Kooperationsprojekt: Blockchain-Lösung für Datenaustausch

Kooperationsprojekt

Blockchain-Lösung für Datenaustausch

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Bild: Piel
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Der technische Großhändler Piel und das Fraunhofer IML entwickeln im Rahmen eines zwölfmonatigen Kooperationsprojekts eine Blockchain-basierte Lösung für den unternehmensübergreifenden elektronischen Datenaustausch.

Der Einsatz von Blockchain bietet durch reduzierte Schnittstellenkosten enorme Einsparpotenziale. Das Projekt von Piel und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik hat folgendes Ziel: Unter realistischen Bedingungen eine kosteneffiziente und sichere Lösung entwickeln und testen, um digitale Schnittstellen zu harmonisieren. Bei Erfolg entstehen zahlreiche Ausroll- und Anschlussmöglichkeiten für den mittelständischen Handel.
Das Fraunhofer IML bietet eine gute Testumgebung. Das haben bestehende Referenzprojekte gezeigt. Die Kooperation mit Piel ist die erste mit einem KMU in Sachen Blockchain.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt als Teil der Fördermaßnahme „Industrie 4.0 – Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0“.

Warum Blockchain?

Für einen sicheren Datenaustausch unter KMU fehlt oft die nötige Infrastruktur oder sie ist schlicht zu teuer. Es gibt kaum branchenübergreifende Lösungen. Teilweise sind die Systeme einzelner Unternehmen nicht kompatibel. Das hindert häufig, effektiv an der Digitalisierung teilzunehmen. Eine mögliche Lösung ist Blockchain − kostengünstig, individuell anpassbar und sicher.
Piel sieht in der Technologie die Chance, die eigene Digitalisierung voranzutreiben und so die digitalisierte Nachbestellung von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien zu ermöglichen. Das wünschen sich Kunden schon lange. Die automatisierten Transaktionen beschleunigen den Ablauf. Um Unternehmen bei der Einführung der Technologie zu unterstützen, kombiniert das Fraunhofer IML mehrere Maßnahmen: Es identifiziert sinnvolle Use-Cases für die Entwicklung von Smart Contracts, analysiert die Machbarkeit und bewertet die Kosten-Nutzen-Relation. IML wird auch einige Pilotprojekte für Blockchain-basierte Geschäftsprozesse durchführen.

Wir haben mit Mario Ernst, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Piel über das Projekt gesprochen.

Beschaffung aktuell: Warum sehen Sie in Blockchain die Chance, die Digitalisierung voranzutreiben?
Mario Ernst: Vertrauen ist die Basis einer jeden Geschäftsbeziehung. Das persönliche Vertrauen der handelnden Personen zueinander spielt eine große Rolle. Darüber hinaus werden im täglichen Wirtschaftsleben häufig „Schiedsrichter“ wie Banken, Versicherungen etc. benötigt, um für die sichere Abwicklung der Prozesse zu sorgen. In der Blockchain sehen wir das große Potenzial, diese Schiedsrichterfunktion zu digitalisieren und somit die Prozesse stark abzukürzen.

Beschaffung aktuell: Was sind die ersten Schritte im Projekt?
Ernst: Gemeinsam mit unserem Projektpartner, dem Fraunhofer IML, ist der erste Schritt eine umfassende Ist-Aufnahme der Schnittstellenprozesse. Momentan wird der Soll-Prozess modelliert, um dann in die technologische Umsetzung einzusteigen.

Beschaffung aktuell: Welche Ergebnisse erhoffen Sie sich für Ihr Unternehmen?
Ernst: Durch Blockchain können wir digitale Schnittstellen in der Lieferkette harmonisieren. Das ist für uns als Technischer Großhandel, Vollsortimenter, und C-Teile-Partner der von Werkzeug über Schutzausrüstung bis hin zu Antriebstechnik ein breites Produktportfolio abdeckt, selbst ein wichtiges Handlungsfeld. Wir erhoffen uns dadurch auch, unseren Kunden bei Piel die vollständig digitalisierte Nachbestellung von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien zu ermöglichen. (lc)


Das Unternehmen

Piel Die Technische Großhandlung

Piel ist als inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen mit über 120 Mitarbeiter an 5 Standorten Ansprechpartner in allen Fragen des Technischen Handels. Mit über 730.000 Artikeln weltweit führender Hersteller ist das Unternehmen klassischer Vollsortimenter und C-Teile-Partner. Fachberatung, Produktlösungen und Dienstleistung – Piel bietet seit 1918 alles aus einer Hand.
Das ganzheitliche C-Teile-Management optimiert den Beschaffungsaufwand und senkt Prozesskosten. Dabei bietet Piel den Mehrwert eines technischen Händlers mit intralogistischen Lösungen verbunden mit der eigenen Multilieferanten-1-Kreditor-eProcurement-Manufaktur und neutraler Prozessberatung aus der über 20jährigen Erfahrung in diesem Bereich.

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