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Wie sich das Arbeiten durch Wearables verändert

Tag der Arbeit
Wie sich das Arbeiten durch Wearables verändert

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Bild: ProGlove
Der Tag der Arbeit brachte 1886 die Achtstundenwoche. Doch wie wird sich die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Zukunft gestalten? Wearables, sagt Axel Schmidt von ProGlove, einem Hersteller von Barcode-Scanner-Handschuhen, werden dabei helfen, den Datenfluss zu garantieren.

Der Tag der Arbeit geht auf das Jahr 1886 zurück. In den USA begann damals am 1. Mai ein mehrtägiger Streik mit dem Ziel, den Achtstundentag durchzusetzen, der bis heute in den meisten Unternehmen gilt.

Doch die Arbeit verändert sich – insbesondere in der Industrie. Häufig wird Digitalisierung mit Robotik und künstlicher Intelligenz gleichgesetzt und die Bedenken bei den Mitarbeitern sind groß, zukünftig keine Rolle mehr in den Produktionsprozessen zu spielen. Doch auch zukünftig wird der Mensch eine wichtige Aufgabe in der Industrie übernehmen. Ziel ist es, die Produktionsumgebung so zu planen, dass Mitarbeiter und Maschine sich nahtlos in die Prozesse eingliedern, miteinander arbeiten und kommunizieren können.

Wearables helfen Menschen Daten zu verfolgen

Damit die Mitarbeiter in die digitalisierte Produktion eingebunden werden und dezentrale Daten- und Informationsansätze verfolgen können, brauchen sie technische Hilfsmittel, zum Beispiel in Form von Wearables. Dazu gehören nach heutigem Stand Smart Glasses, tragbare Audiosysteme oder auch smarte Barcodescanner in Form eines Handschuhs. Dies ist insbesondere im Zusammenspiel von Mensch, Maschine und automatisierten Prozessabschnitten von Bedeutung. Aktuell werden Daten häufig noch über stationäre Terminals eingegeben und übertragen. Das ist fehleranfällig unterbricht den Prozess und kostet Zeit. Zudem werden die Daten nicht in Echtzeit erfasst, was dazu führen kann, dass Handlungsempfehlungen und Schutzmechanismen zu spät greifen.

Akzeptanz von Wearables bei den Mitarbeitern

Es ist von großer Bedeutung, dass die Mitarbeiter den Nutzen der Wearables verstehen und diese in ihren Arbeitsalltag integrieren. Eines der wichtigsten Kriterien für die Akzeptanz der smarten Systeme ist die Ergonomie. Wearables sollten einen fassbaren Mehrwert bieten. Zum Beispiel in Sachen Gewicht oder Bewegungsfreiheit. Idealerweise fallen sie dem Mitarbeiter während der Arbeitsabläufe nicht auf, sondern integrieren sich natürlich. Im industriellen Umfeld sollten die Wearables über die entsprechende Robustheit verfügen, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen. Darüber hinaus sollten Anwender bei der Auswahl darauf achten, dass sich die Systeme, einfach installieren und in Betrieb nehmen lassen. Eine einfache Lösung bieten Systeme, die einem Plug-and-Play-Ansatz folgen.

Smart Glasses: Zusätzliche Informationen und Erkennung von Gegenständen

Datenbrillen sind in der Produktion und Logistik vielseitig einsetzbar. Smart Glasses dienen dazu, die Mitarbeiter über die Brille mit Informationen zu unterstützen, zu führen und die Qualität zu überprüfen. Dazu zählen unter anderem Lagerort der Teile, Mengen- oder Preisangaben. So ist es beispielsweise möglich, dass die Brille erkennt, welche Teile fehlen oder knapp werden und direkt den Bestellprozess auslösen kann. Durch Augmented Reality (AR) werden dem Mitarbeiter computergenerierte Zusatzinformationen oder virtuelle Objekte zur Verfügung gestellt. So können sich Monteure den nächsten Arbeitsschritt direkt in das Sichtfeld einblenden lassen oder zusätzliche Informationen als Hilfestellung abrufen.

Audiosysteme: Interaktives Headset für eindeutige Arbeitsanweisungen und Kommunikation

Ein weiteres hilfreiches Wearable sind interaktive „Pick by Voice“ Audiosysteme, die vorwiegend bei der Kommissionierung zum Einsatz kommen. Über ein Headset erhält der Mitarbeiter dabei eindeutige Arbeitsanweisungen und kann über das integrierte Mikrofon antworten oder zusätzliche Informationen anfragen. So können mehrere Aufträge in nur einem Arbeitsgang bearbeitet werden. Allerdings sollte die Einsatzfähigkeit im Vorfeld getestet werden. Nicht alle Audiosysteme sind für eine hohe Pick-Dichte geeignet, da sie zu viele Informationen streuen und dadurch dem Mitarbeiter zusätzlich Konzentration während der Ausführung der Tätigkeit abverlangen.

Smarte Barcodescanner: Ergonomisches Arbeiten und Zusatzinformationen auf der Hand

In der Industrie ist die Datenerfassung über Barcodes weit verbreitet. Sie ist schnell, sicher und es können beliebig viele Informationen in dem Barcode hinterlegt werden. Konventionelle Pistolenscanner bringen neben unnötigen Greifzeiten oft auch ergonomische Probleme mit sich. Das Unternehmen ProGlove integriert den Barcodescanner direkt in den Arbeitshandschuh. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Gerät fügt sich auf natürliche Weise in die menschlichen Bewegungen sowie den Arbeitsablauf ein und wiegt mit einem Gewicht von 40 Gramm oft nur ein Fünftel dessen, was gewöhnliche Scanner auf die Waage bringen. Die Version mit Display liefert zusätzliche Informationen wie Lagerort, Ankunft von Lieferungen oder Sicherheitswarnungen.

Produktion 2025: Kombination von Wearables

Im Logistik- und Supply-Chain-Umfeld gehören smarte Handschuhe, Brillen und Audiosysteme immer häufiger zum Standard-Repertoire. Doch vielfach ist die Vernetzung der Systeme und die nötige Flexibilität noch ausbaufähig. Einige Hersteller gehen darum bewusst Kooperationen ein, um die Wearables und deren Datenflüsse miteinander abzustimmen und die gesammelten Informationen in einem zentralen Systemzu speichern und zu verarbeiten. Das Ziel in den nächsten fünf Jahren wird sein, durch die intelligente Kombination verschiedener Wearables eine vollständige Vernetzung zwischen dem Menschen und der digitalisierten Produktion zu schaffen, um effiziente Prozessabläufe bei maximaler Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Mehr Informationen: www.proglove.com


Axel Schmidt, Senior Communications Manager bei ProGlove

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