Industrie 4.0

Wearables rücken den Menschen ins Zentrum

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Ein Weg, den Menschen in Automatisierungsprozesse einzubinden, sind Industrie-Wearables. Die kleinen, vernetzten Computer werden am Körper getragen und unterstützen den Träger im Alltag und bei der Arbeit. Zu ihren Vorteilen zählen unter anderem ihr Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter, die Ergonomie und die Arbeits- und Prozesssicherheit.

Technologische Neuerungen lösen oft Verunsicherung aus – die aktuelle Diskussion rund um das Thema Automatisierung zeigt das anschaulich. Dabei gehen viele Experten davon aus, dass es auf absehbare Zeit keine gänzlich automatisierten Fabriken geben wird. Viele Bereiche können schon allein deshalb nicht automatisiert werden, weil zahlreiche Produktzyklen zu kurz sind oder es zu viele Produktvarianten gibt.

Derlei Debatten zeigen aber vor allem eines: Sie vernachlässigen den Menschen. Kein Wunder also, dass allerorten keine Begeisterung aufkommen will, wenn es um neue Technologien geht. Zurückhaltung – wenn nicht gar offenen Widerstand – prägen stattdessen vielfach das Bild. So bleiben häufig Innovationspotenziale auf der Strecke, bevor sie überhaupt zur Entfaltung kommen können.

Es stellt sich die Frage, wie man diesem Problem entgegenwirken kann. Dabei geht es darum, die Rolle des Menschen zu stärken, ihn abzuholen und einzubinden. Ein Weg dahin kann zum Beispiel über smarte Wearables führen. Im industriellen Umfeld könnten sie zum nächsten Trend werden.

Denn anders als im Konsumentenumfeld, wo Wearables bislang nicht über eine Statistenrolle hinauskommen, bringen sie in der Industrie echte Mehrwerte, die sich noch dazu schnell auszahlen. Eine Grundvoraussetzung dazu bildet jedoch das Design. Industrie-Wearables können nur dann erfolgreich sein, wenn sie nicht klobig wirken oder umständlich zu bedienen sind. Sie müssen sich nicht nur nahtlos in das Arbeitsumfeld, sondern auch an den Menschen anpassen.

Wie das gelingen kann, zeigt der intelligente Handschuhscanner von ProGlove. Der kann überall dort zum Einsatz kommen, wo Barcodes in hoher Frequenz gescannt werden, etwa um Aufträge zu bestätigen oder um Prozessschritte zu dokumentieren.

Das Wearable ist dabei eine natürliche Erweiterung des menschlichen Körpers. Ein Werkzeug, das den Mitarbeiter mit dem Internet der Dinge verbindet, ohne sich aufgesetzt oder gekünstelt anzufühlen. Der Werker scannt und behält dabei die Hände frei. Er muss nicht nach seinem Pistolenscanner suchen, muss ihn nicht beiziehen oder hochheben.

Das alleine schlägt sich mit einer Zeitersparnis von bis zu vier Sekunden pro Scan nieder. Und die potenziert sich zu einem beträchtlichen Effizienzgewinn. Denn in vielen Einsatzszenarien müssen Mitarbeiter mehrere tausendmal pro Schicht scannen. Eben diese Mitarbeiter setzen den Glove gerne ein, weil sie selbst spüren, wie er ihnen die Arbeit erleichtert. Mit seinen 40 Gramm ist der Handschuhscanner ein Leichtgewicht. Dazu ein einfaches Zahlenbeispiel. Ein konventioneller Pistolenscanner wiegt mehrere hundert Gramm. Legt man eine Frequenz von 3000 Scans pro Schicht zugrunde, ergibt das leicht eine Ersparnis von 1,5 Tonnen pro Schicht. Das ist nicht nur eine Zahlenfrage, sondern eben auch eine Frage der Ergonomie, wenn nicht gar eine Gesundheitsfrage. Denn Mitarbeiter in derartigen Hochfrequenzbereichen klagen aufgrund der einseitigen Belastungen durchaus über Reizungen und fallen dementsprechend auch mehrere Tage pro Jahr aus. Genau das muss aber nicht der Fall sein.

Aber nicht nur deswegen können smarte Wearables auf Seiten der Belegschaft für einen gehörigen Motivationsschub sorgen. Der Werker selbst merkt zügig, dass ihn ein System wie ProGlove wesentlich unterstützt. Seine Arbeit geht ihm buchstäblich leichter von der Hand. Er wird effizienter und macht weniger Fehler. Denn der Handschuh kann dem Mitarbeiter ein unmittelbares Feedback geben, ihn auf Fehler hinweisen oder auch priorisierte Sendungen identifizieren, ohne dass er einen langwierigen Listenabgleich machen muss.

Der größte Vorteil des intelligenten Handschuhs besteht jedoch darin, dass der Mitarbeiter immer die Hände frei hat. Das ist natürlich zum einen ein wesentlicher Komfortfaktor, zum anderen aber auch ein sicherheitsrelevanter Aspekt. Etwa dann, wenn Mitarbeiter einen Stapler fahren und dabei scannen müssen. Oder wenn sie in einem Hochregallager Artikel entnehmen müssen. Die Hände bleiben beim Scannen frei und der Mitarbeiter kann sich mit seiner vollen Aufmerksamkeit seiner Tätigkeit widmen. Er wird nicht abgelenkt und ist damit nicht in seiner Sicherheit beeinträchtigt.

Der Anspruch von solchen Wearables ist es, die Automatisierung für die Mitarbeiter erfahrbar zu machen, und zwar auf eine Art und Weise, die nicht als Bedrohung, sondern als Hilfestellung und Unterstützung wahrgenommen wird.


Axel Schmidt, Senior Communications Manager bei ProGlove

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