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Kein Erfolg ohne Zusammenarbeit

Minimierung von Lieferkettenproblemen
Kein Erfolg ohne Zusammenarbeit

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Eine neue Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Ivalua zeigt: Für Resilienz in den Lieferketten ist eine bessere Zusammenarbeit mit den Lieferanten erforderlich. Bild: Siwakorn1933/stock.adobe.com

Laut einer Untersuchung im Auftrag von Ivalua ist die Zusammenarbeit mit den Lieferanten entscheidend für die Minimierung von Lieferkettenproblemen. Es zeigt, dass sich die Unternehmen, dies sich um eine bessere Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten bemühen, ihre Fähigkeit zur Gewährleistung von Resilienz steigern sowie verbesserte Nachhaltigkeit und mehr Innovation vorweisen.

Aus einer Studie von Ivalua, ein Anbieter von Cloud-basierten Spend-Management-Lösungen, geht hervor, dass 66 Prozent der Unternehmen eine bessere Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten für notwendig halten, um die Resilienz ihrer Lieferkette erhöhen zu können. Die steigende Zahl von unerwarteten sogenannten Black-Swan-Ereignissen in der Lieferkette, wie der Krieg in der Ukraine oder die Corona-Pandemie, veranlasst viele Unternehmen zu Maßnahmen, die die Auswirkungen von Unterbrechungen verringern können. Allerdings bleiben große Hindernisse, wie die Unmöglichkeit der Bewertung von Risiken oder der Zusammenarbeit mit Lieferanten, sowie ungeeignete Technologien, um eine Reaktion auf eine Unterbrechung in der Lieferkette zu definieren und einzuleiten.

Der Bericht „Kettenreaktion: Ganzheitliches Lieferantenmanagement als Schlüssel zum Erfolg“, der von Forrester Consulting erstellt wurde, beschreibt Strategien, die von Unternehmen verfolgt werden, um die Häufigkeit und die Auswirkungen von Lieferschwierigkeiten zu minimieren. Mehr als die Hälfte (56 %) der Unternehmen richteten ein automatisches Risikomonitoring ein, um über Störungen informiert zu werden, und 54 % erhöhten ihre Lagerbestände. 46 % stellten auf On-/Nearshoring um, während 44 % für wichtige Güter vorrangige Belieferungen mit Lieferanten aushandelten.

„In einer Zeit, in der Black-Swan-Ereignisse immer häufiger werden, war es noch nie so wichtig, gut mit seinen Lieferanten zusammenzuarbeiten“, kommentiert Alex Saric, Smart Procurement-Experte bei Ivalua. „Die Beschaffungsabteilungen haben die Aufgabe, die Auswirkungen von Lieferkettenstörungen zu begrenzen, aber viel zu oft ist dies nicht möglich, weil sie keinen Einblick in die Lieferanten und Unterlieferanten haben und weil sie nicht effizient und auf breiter Ebene zusammenarbeiten können. Die Digitalisierung des Beschaffungswesens muss weiter vorangetrieben werden, um das ganze Potenzial der Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu nutzen und die Resilienz der Lieferketten sicherzustellen.“

ESG ist eine Priorität, aber ungeeignete Technologie behindert Nachhaltigkeitsgewinne

Der Studie zufolge geben 71 % der Unternehmen an, dass seit dem Ende der Pandemie die Nachhaltigkeit in der Lieferkette vorrangig wird. Deshalb nahmen viele Unternehmen Nachhaltigkeitskriterien in die KPIs für Beschaffung auf und begannen, Mindeststandards für Nachhaltigkeit festzulegen, die Lieferanten einhalten müssen. Dies ist besonders wichtig in Deutschland und der EU, wo durch Gesetze wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (kurz Lieferkettengesetz) und Vorschlag für eine Richtlinie über die Nachhaltigkeitspflichten von Unternehmen möglicherweise Geldstrafen in Millionenhöhe verhängt werden könnten.

Während Unternehmen ESG-Initiativen wie Recyclingmaterialien, die Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks und die Unterstützung diverser Unternehmen Vorrang einräumen, sehen sich viele mit Erfolgsbarrieren konfrontiert. Mehr als jedes vierte Unternehmen (43 %) hat keine Systeme, die eine effiziente Zusammenarbeit mit Lieferanten im Bereich Nachhaltigkeit ermöglichen, 41 % können die Fortschritte bei den ESG-Zielen nicht messen und 40 % sind nicht in der Lage, Lieferanten auf der unteren Ebene einzubeziehen.

Unternehmen wenden sich an ihre Lieferanten, um Innovationsschübe anzustoßen

Die Studie zeigt zudem, dass die Befragten der Meinung sind, dass die wichtigste Möglichkeit, den Unternehmenswert durch eine bessere Zusammenarbeit mit den Lieferanten zu steigern, in der Verbesserung der Produktinnovation liegt. 70 % der Befragten stufen dies als sehr wichtig ein. Behindert wird dies allerdings durch die Unmöglichkeit der Bewertung der Fähigkeiten der Lieferanten, eine mangelnde Bereitschaft der Lieferanten zur gemeinsamen Nutzung von Innovationen und das Fehlen von Systemen, die eine Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglichen.

Um diese Barrieren zu überwinden, bemühen sich die Unternehmen, Produkt-/ Dienstleistungsinnovationen in die KPIs für Beschaffung einzubeziehen (57 %), den Lieferanten mehr Flexibilität bei der Erfüllung der Anforderungen zu ermöglichen (56 %) und den Druck auf Kosteneinsparungen zu verringern (52 %). Fast jedes sechste Unternehmen (58 %) möchte zudem Systeme einführen, die eine Zusammenarbeit mit Lieferanten für Produktinnovationen ermöglichen.

Intelligenter Ansatz gefordert

„Die schlechte Zusammenarbeit wurde für die Unternehmen zu einem Dauerthema, da sie verhindert, dass sie mehr Nutzen aus ihrer Zusammenarbeit mit den Lieferanten ziehen – für Innovationsimpulse, Nachhaltigkeitsziele oder die Verbesserung der Resilienz der Lieferkette“, ergänzt Saric. „Wir brauchen einen intelligenteren, ganzheitlichen Ansatz für die Beschaffung und das Lieferantenmanagement. Mit digitalisierten Beschaffungsprozessen können die Unternehmen Lieferanten effizient suchen, bewerten, listen und verfolgen, damit sie Fortschritte bei den entscheidenden geschäftlichen Prioritäten wie Lieferkontinuität, ESG-Performance und Innovation messen können.

Hier geht es zum Download des Berichts „Kettenreaktion: Ganzheitliches Lieferantenmanagement als Schlüssel zum Erfolg“

Über die Studie

Die Studie wurde im März 2022 im Auftrag von Ivalua von Forrester Consulting durchgeführt. Sie beruht auf einer Umfrage unter 462 Beschaffungsentscheidern in Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik.

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