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Magna Steyr Fahrzeugtechnik gewinnt BMÖ-Preis

Austrian Supply Excellence & Digital Procurement Award 2021
Magna Steyr Fahrzeugtechnik gewinnt BMÖ-Preis

Magna Steyr Fahrzeugtechnik gewinnt BMÖ-Preis für herausragende Leistung zur digitalen Optimierung der Versorgungskette.Von links: Prof. Dr. Helmut Zsifkovits (BMÖ-Präsident), Dr. Hannes Krasser (Leitungssoftware Engineering), Stefan Schröcker (Leitung Technologiemanagement Logistik), Dr. Gerhard Grill-Kiefer (Leitung Total Cost of Ownership Projekte), Gerhard Hammerschmid (Director SCM), Heinz Pechek (geschäftsführender Vorstand des BMÖ) Bildquelle: BMÖ/Marko Kovic 2021
Magna Steyr Fahrzeugtechnik gewinnt BMÖ-Preis für herausragende Leistung zur digitalen Optimierung der Versorgungskette.Von links: Prof. Dr. Helmut Zsifkovits (BMÖ-Präsident), Dr. Hannes Krasser (Leitungssoftware Engineering), Stefan Schröcker (Leitung Technologiemanagement Logistik), Dr. Gerhard Grill-Kiefer (Leitung Total Cost of Ownership Projekte), Gerhard Hammerschmid (Director SCM), Heinz Pechek (geschäftsführender Vorstand des BMÖ) Bildquelle: BMÖ/Marko Kovic 2021
Der BMÖ – Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich hat am Abend des 07. Oktober 2021 die Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & CO KG, Graz, mit dem „Austrian Supply Excellence & Digital Procurement Award“ für herausragende Leistung zur digitalen Optimierung der Versorgungskette ausgezeichnet.

Die Überreichung des Preises fand während des Österreichischen Einkaufsforums im Haus der Industrie in Wien statt, wo sich noch bis 8. Oktober Experten aus dem DACH-Raum über beispielgebende Maßnahmen in Sachen Krise, Abhängigkeiten, Versorgungsprobleme, Preise, Digitalisierung und Chancen austauschen. Der BMÖ vergibt den ASEA – „Austrian Supply Excellence Award 2021“ bereits zum 19. Mal. Dieser honoriert herausragende Lösungen in Einkauf und Supply Chain Management entlang der Lieferkette. Der Fokus der Einreichungen liegt zunehmend auf Digitalisierung. Die Jury bewertet vor allem Innovationsgrad (Innovatorenrolle, Breitenwirkung), Durchführung (Projektmanagement, Teambildung, Rolle des Top-Managements etc.) und Kosten-Nutzen-Aspekte.

Gewinner und Konzept

Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & CO KG (Graz): „Supply Chain Analytics – Digitale Gesamtkostenoptimierung der Versorgungkette“

Die Ziele einzelner Fachbereiche stehen im Supply Chain Management teilweise in Konkurrenz zueinander. Um ein gemeinsames Optimum zu schaffen, galt es eine Gesamtkostenbetrachtung zu entwickeln und abzustimmen. Ergebnis: Die erarbeitete Berechnungslogik beruht auf einer ganzheitlichen Darstellung des Versorgungsprozesses, beginnend mit der Bestellung bis hin zur Bereitstellung des Materials für die anschließende Versorgung der Produktion. Für die Optimierung der Gesamtkosten kommt eine detaillierte Prozesskostenrechnung zur Anwendung – mit Fokus auf allen Teilen eines Lieferwerks (Teilebündel) und gemeinsamer Anlieferfrequenz als zu optimierende Größe. Je Teileposition werden mehr als 100 Datenattribute genutzt, um zu aussagekräftigen bzw. belastbaren Ergebnissen zu gelangen. Aktuell sind rund 1000 Lieferwerke mit mehr als 12.000 Teilepositionen im Modell abgebildet. Mit dieser Applikation wird der gesamte Versorgungsprozess mit wechselseitigen Abhängigkeiten dargestellt. Auf Basis der ermittelten Kostenpotenziale wurden bereits Optimierungen im Versorgungsprozess vorgenommen. Mit den bisher erzielten Kostenreduktionen leistet die Applikation einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und zur Standortsicherung von Magna in Graz.

„Supply Chain Analytics – Digitale Gesamtkostenoptimierung der Versorgungskette“ ist ein Projekt im Rahmen der Initiative Smart Factory zur Optimierung der Supply Chain von Magna in Zusammenarbeit mit dem Know-Center Graz.

Bewertung:
„Die Einreichung belegt den hohen Reifegrad und den signifikanten Wertbeitrag des Supply Chain Managements und des Einkaufs für das Unternehmensergebnis – das gilt für die technologische Anwendung, aber auch für das Zusammenspiel der Experten in den eingebundenen Fachabteilungen“, betonte Heinz Pechek (Geschäftsführendes BMÖ-Vorstandsmitglied) in seinen Eingangsworten zur Award-Verleihung. Der Jury gehören neben Pechek weitere Mitglieder des BMÖ-Vorstands sowie Vertreter aus Universitäten und Unternehmen aus dem DACH-Raum an.

Weitere Ehrungen

Am 07. Oktober wurden zugleich Anerkennungspreise 2020 („Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2020“) übergeben. Das BMÖ-EinkaufsForum 2020 fand aufgrund der Pandemie nicht statt. Nachträglich ausgezeichnet wurden jetzt:

Borealis AG (Wien): Lösung „Visual Analytics Platform“; für verbesserte Transparenz zur Lieferantenbewertung und -evaluierung;

Vinzenz Gruppe Service GmbH / Salesianer Miettex GmbH (Wien/Enns): Lösung „Optimierung der OP-Versorgungslogistik & OP-Dokumentation am Beispiel Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried“; für eine durchgängige teilautomatisierte Versorgungskette mit medizinischen Verbrauchsmaterialien mit guter Dokumentation;

Stefan Vaterl (Wissenschaft) für die Masterthesis „Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie im Supply Chain Management“;

Dr. Christian Haring: Der ehemalige Director Global Supply Chain Management bei der AVL List GmbH wurde vom Vorstand des BMÖ bereits im Juni 2021 zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit ernannt. Der Verband würdigt die besonderen Verdienste, die sich der international anerkannte Experte auch in seiner 12-jährigen Amtszeit als Präsident des BMÖ erworben hat.

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