Roland-Berger-Studie zu Beschaffungsplattformen

Drei Strategien für eine zukunftsweisende Beschaffung

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Die digitale Disruption verändert den Einkauf. So das Strategiepapier „The Platformization of Procurement“, das die Unternehmensberatung Roland Berger in Zusammenarbeit mit dem E-Commerce-Softwareenwickler Mirakl herausgegeben hat. In der Zukunft sei es wichtig, mithilfe von Strategien die Transformation hin zu Plattformen zu treiben, so die Empfehlung der Autoren.

Strategie 1: Generalisten-Plattform

Folgen Unternehmen der ersten Strategie, wählen sie eine Generalisten-Plattform. Über die Plattform können standardisierte Produkte der C-Teile-Kategorie eingekauft werden; dazu gehören Büromaterial, IT-Lösungen und Reinigungsprodukte. Vorteilhaft für Unternehmen ist hier, dass Maverick-Buying vermieden wird, weniger Zeit für die Beschaffung von C-Teilen verloren geht, ein größeres Angebot zur Verfügung steht und dieses oft zu besseren Preisen angeboten wird.

Strategie 2: Spezialisten-Plattform

Bei dieser Strategie suchen sich Unternehmen eine spezialisierte Plattform, die gewisse Warengruppen wie Reinigungsdienstleistungen oder Rohmaterialien bedient. Das macht für komplexere B-Teile Sinn, bei denen von den Plattformen mehr Expertenwissen gefragt ist. Vorteile dieser Strategie sind, dass die Plattformen spezielle Beschaffungsmethoden wie Joint Auctions oder Request for Quotations anbieten und dass sie oft in der Qualitätskontrolle der angebotenen Waren tätig sind.

Strategie 3: Eigene Plattform

Unternehmen, die der dritten Strategie folgen, gründen ihre eigene Plattform. Diese Strategie ist vor allem für große Unternehmen dienlich. Doch die Autoren warnen, dass der Markt an Plattformanbietern schon ausgereift ist und eine eigene Plattform deshalb in großer Konkurrenz steht. Zusätzlich braucht das Unternehmen genug Kapazitäten für die Entwicklung und Instandhaltung der Plattform. Die Strategie bringt aber auch Vorteile mit sich. Erstens kann die Plattform eine neue Einnahmequelle eröffnen, zweitens kann das Unternehmen so die Konditionen selbst bestimmen, und drittes kann eine eigene Plattform auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Die Autoren der Studie erklären, dass die drei Strategien in verschiedenen Konstellationen koexistieren werden. Es obliege den Einkaufsabteilungen, die für sie passende Kombination zu finden. (sd)

Lesen Sie eine Zusammenfassung der Studie hier: „The Platformization of Procurement“

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