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Einkäufermanagerindex EMI im November 2020

Einkaufsmanagerindex Deutschland, Europa und China
Industrie erholt sich von der Corona-Pandemie

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Der Einkäufermanagerindex basiert auf einer monatlichen Datenerhebung, die in Form eines Fragebogens erfolgt, der von Einkaufsleitern bzw. Geschäftsführern von ca. 400 verschiedenen Firmen der verarbeitenden Industrie beantwortet wird. Für weitere Informationen zur Methodik oder allgemein zum Einkaufsmanagerindex kontaktieren Sie bitte:Thilo Münnich, IHS Markit. Bild: peshkova/stock.adobe.com
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„Wachstumsraten bei Produktion und Auftragseingang leicht abgeschwächt, Geringster Beschäftigungsrückgang seit Juni 2019, Einkaufspreisinflation auf 21-Monatshoch – Druck auf Lieferketten wächst“, so lauten die Schlagzeilen des BME zum aktuellen IHS Markit/BME Einkaufsmanagerindex für November. Auch der chinesische Markt scheint sich zu erholen.

Die Geschäfte im verarbeitenden Gewerbe florierten in Deutschland auch im November, wie die jüngsten Umfrageergebnisse zum Einkaufsmanagerindex zeigen. Allerdings verlor die Branche leicht an Schwung, da sowohl Produktion als auch Auftragseingang aufgrund der zweiten Corona-Welle und neuen Lockdowns im In- und Ausland etwas langsamer anstiegen.

Mit 57,8 Punkten notierte der saisonbereinigte IHS Markit/BME Einkaufsmanagerindex – eine gewichtete Summe der Messwerte für Neuaufträge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Vormateriallager – weiter fest in der Wachstumszone. Kleiner Wermutstropfen war der leichte Abfall vom 2,5-Jahreshoch im Oktober (58,2) und der damit erste Rückgang des EMI seit sieben Monaten.

Dass der EMI minimal nachgab, lag unter anderem am Index Auftragseingang, der nach dem Rekordhoch im Vormonat auf den niedrigsten Wert seit drei Monaten absackte – wenngleich dieser im historischen Vergleich immer noch stark ausfiel. Die Sektordaten belegen derweil, dass die Nachfrage nach Konsumgütern zurückging, was zumindest teilweise der erneuten Schließung des Freizeit- und Gastgewerbes zugeschrieben werden kann. Dagegen verbuchten die Hersteller von Vorleistungs und Investitionsgütern abermals ein dickes Plus bei den Neuaufträgen. Aber auch hier gab es vereinzelt Berichte, dass die neuerlichen Restriktionen bei einigen Kunden zu mehr Zurückhaltung führten.

Die Umfrageergebnisse signalisieren außerdem, dass die deutsche Industrie weiter von der anziehenden Nachfrage im Ausland profitiert.

Vor allem in Europa und Asien – insbesondere China – steigen die Verkaufszahlen. Das Wachstum schwächte sich zwar leicht auf ein 3-Monatstief ab, fiel aber dennoch kräftig aus.

IHS Markit Eurozone Manufacturing PMI

Der IHS Markit Eurozone Manufacturing PMIverzeichnet mit Ausnahme der Niederlande und Irlands in allen Ländern in der jüngsten Erhebungsperiode eine Abschwächung ihrer jeweiligen PMIs. Deutschland blieb das Land mit dem besten Ergebnis, gefolgt von den Niederlanden und Irland. Ein solides Wachstum wurde in Österreich und Italien verzeichnet, während Spanien und Frankreich marginale Rückgänge verzeichneten. Griechenland blieb auch im November bei weitem das Land mit der schlechtesten Leistung und schrumpfte mit einer steilen und beschleunigten Rate. Im fünften Monat in Folge wurde europaweit ein Anstieg der Produktion des verarbeitenden Gewerbes verzeichnet, obwohl das Wachstum nach dem zweieinhalbjährigen Höchststand im Oktober nachließ und das niedrigste seit Juli war. Ein ähnlicher Trend war bei den Auftragseingängen zu beobachten, wo das Wachstum in der aktuellen Fünfmonatsfolge auf den schwächsten Stand inmitten einer Verlangsamung der Zuwächse auf den Binnen- und Außenmärkten nachließ.

Einkaufsmanagerindex in China

Auch der Einkaufsmanagerindex (EMI) der chinesischen Fertigungsindustrie liegt seit neun Monaten über der Referenzlinie von 50 Punkten.

Statistiken des Untersuchungszentrums für die Dienstleistungsbranche des chinesischen Staatlichen Statistikamts sowie des Chinesischen Verbands für Logistik und Einkauf vom Montag zufolge lag der EMI der chinesischen Fertigungsindustrie im November bei 52,1 Punkten und ist damit um 0,7 Punkte im Vergleich zum Vormonat gewachsen. Das Wachstum der Fertigungsindustrie erholt sich demnach schnell.

Der EMI von großen Unternehmen lag bei 53 Punkten und ist damit um 0,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Der EMI von mittelgroßen Unternehmen lag bei 52 Punkten, ein Wachstum von 1,4 Punkte im Vergleich zum Vormonat, während der EMI kleiner Unternehmen ein Wachstum von 0,7 auf 50,1 Punkte verzeichnen konnte.

„2020 insgesamt dürfte die chinesische Wirtschaft um etwa zwei Prozent zulegen, was das schwächste Wachstum seit mehr als drei Jahrzehnten wäre. In großen Industriestaaten wie den USA, Deutschland oder Großbritannien dürfte das Bruttoinlandsprodukt dagegen merklich fallen“, prognostizierte das Handelsblatt in seiner Meldung vom 30.11.2020.

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