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3D-Druck kann Lieferengpässe überbrücken

Vorteile additiver Fertigung gerade auch in Krisenzeiten
3D-Druck kann Lieferengpässe überbrücken

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Ob als Folge der Corona-Pandemie oder der Havarie im Suez-Kanal: Derzeit werden in globalem Maßstab Lieferketten unterbrochen. Die Folgen sind auch in Deutschland zu spüren. Ein wirksames Mittel gegen solche Lieferkettenunterbrechungen kann in manchen Bereichen der 3D-Druck sein. Eine repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom sieht einen Digitalisierungsschub in der deutschen Industrie.

„Die Corona-Pandemie muss genutzt werden, den digitalen Umbau der deutschen Industrie voranzutreiben“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Und die Industrie hat bereits reagiert: 61 Prozent der Unternehmen wollen als Corona-Folge langfristig die Digitalisierung vorantreiben. 62 Prozent sehen einen Innovationsschub für das eigene Unternehmen. So setzen 4 von 10 Industriebetrieben (44 Prozent) den 3D-Druck ein, fast ebenso viele planen oder diskutieren den Einsatz (42 Prozent). Nur 14 Prozent wollen erst einmal auf 3D-Druck verzichten.

43 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland (100 Mitarbeiter) sehen als wichtigsten Vorteil des 3D-Drucks eine größere Flexibilität in der Produktion. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie zur Digitalisierung der deutschen Industrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 551 Industrieunternehmen ab 100 Beschäftigten im Februar und März 2021 befragt wurden. Rund jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) sieht als größten Vorteil des 3D-Drucks die Herstellung individualisierter Produkte, jedes Fünfte (21 Prozent) eine Kostenersparnis und fast ebenso viele (19 Prozent) eine verringerte Vorratslagerung. Als weitere Vorteile gelten eine größere Freiheit beim Design und eine geringere Umweltbelastung (je 9 Prozent), weniger Montageschritte (7 Prozent) sowie verbesserte Produkteigenschaften (3 Prozent). Nur 5 Prozent aller größeren Industrieunternehmen sehen im 3D-Druck für ihr Unternehmen überhaupt keine Vorteile.

„Die deutsche Industrie hat das enorme Potenzial von 3D-Druck erkannt. Die additive Fertigung sorgt für deutlich mehr Flexibilität und Unabhängigkeit, was sich gerade auch in Krisenzeiten als Vorteil erweisen kann“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder anlässlich der am 12. April beginnenden Hannover Messe.

4 von 10 Industrieunternehmen nutzen bereits 3D-Druck

Aktuell nutzen 44 Prozent der Industrieunternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten 3D-Druck, weitere 20 Prozent planen den Einsatz. Ebenso viele diskutieren noch darüber, haben aber noch keine Entscheidung getroffen. Und nur für 14 Prozent ist 3D-Druck derzeit überhaupt kein Thema. Die Industriebetriebe, die bereits 3D-Druck einsetzen, stellen damit vor allem Muster oder Gießformen (57 Prozent), Ersatzteile (48 Prozent) oder visuelle Modelle (33 Prozent) her. Jeweils rund jedes Fünfte produziert auf diese Weise Montagevorrichtungen (22 Prozent) oder Sonderanfertigungen (18 Prozent). 14 Prozent erstellen mit 3D-Druck funktionale Test-Modelle, nur 2 Prozent stellten damit Produktserien her, die individualisierte Massenfertigung spielt derzeit noch keine Rolle. (sas)

Weitere Ergebnisse zum Stand der Digitalisierung deutscher Unternehmen hat Bitkom hier veröffentlicht: www.bitkom.org/Digitalisierungsschub

Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrageder Bitkom Research. Dabei wurden 551 Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern in Deutschland im Februar und März 2021 telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Inwieweit setzt Ihr Unternehmen bereits 3D-Druck ein bzw. plant oder diskutiert 3D-Druck zukünftig zu nutzen?“, „Was sind aus Sicht Ihres Unternehmens die wichtigsten Vorteile von 3D-Druck? Bitte nennen Sie maximal zwei Aspekte“ und „Wofür wird 3D-Druck bereits konkret in Ihrem Unternehmen eingesetzt?“

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