Startup für den Einkauf: Kreatize GmbH - Der technische Einkauf wird durch digitale Lösungen vereinfacht - Beschaffung aktuell

Startup für den Einkauf: Kreatize GmbH

Der technische Einkauf wird durch digitale Lösungen vereinfacht

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Die Geschichte des Startups Kreatize beginnt mit einer langen Familientradition. Schon der Großvater und der Urgroßvater von Simon Tüchelmann, Gründer und CEO der Kreatize GmbH, waren in der Fertigungsindustrie zuhause. Bild: Kreatize
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Der Einkauf sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, schnell einen passenden Produzenten für die gewünschten Prototypen und Kleinserien zu finden – am besten unkompliziert. Die digitale Fertigungslösung von Kreatize zeigt, wie diese dem technischem Einkauf gelingen kann, und beweist, dass innovative Lösungen traditionellen Fertigungsbetrieben wieder zu mehr Marktnähe und Wettbewerbsfähigkeit verhelfen können.

Der Einkauf von technischen Bauteilen ist zeit- und kostenintensiv: Die Bestellung von Prototypen stellt sich in den meisten Fällen als ein sehr kosten- und zeitintensiver Prozess heraus. Denn es müssen potentielle Zulieferer gefunden und Angebote eingeholt werden, um Preise und Lieferzeiten vergleichen zu können. Erst danach kann sich der Einkäufer für ein Angebot entscheiden.

Immer wenn es um die Beschaffung von Ersatzteilen, Designänderung von Komponenten oder Produktentwicklungen geht, hat der technische Einkauf die Aufgabe die dafür benötigten Bauteile oder Prototypen zu bestellen, um diese zu testen. Ein Prototyp ist ein funktionsfähiges Modell eines geplanten Produktes oder Bauteils, das im Rahmen der frühen Produktentwicklungsphase hergestellt, erprobt und gegebenenfalls weiter optimiert wird. Der Prototyp wird benötigt, um Eigenschaften wie mechanische Festigkeit, Haptik oder das Zusammenspiel mehrerer Komponenten zu testen. Er dient häufig der Vorbereitung einer Serienfertigung und lässt verschiedene Erprobungen zu. Komplexe Maschinen oder Produkte bestehen aus vielen verschiedenen Komponenten, die verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen. Wird eine Komponente komplett neu entwickelt, beginnt die Entwicklung häufig mit einem Design-Prototypen, sonst beginnt die Entwicklung in der Regel mit einem Funktionsprototypen.

Viel zu häufig ist der gesamte Bestellprozess zwischen dem Einkäufer und dem Lieferanten kompliziert, intransparent und kaum standardisiert. Der Prozess ist von manuellen Aktivitäten getrieben und somit langsam und sehr fehleranfällig. Bei jeder weiteren Anfrage an einen Lieferanten bleibt unklar, ob und wann der Lieferant ein Angebot sendet und ob eine Fertigung zum gewünschten Lieferdatum überhaupt möglich ist. Der Bestellprozess und darauf aufbauend der Erprobungs- und Fertigungsprozess sind folglich schwierig zu planen.

Auch für die Zulieferer – häufig ebenfalls mittelständische Unternehmen – ist der Prozess erfolgskritisch, aber immer wieder mit unnötig hohen Kosten verbunden. Die Lieferanten müssen viele Ressourcen in die Bearbeitung der eingehenden Anfragen und die Angebotserstellung stecken und sind zu oft nicht annähernd ausgelastet. Diese Ineffizienz und Unsicherheit wirken sich negativ auf die Preise von Prototypen aus.

Der Bestellprozess von Prototypen und Kleinserien hat sich seit langer Zeit kaum verändert. Neuere Tools wie E-Mails, CAD- und CAM-Software oder Excel werden beim Bestellen von großen Serien erfolgreich eingesetzt, sind jedoch für die Beschaffung von Prototypen und Kleinserien nur begrenzt geeignet.

Aufgrund der Nutzung überholter Bestellprozesse werden immer mehr klein- und mittelständische Fertigungsunternehmen von globalen Playern, die digitale Lösungen nutzen, vom Markt verdrängt. Kreatize hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu verhindern und mithilfe neuester Technologie die Beschaffung von technischen Bauteilen drastisch zu vereinfachen. Da dies mittel- bis langfristig deutsche und europäische Fertigungsunternehmen stärkt, wird die Forschung vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Die Unterstützung der Forschung hat beim EFRE hohe Priorität, da Softwareinnovationen immer wichtiger werden für kleine- und mittelständische Unternehmen. Diese können dadurch die Vorteile digitaler Lösungen nutzen, ohne sie selbst entwickeln zu müssen.

Schnelle Auftragsbestätigung durch On-Demand Fertigung

Die On-Demand Fertigungsplattform von Kreatize ermöglicht es Einkäufern, eine Anfrage für ein Bauteil an einen zentralen Ansprechpartner zu stellen. Mit Hilfe eines intelligenten Verfahrens wird der passende Zulieferer aus dem Lieferanten-Netzwerk ermittelt und die Einkäufer erhalten innerhalb von 120 Minuten ein unverbindliches Angebot für die Fertigung des Bauteils: „Wir sind sehr angetan von dem ganzen Prinzip der Angebotserstellung. Das kannten wir so noch nicht und wir sind froh, nicht mehr etliche verschiedene Anfragen stellen zu müssen. Das erleichtert den Prozess ungemein.“ (Einkäufer eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens).

Die Vorteile für Einkäufer sind dabei vielfältig. Bestellkosten und -dauer können drastisch reduziert werden. Bis alle Angebote vorliegen vergehen bei der klassischen Bestellung zwei bis sieben Tage und mehrere Stunden Arbeitszeit. Liegen CAD-Dateien und technische Zeichnungen vor, sind es mit Kreatize 120 Minuten bis zu einem Angebot. Dadurch, dass Angebote schnell eingeholt werden können, sind die Einkäufer weitaus flexibler und können selbst kurzfristig komplexe Bauteile bestellen. Die Möglichkeit, relativ kurzfristig zu bestellen, sorgt auf mittlere Sicht für kürzere Entwicklungszyklen sowie geringeren Lagerbestand.

Kürzere Entwicklungszyklen durch schnellere Bestellprozesse sind künftig neben der CAE-basierten Produktentwicklung ein immer wichtigerer Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Diese Beschleunigung führt langfristig zu drastischen Effizienzsteigerungen im gesamten Unternehmen. Die digitale Lösung von Kreatize ermöglicht eine höhere Auslastung der Lieferanten, die sich positiv auf den Preis auswirkt.

Je größer das Kreatize-Netzwerk wird und je reibungsloser die Machbarkeitsprüfung und die Zuordnung funktioniert, desto geringer werden demnach die Preise für Prototypen und Kleinserien.

Das Erfolgsrezept von Kreatize

Die Geschichte von Kreatize beginnt mit einer langen Familientradition. Schon der Großvater und der Urgroßvater von Simon Tüchelmann, Gründer und CEO der Kreatize GmbH, waren in der Fertigungsindustrie zuhause und bauten eigene Unternehmen auf.

Simon gründete während des Studiums sein erstes E-Commerce Start-up in der Lebensmittelbranche. Nach dem erfolgreichen Verkauf kurz nach dem Ende seines Studiums, entschied Simon sich dafür, in das familiengeführte Unternehmen tsf tübinger stahlfeinguss, einen Stahlfeinguss-Fertigungsdienstleister für Prototypen und Kleinserien, einzusteigen. In den ereignisreichen drei Jahren als CEO von tsf stellte er im eigenen Unternehmen und durch den Austausch mit anderen Unternehmen fest, wo die Herausforderungen für Fertigungsunternehmen liegen.

Gemeinsam mit Daniel A. Garcia Rodriguez, Ingenieur in Informationstechnologie und Gründer mehrerer Start-Ups, hat er sich diesen Herausforderungen mit der Gründung von Kreatize gestellt. Die beiden bringen sowohl das industriespezifische Knowhow als auch die IT- und betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten mit, um diese Herausforderungen adäquat anzugehen. Seit der Gründung im Dezember 2015 ist das Team beträchtlich gewachsen.

Mittlerweile haben sich der Mission über 20 weitere Mitarbeiter angeschlossen – darunter viele Ingenieure. Diese kommen aus zehn verschiedenen Nationen von drei unterschiedlichen Kontinenten, doch haben alle einige Eigenschaften gemeinsam. Sie arbeiten begeistert an dem Ziel, die Fertigungsindustrie zu revolutionieren und den deutschen und europäischen Fertigungsunternehmen tatkräftig beim digitalen Wandel zur Seite zu stehen.

Kreatize vereint den jungen Gründerspirit und Tatendrang mit Ingenieurwissen und Fertigungs-Knowhow. Dadurch können sie Fertigungsunternehmen ausgezeichnet dabei unterstützen, Prototypen und Kleinserien digitaler und intelligenter zu bestellen.

Mehr Informationen zu Kreatize GmbH finden Sie unter www.kreatize.de oder auf dem Blog.


Sellamawe Woldemariam und Tamara Tüchelmann, beide: Kreatize GmbH, Berlin

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