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Hygiene der Kleidung gewinnt an Bedeutung

Berufsbekleidung
Hygiene der Kleidung gewinnt an Bedeutung

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Durch die aktuelle Situation wird die Frage nach der Hygiene von Berufskleidung immer wichtiger. Das und was sonst noch bei der Beschaffung beachtet werden sollte, zeigt dieser Artikel.

Das komplette Team arbeitsplatzgerecht und passend zum Budget auszustatten, ist für Betriebe immer eine Herausforderung, vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie. Denn nun rücken die Finanzierbarkeit sowie die hygienische Aufbereitung der Kleidungsstücke in den Fokus. Hier gilt es für Einkäufer bei der Anschaffung einmal mehr, die Organisation rund um das Thema Berufskleidung im Blick zu haben.

Liquidität wahren – Leasing anstatt Kauf

Zunächst die Anschaffung. „Die Einkäufer sollten auf eine gute Planung setzen, bei Bedarf externe Beratung in Anspruch nehmen“, rät Thomas Krause von der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. „Zu berücksichtigen sind Aspekte wie Einsatzorte der Mitarbeiter, dafür passende Kollektionen sowie vielfältige Artikel für das Team – das hier ein Mitspracherecht haben sollte. Dabei zählt auch ein breites Größenspektrum.

Weitere Themen sind die Veredelung mit Firmenlogo oder Emblem für den CI-gerechten Auftritt. Und auch die Wiederbeschaffung der Kleidung sowie flexible Einkleidung neuer oder saisonaler Mitarbeiter.“

Berufskleidung kann beim Kauf – schließlich benötigt jeder Mitarbeiter mehrere Garnituren – schnell das Budget sprengen. Und kostet darüber hinaus Zeit und Organisationsaufwand. Eine Alternative für viele Unternehmen ist die Zusammenarbeit mit textilen Mietdienstleistern. Sie beraten im Vorfeld und übernehmen die individuelle Ausstattung. „Ein breites Sortiment an moderner Workwear und normgerechter PSA sind von Vorteil, hier können wir Lösungen aus einer Hand bieten“, so Krause.

Vor allem in Bezug auf das Budget und die bleibende Liquidität sieht er im Mietservice für die Unternehmen klare Vorteile: „Anders als beim oft kostspieligen Kauf der Berufskleidung können die Betriebe beim textilen Leasing hohe Erstinvestitionen sparen. Sie mieten die Kleidung zu festgelegten, transparenten Leasingraten – und schonen ihr Eigenkapital.“ Aktuell für viele wichtiger denn je.

Hygienekonzept im Fokus

Die Finanzierbarkeit der Kleidung ist das eine. Durchdachte Hygienekonzepte das andere. Denn entscheidend für die Unternehmen ist auch die hygienische Aufbereitung aller eingesetzten Kleidungsstücke. Deshalb widmet sich ein Punkt im „SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard“ des Bundesministeriums für Arbeitsschutz und Soziales (BMAS) explizit der Arbeitskleidung und PSA.

Hier sieht das BMAS etwa in der ausschließlich personenbezogenen Nutzung ein besonders striktes Kriterium. So soll verhindert werden, dass das Virus von einer Person auf eine andere übertragen werden kann, falls die Berufskleidung von mehreren Personen getragen wird – ohne dass sie zwischendurch professionell gewaschen wurde. Wer hier die Berufskleidung statt in der heimischen Waschmaschine professionell pflegen lässt, gewinnt mehr Sicherheit. „Wir gewährleisten den Betrieben die hygienische Aufbereitung der eingesetzten Kleidung durch zertifizierte Waschprozesse“, erklärt Krause dazu. „Unsere Industriewaschmaschinen waschen nach validierten und protokollierten Verfahren, bei denen Waschrezepturen und -temperatur präzise eingehalten werden. Jede Berufskleidung wird so gemäß der jeweils geltenden Zertifikate und Vorgaben hygienisch aufbereitet.“

Wichtig ist dann die konsequente Trennung von getragener und frisch gewaschener Kleidung – auch das sollten die Entscheider in den Unternehmen im Blick haben. Hier sollte die räumliche Trennung der Kleidung ermöglicht werden. „Das lässt sich etwa durch Schranksysteme oder Abwurfsammler realisieren, die wir auf Wunsch bereitstellen“, so Krause. Laut dem Experten ist darauf zu achten, dass die Hygiene durch ein routiniertes Zusammenspiel von fachgerechtem Einsammeln der getragenen Kleidung, deren Abholung, hygienischer Aufbereitung sowie Anlieferung sichergestellt wird.

Auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit setzen

Bleibt letztendlich für die Einkäufer noch das Thema Nachhaltigkeit rund um die Berufskleidung. Das gewann zuletzt an Bedeutung und sollte auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht in Vergessenheit geraten. Dabei geht es nicht allein um nachhaltig produzierte Kleidung, sondern auch um den Umgang damit.

Hier sieht Thomas Krause für den Mietservice gute Argumente, da textile Mietdienstleister wie die DBL in nachhaltige und umweltfreundliche Prozesse investieren und mit schonenden Waschverfahren der Haushaltswäsche überlegen sind. Sei es hinsichtlich des Wasserverbrauchs oder auch bei dem ressourcensparenden Einsatz von Waschmitteln.

„Generell passen der Nachhaltigkeitsgedanke und das Mietkonzept gut zusammen“, meint der DBL-Experte. „Denn es gehört ja zu unserem Konzept, die Kleidung sorgfältig zu pflegen. Und sie bei Bedarf auch fachgerecht zu reparieren. Das macht sie zu einem wertigen Produkt, das langfristig eingesetzt wird.“ Auch darauf legen immer mehr Träger heute Wert.


Einkaufskriterien

Berufskleidung im Überblick

Auf diese Punkte sollten Einkäufer bei Anschaffung und Organisation der Berufskleidung achten:

Anschaffung

  • Gute Planung. Mit einer Bedarfsanalyse können Aspekte wie Farbspektrum, Logo, benötigte Mengen für die Mitarbeiter und favorisierte Kollektionsteile geklärt werden.
  • Mitarbeiter mit einbeziehen. Nicht am Team vorbei entscheiden! Persönliche Anprobe ist von Vorteil.
  • Größen beachten. Jeder Mensch ist unterschiedlich, entsprechend groß sollte auch das Spektrum an verfügbaren Kollektionsgrößen sein.
  • Nachkaufmöglichkeit sichern. Wird die Kleidung gekauft, sollte der Lieferant die Kollektionsteile mindestens fünf Jahre nachliefern können.
  • Budget im Blick. Kosten für Anschaffung, Pflege und Organisation müssen vertretbar sein. Soll die Kleidung käuflich erworben oder geleast werden?

Hygiene/Pflege

  • Hygienische Aufbereitung. Ist die hygienische Pflege gewährleistet? Wird die Berufskleidung in zertifizierten Waschprozessen aufbereitet?
  • Aufbereitung PSA. Wird genormte Schutzkleidung fachgerecht aufbereitet, sodass sie auch nach der Wäsche die nötige Schutzwirkung hat?
  • Regelmäßiger Austausch. Jedem Mitarbeiter sollte stets eine hygienisch aufbereitete Garnitur seiner Arbeitskleidung zum Wechsel zur Verfügung stehen.
  • Aufbewahrung der Arbeitskleidung/PSA. Wie wird die Trennung von getragener und frisch gepflegter Kleidung sichergestellt?

Nachhaltigkeit

  • Gibt es nachhaltig produzierte Kleidung im Sortiment des Herstellers, etwa Kleidung mit staatlich geprüften Siegeln?
  • Falls die Entscheidung auf das textile Leasing fällt – ist der Partner in der Region? Wie kurz sind die Wege?
  • Wird die Kleidung umweltschonend und ressourcensparend aufbereitet?
  • Kann die Kleidung fachgerecht repariert werden?

Silke Vogten, freie Journalistin aus Wesel

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