Transport und Logistik - Dealvolumen bei 100 Mrd. USD - Beschaffung aktuell

Transport und Logistik

Dealvolumen bei 100 Mrd. USD

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Der geplatzte UPS-TNT-Deal ist ein Einzelfall: In der Transport- und Logistikbranche wird es immer mehr Fusionen und Übernahmen geben. Vor allem durch das kräftige Wachstum in den Schwellenländern.

In der weltweiten Transport- und Logistikindustrie wird es im laufenden Jahr voraussichtlich deutlich mehr Fusionen und Übernahmen geben als 2012. Vor allem das anhaltend kräftige Wachstum der Schwellenländer und die konjunkturelle Belebung in den USA dürften die Konsolidierung vorantreiben, prognostizieren die Branchenexperten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in der Studie „Intersections – Transportation and Logistics Industry Mergers and Acquisitions“. Auch Europa könnte angesichts der geplanten Privatisierungen in den hoch verschuldeten Krisenstaaten wieder in den Fokus der Investoren rücken.
„Das M&A-Geschehen in der Transport- und Logistikbranche ist in der Regel eng an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt. Selbst wenn große Transaktionen mitunter an kartellrechtlichen Bedenken scheitern, wie jüngst die Übernahme von TNT durch UPS, sind dies doch spektakuläre Einzelfälle, die nicht gegen den grundsätzlichen Trend sprechen“, sagt Klaus-Dieter Ruske, PwC-Partner und Global Transportation and Logistics Industry Leader.
Für das Jahr 2013 prognostiziert das Unternehmen eine Zunahme der M&A-Deals um gut 20 Prozent. Das Transaktionsvolumen dürfte gegenüber 2012 um etwa 15 Prozent auf rund 100 Milliarden US-Dollar zulegen. Die Schätzungen beinhalten Transaktionen aller Größenordnungen, sowohl mit veröffentlichtem als auch nicht-veröffentlichtem Dealvolumen. Das Schätzmodell berücksichtigt die Korrelation von M&A-Aktivitäten und Wirtschaftswachstum, Handelsvolumina, Energiepreisen, der Entwicklung der Direktinvestitionen und anderen Faktoren.
Starkes Schlussquartal 2012
Ein positiver M&A-Trend für das laufende Jahr lässt sich auch aus dem Schlussquartal 2012 ableiten. Von Oktober bis Ende Dezember 2012 wurden 68 Transaktionen mit einem veröffentlichten Volumen von mehr als 50 Millionen US-Dollar angekündigt, im vierten Quartal 2011 waren es lediglich 36. Der Gesamtwert der Deals stieg von 14,8 Milliarden US-Dollar auf 26,5 Milliarden US-Dollar.
Gemessen am Dealvolumen fiel auch das Gesamtjahr 2012 deutlich stärker als das Vorjahr aus. Zwar gab es mit 193 Transaktionen nur etwas mehr Deals (2011: 187), der resultierende Gesamtwert stieg jedoch von 59,7 Milliarden US-Dollar auf 80,5 Milliarden US-Dollar. Selbst bereinigt um die mittlerweile abgesagte TNT-Übernahme (Volumen: rund 6,8 Milliarden US-Dollar) entspricht dies einem Plus von annähernd 25 Prozent.
Bemerkenswert stark war das Transaktionsgeschehen im vierten Quartal 2012 in Europa. Europäische Unternehmen bzw. Investoren standen bei 25 Deals im Gesamtvolumen von rund 12,3 Milliarden US-Dollar auf der Käuferseite. Akteure aus der Region Asien-Pazifik gaben 10,9 Milliarden US-Dollar für Beteiligungen aus, während sich Investoren aus Nordamerika mit einem Beteiligungsvolumen von lediglich 1,8 Milliarden US-Dollar merklich zurückhielten. „Allerdings dürfte die plötzlich aufgetretene Schwäche nach drei starken Quartalen eher ein ‚Ausreißer’ sein, der in Zusammenhang mit der Diskussion um das ‚Fiscal Cliff’ und seine unwägbaren konjunkturellen Folgen interpretiert werden muss“, erläutert Ruske.
Wesentliche Impulse für die Konsolidierung der Transport- und Logistikbranche werden auch 2013 aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) kommen. Die brasilianische Regierung hat ein umfassendes Privatisierungsprogramm angekündigt, das unter anderem den Verkauf der Flughäfen in den Metropolen Rio de Janeiro und Belo Horizonte sowie die Vergabe neuer Lizenzen für den Betrieb privater Straßen und Schienennetze vorsieht. In Russland sollen in den kommenden Jahren zahlreiche staatliche Verkehrsbetriebe privatisiert werden, darunter die Reederei Sovcomflot sowie die Fluggesellschaft Sibir (Foto: Wikipedia).
Im vierten Quartal 2012 gab es 27 Transaktionen mit Käufer bzw. Beteiligungsziel aus den BRIC-Staaten. Damit lag der Anteil dieser Ländergruppe an allen angekündigten Deals mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen US-Dollar bei fast 40 Prozent. dz
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