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Logistik setzt vermehrt auf die Cloud

Digitalisierung
Logistik setzt vermehrt auf die Cloud

(Bild: Chombosan/Fotolia)
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Die Logistik ist prädestiniert für den Einsatz von Cloudlösungen. Denn Güterströme verlaufen unternehmensübergreifend und erfordern die durchgängige Steuerung und Kontrolle logistischer Prozesse. Schon in naher Zukunft werden mehr als zwei Drittel aller deutschen Unternehmen Cloud-Lösungen nutzen.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Die Bedeutung von Cloud Computing für die Digitalisierung in der Logistik“. Zum zweiten Mal nach 2012 widmeten sich das Institut für Cloud Computing (IfCC) und die AXIT GmbH als Spezialist für cloudbasierte Supply Chain-Lösungen der Entwicklung des Cloudeinsatzes in der Logistik.
Insgesamt beteiligten sich 218 Logistikexperten aus 15 Ländern an der Onlinebefragung, die damit eine der größten ihrer Art in Europa ist. Länderübergreifend waren die Logistikdienstleister mit 43,1 Prozent etwas geringer vertreten als Unternehmen aus Industrie und Handel, die gemeinsam mit einem Anteil von etwas über 47 Prozent die Gruppe der Verlader bilden. Der Rest entfällt auf Dienstleister, insbesondere Logistikberater. Etwa die Hälfte des Teilnehmerkreises bildeten Unternehmen mit mehr als 1 000 Mitarbeitern; etwas mehr als ein Drittel der Auskunftspersonen stammten aus mittelgroßen Firmen.
Zentrales Ziel der Studie war es, den Status Quo des Cloud Computing – also der Auslagerung interner Datendienste hin zu Online-Dienstleistern – für die Logistik zu ermitteln und die Ergebnisse mit jenen der Erststudie zu vergleichen, um die damals gemachten Aussagen überprüfen und marktrelevante Trends ableiten zu können. Soviel vorweg: Es zeigte sich, dass die 2012 getroffenen Vorhersagen zur weiteren Entwicklung des Cloud Computing in der Logistik mittlerweile eingetreten sind.
Im Jahr 2012 war Cloud Computing in Deutschland noch ein relativ junges Thema. Damals ging aber bereits mit 60 Prozent die Mehrzahl der befragten Studienteilnehmer davon aus, dass sich Cloud Computing durchsetzen wird. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sie mit ihrer Einschätzung richtig lagen.
Der Anteil der Unternehmen, in welchen man sich noch nicht ernsthaft mit den Möglichkeiten des Cloud Computing beschäftigt hat, ist in den letzten vier Jahren um fünfProzentpunkte gesunken (vgl. Abb. 1). Allgemein ist festzuhalten, dass die Expertise und das Wissen der Teilnehmer über Cloud-Anwendungen seit 2012 gestiegen sind. So haben 40 Prozent der Teilnehmer bereits mindestens zwei Jahre Cloud-Erfahrung gesammelt.
In Konzernen findet man erwartungsgemäß das meiste Wissen über die neue Technologie. Im Gegensatz zum Mittelstand, der hier eher gespalten ist, überwiegt bei größeren Konzernen der positive Blick auf das Thema. Häufig liegt hier bereits eine Cloudstrategie vor. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass in größeren Unternehmen ausreichend Ressourcen vorhanden sind, um die Chancen und Möglichkeiten des Cloud Computing systematisch analysieren zu können.
Fragt man Unternehmen innerhalb oder außerhalb Deutschlands, bekommt man unterschiedliche Aussagen und Einschätzungen. Nicht in Deutschland ansässige Firmen sind dem Cloud Computing gegenüber aufgeschlossener als in Deutschland heimische Unternehmen. Sie beschäftigen sich meistens schon seit mehr als fünf Jahren mit der Cloud-Technologie. Der Anteil der Firmen, in denen Cloud Computing zum festen Bestandteil der Unternehmens- und Strategieentwicklung geworden ist, wächst. Er ist innerhalb der vergangenen vier Jahre um rund 6 Prozentpunkte gestiegen (vgl. Abb. 2). Immer weniger Unternehmen gehen davon aus, dass man auf eine Cloud-Strategie verzichten kann. Über die Hälfte aller Unternehmen, die Cloud-Lösungen in der Logistik einsetzen, verfügt bereits über eine Cloud-Strategie. Die Wahrscheinlichkeit der Existenz einer Cloud-Strategie nimmt grundsätzlich mit der Mitarbeiterzahl zu.
Die gesamten Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
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