihren Unternehmen eine hohe Flexibilität. Neben dem klassischen Arbeitsplatz, der nach wie vor eine führende Rolle einnimmt, hat sich vor allem das Homeoffice-Angebot mit 90 Prozent in Deutschlands Unternehmen durchgesetzt. Aber auch Desk-Sharing-Angebote befinden sich mit 70 Prozent im Jahr 2020 und einem Plus von 45 Prozent gegenüber 2019 auf Zukunftskurs, so die Einschätzung der Studienteilnehmer.

Auffällig ist auch die Entwicklung bei Co-Working-Modellen. Knapp 70 Prozent der befragten Unternehmensvertreter gaben an, Co-Working-Angebote zu machen – ein Zuwachs um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etabliert haben sich in den vergangenen Jahren darüber hinaus ebenfalls On-Site-Arbeitsplatz-Angebote beim Kunden mit ca. 65 Prozent (Vj.: ca. 30 %). Und auch, wenn die aktuelle Situation die breite Nutzung nicht in vollem Ausmaß möglich macht: Die Offenheit und das Angebot an verschiedenen Arbeitsplatzmodellen sind deutlich gewachsen. „Wir gehen fest davon aus, dass sich diese Entwicklung auch mit dem Ende der Coronakrise fortsetzt“, kommentiert Oesterling das Ergebnis. „Jedes Unternehmen sollte seine Arbeitsplatzangebote einmal auf den Prüfstand stellen, neu bewerten und gegebenenfalls nachsteuern.“

Arbeitszeitmodelle und ihre Relevanz für Unternehmen

Gute Noten erteilt die Studie Deutschlands Unternehmen auch in puncto Flexibilität der Arbeitszeiten. Lediglich 13 Prozent der Befragten sehen eine fehlende Flexibilität im Bereich der Arbeitszeitgestaltung, die Mehrheit stellt den Unternehmen diesbezüglich ein gutes Zeugnis aus. Das bestätigen die Details des Flexibilitätsmonitors von Aurum: Teilzeit- und Jobsharing-Angebote für Führungskräfte unterbreiten 66 Prozent der befragten Unternehmen, für Mitarbeiter sind es 77 Prozent. Dieses Modell wird allerdings nur von einem kleinen Teil der Führungskräfte und weniger als der Hälfte der Mitarbeiter tatsächlich genutzt. „Eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage, die sich jedoch perspektivisch verkleinern wird“, so die Meinung von Oesterling. „Denn Teilzeit- und Jobsharing-Angebote fördern die Flexibilität auf beiden Seiten und entsprechen voll dem Zeitgeist.“

Im Bereich der Arbeitszeitregelungen rangiert aktuell die Gleitzeit an erster Stelle. Mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen nutzen sie, das entspricht einem leichten Anstieg um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber auch Arbeitszeitkonten und Vertrauensarbeitszeit sind mit je ca. 80 Prozent weit verbreitet und etabliert. Der Einsatz von Vertrauensarbeitszeit wuchs dabei um fast 15 Prozent. „Es ist erfreulich zu sehen, wie sich das Angebot und die Nutzung verschiedener Arbeitszeitmodelle im vergangenen Jahr verstärkt haben“, sagt Oesterling. „Das ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung, denn flexible Arbeitszeiten zahlen voll auf die unternehmerische Leistungskraft ein – und damit auf den mittel- und langfristigen Erfolg.“

Flexibilität von Arbeitsmodellen

Die Flexibilität von Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodellen zieht eine verstärkte Nutzung von digitalen Kommunikationstools nach sich. Auch hier hat die Pandemie einen Change-Prozess eingeleitet, der sich nach Auffassung von Oesterling fortsetzen wird: „Virtuelle Meetings stehen auch nach der Pandemie weiter auf der Tagesordnung. Es wird keine vollständige Rückkehr zu einem ‚Damals‘ geben.“

Die am häufigsten genutzten Kommunikationstools sind laut des Flexibilitätsmonitors Teams (80 %), Zoom (78 %), Skype (75 %) und Cisco (71 %). Interessant ist die Erkenntnis, dass die Feedback-Kultur unter dem digitalen Austausch nicht leidet, sondern einen Schub bekommt. So stieg der Index von 3,88 auf 4,48 von 6 möglichen Punkten. „Die Führungskultur leidet nicht unter der Digitalisierung“, sagt Oesterling. „Sie profitiert sogar davon.“ (ys)

Kontakt:
Aurum Interim GmbH
Hafenstr. 1
40213 Düsseldorf
Tel.: +49 211 159 70 60
E-Mail: info@aurum-interim.de
Web: aurum-interim.de

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