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Sechs Logistik-Trends für 2022: Lieferkette sichern und Wettbewerbsvorteile nutzen

Lieferkette sichern und Wettbewerbsvorteile nutzen
Sechs Logistik-Trends für 2022

Die zunehmende Globalisierung und die damit einhergehenden weltweiten Warenströme haben zu einer hohen Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen geführt. Durch Produktionsengpässe, Lieferverzögerungen und Containerstaus hat sich der Druck auf die Branche im Jahr 2021 zusätzlich erhöht.

Auch 2022 wird die Branche mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sein. Das Beobachten von Trends kann dabei helfen, das eigene Unternehmen an die Bedürfnisse des Marktes anzupassen und so die eigene Lieferkette nachhaltig zu sichern sowie einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Im Folgenden werden deshalb die wichtigsten Trends und Innovationen der Logistikbranche für das Jahr 2022 behandelt.

1. Logistik wird nachhaltig

Nachhaltigkeit – ein Trend, der bereits 2021 in allen Lebensbereichen sehr präsent war. Diese Präsenz wird sich 2022 noch weiter verschärfen. Wer auf den Nachhaltigkeitszug aufspringt, wird sich damit einen echten Wettbewerbsvorteil innerhalb der Logistik verschaffen können. Angetrieben wird der Trend einerseits durch den Einfluss der Konsumenten, deren Wunsch nach einer nachhaltigen Supply Chain immer größer wird. Auf der anderen Seite macht das Inkrafttreten des neuen Lieferkettengesetzes eine nachhaltige Lieferkette nahezu unabdinglich.

Die Logistik wird damit vor gleich mehrere Herausforderungen gestellt. Nachhaltigkeit bei Verpackungen, Transportmitteln und Transportwegen müssen in den Fokus gerückt werden. Zudem sollten Prozesse so transparent sein, dass es problem- und lückenlos möglich ist, die Herkunft jeder einzelnen Komponente nachzuweisen.

2. Transparenz durch Innovation

Kaum ein Trend wird im Jahr 2022 so von Bedeutung sein, wie die Transparenz innerhalb der Lieferkette. Eine transparente Supply Chain bietet die Möglichkeit, Risiken innerhalb des Liefernetzwerkes zu identifizieren, zu beseitigen und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Erreichbar wird diese Transparenz durch die Digitalisierung sowie den Einsatz innovativer Technologien. Unternehmen sollten ihre logistischen Prozesse daher im nächsten Jahr genauer unter die Lupe nehmen. So können Optimierungspotenziale identifiziert und anschließend genutzt werden.

3. Revolution durch Robotik und autonomes Fahren?

Neben der Digitalisierung wird 2022 auch die Automatisierung eine große Rolle in der Logistik spielen. So können Trends wie Robotik und das autonome Fahren dabei helfen, Logistikprozesse effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Bereits heute arbeiten moderne Lager-Roboter so präzise, dass sie ohne Gefahr neben ihren menschlichen Kollegen eingesetzt werden. In der Zukunft könnten sie zudem eine entscheidende Rolle bei der Be- und Entladung von LKW spielen.

Auch der Trend des autonomen Fahrens wird das Jahr 2022 prägen. Schon in den vergangenen Jahren haben große Logistikunternehmen in die Forschung investiert. Die Automatisierung von Lieferungen sorgt neben einer Kostensenkung und Effizienzsteigerung auch dafür, Transporte unabhängig vom Faktor Mensch zu gestalten. Fahrerengpässe oder Ruhezeiten stellen dann keine Herausforderung mehr dar.

4. Spezialisten sind gefragt

Trotz Automatisierung wird der Mensch auch weiterhin für die Logistik unverzichtbar bleiben. Jedoch werden die Anforderungen an ihn wachsen und es wird zunehmend wichtiger, über neueste Technologien informiert zu sein. Am gefragtesten werden Spezialisten auf den Gebieten Prozessautomatisierung, Big Data, IoT und künstliche Intelligenz sein. Unternehmen müssen sich daher Gedanken machen, wie sie potenzielle Bewerber für sich gewinnen können.

5. Letzte Meile

Der Onlinehandel boomt und mit ihm auch die Letzte Meile. Während Trends wie Same-Day-Delivery oder kostenloser Versand und Rückversand beim Konsumenten auf Wohlgefallen stoßen, lösen sie in der Logistik das genaue Gegenteil aus. Das wachsende Verkehrsaufkommen und die zunehmende Urbanisierung stellen die Branche täglich vor enorme Herausforderungen. Die Antwort auf das Problem könnten sogenannte Micro Warehouses sein. Das sind kleine Lagerräume, die Waren, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten, näher an den Kunden bringen. Sie sollen dabei helfen, die Letzte Meile schneller und effizienter zu gestalten sowie der steigenden Nachfrage nach Lieferungen innerhalb kürzester Zeit gerecht zu werden.

6. No risk, no fun? Nicht in der Logistik

Die Coronapandemie hat gezeigt, wie leicht veränderte Rahmenbedingungen das Konstrukt der globalen Lieferketten durcheinanderbringen können. Auch zukünftig ist damit zu rechnen, dass äußere Einflüsse die Supply Chain gefährden werden. Ein gewissenhaft ausgearbeitetes Risikomanagement hilft dabei, Lieferketten krisenfest zu gestalten und die Lieferfähigkeit zu sichern. Unternehmen sollten daher mögliche Risiken identifizieren und Notfallmaßnahmen bestimmen, sofern dies nicht bereits geschehen ist.

Fazit

Neue Technologien, der Fokus auf Nachhaltigkeit und eine Urbanisierung der Transportprozesse werden die Logistik 2022 nachhaltig prägen. Der Bedarf an Spezialisten wird durch Big Data, IoT und KI stark ansteigen. Aufgrund des Fachkräftemangels müssen Arbeitgeber nun ihre Attraktivität unter Beweis stellen. Welche Rolle die Robotik oder das autonome Fahren in Zukunft dabei spielen könnten, wird sich zeigen. Auch das Thema Lieferkettensicherheit spielt eine zentrale Rolle – Transparenz und ein Supply-Chain-Risikomanagement sind dabei essenziell. Hier kann der Einsatz neuer Technologien von Vorteil sein. So können Optimierungspotenziale gehoben und letztendlich der Fortbestand der Lieferkette gesichert werden. An dieser Stelle setzt das Smart-Logistics-System des Freight-Tech-Unternehmens Timocom an und unterstützt Anwender dabei, Transportprozesse schnell und effizient abzuwickeln. (ys)

www.timocom.de


Bild: Timocom

Marie-Luise Neas,

Marketing Communications Manager, Timocom GmbH

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