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Automobileinkauf ändert Sourcing-Strategien vehement

3. BME/VDA-Einkäufertag
Automobileinkauf ändert Sourcing-Strategien vehement

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Einkäufer am Porsche-Stand auf dem 2. BME/VDA Einkäufertag 2019 in Frankfurt. Die Neuauflage fand in diesem Jahr digital statt, erfreulicherweise erneut mit starkem Teilnehmerinteresse. Bild: Doris Hülsbömer/BME
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Das Dreigestirn Digitalisierung, Corona-Krise und Innovationsdruck führt zu großen Änderungen in den Beschaffungsabteilungen. Experten schilderten auf dem 3. BME/VDA Einkäufertag, welche neuen Tools, Herausforderungen und Verfahren auf dem Weg sind.

Die Entwicklungen in der Automobilbranche werden sich deutlich beschleunigen. Daran ist der Einkauf durch seine Vernetzung im Unternehmen federführend beteiligt. Nicht nur die Corona-Krise, auch die Anforderungen der Klimakrise, verändern die gesamte Branche. „Die Herausforderungen sind historisch beispiellos“, sagte Jürgen Damasky, technischer Geschäftsführer des VDA.

Und die Krise sei noch lange nicht ausgestanden. „Doch eine Krise ist immer auch eine Chance“, unterstrich Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des BME, in seiner Begrüßung des Einkäufertages, der erstmals digital durchgeführt wurde. Denn schließlich, so Damasky, bedeute die Transformation eine große Chance, die Innovationskraft der Automobilindustrie zu beweisen.

2018 sind die Verbände BME und VDA eine Partnerschaft eingegangen, um Einkäufern in der Automobilindustrie aktuelle Informationen zu bieten und branchenbezogene Inhalte zu vermitteln. Nach der Absage der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge hatten sich beide Verbände dazu entschlossen, den Einkäufertag digital umzusetzen.

In Unternehmen aller Größen und Branchen sind die Zusammenarbeit mit den Lieferanten und das Risikomanagement verstärkt in den Vordergrund gerückt. Prof. Moritz Peter, der den Einkäufertag moderierte, stellte eingangs in einer interaktiven Umfrage der Teilnehmer fest, dass die Bedeutung des Lieferketten-Risikomanagements signifikant zugenommen habe.

Gerade im B2B-Bereich sind Ausfälle jedoch nicht tolerabel, so der Tenor in dem Vortrag von Andrea Fuder. Sie ist CPO der Volvo Group. Das Portfolio umfasst Motoren, LKW oder Baumaschinen: „Das muss funktionieren“, sagte Fuder. Bereits 2019 habe man mit verschiedenen Szenarien und darunter auch mit Abschwungssimulationen, gearbeitet, was in der jetzigen Krise extrem geholfen hätte.

Zu oft sind nach Ansicht von Prof. Wolfgang Schulz, Zeppelin Universität Friedrichshafen, die Unternehmen in ihren Risikenszenarien noch auf die Tier-1-Ebene fokussiert. Dies seien laut einer aktuellen Befragung immerhin sechs von zehn Unternehmen, dabei wäre eine Voraussicht bis Tier 3 wichtig, um Störungen zu antizipieren.

Dass die dabei anfallenden gigantischen Datenmengen bereits passgenau ausgewertet werden könnten, erklärte Heiko Schwarz, Gründer und Geschäftsführer von Riskmethods. „Vor einem Risikoeintritt lassen sich Muster erkennen, die ein präventives Risikomanagement ermöglichen.“

Weitere Infos:

mirjam.zeller@bme.de

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