BME-Logistikumfrage: „Digitalisierung in Supply Chains“

KMUs sollten Wissenslücken rasch schließen

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Digitale Zwillinge sind nur einer der Zukunftstrends, die in der Studie untersucht wurden. Bild: chesky/Fotolia
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„Digitalisierung in Supply Chains“ heißt die gemeinsame Online-Erhebung des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) und der Hochschule Fulda. Angesprochen wurden 251 Supply-Chain-Manager und Führungskräfte in angrenzenden Bereichen wie IT, Logistik, Produktion oder Materialfluss. Gefragt wurde, wie intensiv elektronische Lösungen wie beispielsweise Blockchain, Cloud Computing, 3D-Druck oder künstliche Intelligenz für die Digitalisierung der Lieferketten genutzt werden.

„Die Umfrage-Ergebnisse haben uns überrascht“, sagte Carsten Knauer, BME-Leiter Sektion Logistik/SCM. So seien viele der aktuellen Digitalisierungstechnologien wie Roboter und Automatisierung oder selbstfahrende Fahrzeuge den befragten Supply Chain Managern zwar bekannt. Dennoch gebe es elektronische Lösungen wie Digitaler Zwilling, Uberization of freight oder Low-Cost Sensor Technology, die von ihnen kaum genutzt würden. Knauer appelliert deshalb an die Entscheidungsträger, bestehende Wissenslücken schnell zu schließen. Ansonsten bestehe insbesondere für KMU die Gefahr, den Digitalisierungszug zu verpassen. „Ziel unserer Logistikumfrage war es, für mehr Transparenz beim Einsatz digitaler Technologien in den Lieferketten zu sorgen. Damit erhalten die Unternehmen wichtige Informationen, die ihnen bei der Transformation ihrer Supply Chains helfen können“, betonte Michael Huth, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Logistik, an der Hochschule Fulda.

Die Antworten zum Stand der Anwendung digitaler Technologien in Supply Chains ergaben ebenfalls ein ernüchterndes Bild. Einzig Cloud Computing, Roboter und Automatisierung sowie Big Data Analytics werden nach Angaben der Umfrage-Teilnehmer eingesetzt. Alle anderen Digitalisierungstechnologien spielten derzeit noch keine große Rolle. Die Nutzung von Digitalisierungstechnologien ist immer auch eine Frage des Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Derzeit erwarten die meisten Umfrageteilnehmer noch keinen ausreichenden Mehrwert, der die hohen Investitionskosten rechtfertigt. Befragt nach möglichen Hemmnissen bei der Digitalisierung nannten die Supply Chain Manager fehlende Personalressourcen sowie Datenschutz- und Cyber-Security-Gründe.

Mit Blick auf das wichtige Thema Fachpersonal empfehlen die Autoren der Umfrage, Stellenprofile neu zu konzipieren. Es gehe dabei nicht mehr allein um Know-how im Supply Chain Management, sondern auch im Bereich der digitalen Transformation. Der Kontakt zu Hochschulen biete vor allem KMU die Möglichkeit, frühzeitig Absolventen ins Boot zu holen. (sd)

www.bme.de/Digitalisierung_in_Supply_Chains

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