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Corona-Studie unter Einkäufern

BME-Umfrage
Corona-Studie unter Einkäufern

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Bei der Hälfte der befragten Einkäufer hat die aktuelle Situation schon zu Veränderungen geführt. Bild: Denys/stock.adobe.com
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In der vergangenen Woche hat der BME seine Fachgruppen-Mitglieder nach den Auswirkungen der Krise in einer Corona-Studie gefragt. Die Krise erreicht immer mehr Unternehmen. Stand 30. März bezeichneten 50 Prozent der befragten Unternehmen aus KMUs und Konzernen die Auswirkungen der Krise als „nicht spürbar oder leicht“, während 27 Prozent „spürbare Auswirkungen“ und 23 Prozent „starke bis kritische Auswirkungen“ meldeten.

„Hot Spots“ in Italien und Spanien, IT-Ware schwer zu bekommen

Blickt man auf die „Hot Spots“ der Lieferketten, so fällt Italien ins Auge, das über 35 Prozent der Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Ebenfalls im Fokus steht Spanien. Mit Blick auf China ergibt sich ein nicht einheitliches Bild. Während ein Teil der Befragten keine Herausforderungen in den Lieferketten verzeichnen mussten, stehen Unternehmen etwa im Bereich von IT-Ware und Produktionsmaterialien vor Schwierigkeiten. Ein nicht unerheblicher Teil der Unternehmen spürt allerdings eine Verbesserung der Situation.

Ein eher überraschendes Ergebnis der Umfrage: Mit knapp 70 Prozent sind Lieferverzögerungen das größte Problem und damit deutlich vor dem Lieferausfall, der mit knapp zehn Prozent deutlich dahinter rangiert. Die Unsicherheit ist aber ein großes Thema. Ganz konkret ist es die Frage der Verlässlichkeit von Planung im Bereich von Lieferterminzusagen oder Auftragsbestätigungen.

Die Krise bereitet neue Herausforderungen. So geht die operative Lösung einher mit der neuen Arbeitsorganisation durch dezentrales Arbeiten. Zudem ist auch die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Hygieneartikeln für die Belegschaft ein großes Problem.

In der Corona-Studie kamen weitere Entwicklungen zutage. So wurde darauf hingewiesen, dass aktuell die Luftfrachtpreise aus China extrem steigen und natürlich die Bevorzugung von Hygieneartikeln die Kapazitäten verknappt.

Corona-Studie zeigt: reagieren anstatt agieren

Die Frage nach der Zukunft ist zum aktuellen Zeitpunkt schwer zu beantworten. „Wir können aktuell nur reagieren, nicht agieren“, so die Einkäufer. Aber erste Trends zeichnen sich ab. Einzelne Unternehmen bauen Lagerbestände auf oder rücken vereinzelt von Just in time ab. (sd)

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