Kommentar

Raus aus der Wohlfühlbox

Porträtfoto Sabine Schulz-Rohde
Sabine Schulz-Rohde ist verantwortliche Redakteurin bei Beschaffung aktuell
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„Wie schafft es der Einkauf, zum digitalen Leader aufzusteigen? Wie wird er zum Treiber statt zum Getriebenen?“, begrüßte Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des BME, die 180 Teilnehmer der zweiten BME-Veranstaltung „Disrupting Procurement“ in Berlin. Dabei gehe es auch darum, alte Strukturen aufzugeben und neue zu schaffen. Auch Jan-Henner Theissen, Experte für Procurement Digitalization, der mit Einkaufsleiter Michael Stietz der Körber AG durch das Programm führte, forderte: „Wir müssen uns aus der klassischen Beschaffungsbox herausbewegen.“

Um nicht einfach überrascht zu werden von dem, was Andere mit dem Einkauf machen, muss er zum Gestalter werden. Es geht darum, die Rolle des Einkaufs neu zu definieren. Bestehende Prozesse, wie die Prüfung von Ausgaben oder die Analyse des Zulieferermarktes, nur zu digitalisieren, reicht zukünftig nicht aus. Die wirklichen Vorreiter in der Industrie stellen diese Prozesse schon mal grundsätzlich in Frage und sie werden zu den wirklichen Treibern der Strategie. Sie suchen in übergreifenden Teams nach Alternativen und neuartigen Konzepten, mit dem Ziel gemeinsam innovative Geschäftsmodelle und Produkte sowie Services voranzutreiben, um mit denen auch in Zukunft hohe Potenziale zu erschließen.

Auf der Suche nach Inspiration pilgern derzeit viele in das Silicon Valley oder nach Tel Aviv, um von deren Start-up-Szene zu lernen. Dabei vergessen sie, dass dort fast ausschließlich Idee für den Bereich B2C entwickelt werden. „Im B2B-Bereich ist die deutsche Industrie so stark und erfahren wie sonst keine“, erklärte Prof. Michael Henke vom Dortmunder Fraunhofer für Materialfluss und Logistik bei der Veranstaltung in Berlin. „Nutzen Sie diesen Vorsprung!“, appellierte Henke. Es gibt also noch genügend unbearbeitete Geschäftsfelder. Wenn das mal nicht Mut macht!? Auf jeden Fall ein positives Zeichen. Doch Weiterentwicklungen passieren nur, wenn man sich aus der eigenen Komfortzone herausbewegt.

Sabine Schulz-Rohde ist Redakteurin bei Beschaffung aktuell

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