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Monatliche Preisprognose für die Beschaffung von neuen und gebrauchten Europaletten

Monatliche Preisprognose für Ladehilfsmittel
Wie entwickelt sich der Preis für Europaletten?

Europaletten gestapelt
Monatliche Preisentwicklung für neue und gebrauchte Europaletten. Bild: industrieblick/ stock.adobe.com

Gemeinsam mit der digitalen Beschaffungsplattform für Ladehilfsmittel Pacurion werfen wir monatlich einen Blick auf die Preisentwicklung im Markt für neue und gebrauchte Europaletten.

Paletten braucht fast jeder. Der Einkauf gestaltete sich dabei mitunter aufwendig. Mit den Preisprognosen und Daten unseres Kompetenzpartners möchten wir Verantwortlichen eine Hilfestellung bei der Beschaffung von Ladungsträgern an die Hand geben – insbesondere auch in volatilen Marktphasen.

Juni 2022

Preise für Europaletten im Juni 2022

Im Bereich der neuen Europaletten verzeichnet Pacurion für Juni einen leichten Preisrückgang, wohingegen der Gebrauchtpaletten-Markt nach wie vor sehr hochpreisig ist. Neue Europaletten sind in einem vernünftigen Umfang wieder am Markt erhältlich. Zudem sei eine kleine Nachfragedelle zu erkennen, die möglicherweise durch Hamsterkäufe in den Monaten März und April ausgelöst wurde.
Anders sieht es demnach bei den gebrauchten Europaletten aus, wo es laut unserem Kompetenzpartner immer noch sehr schwierig ist, die gewünschte Menge, in der richtigen Qualität, zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Besonders skurril: Europaletten der Klasse A sind mancherorts teurer als neue Europaletten.

Fraglich ist, ob es sich um eine Momentaufnahme handelt oder ob sich der Trend fortsetzen wird. Es wird beobachtet, dass sich der Markt „eingependelt“ hat. Interessant bleibt weiterhin, wie sich die verschiedenen Sanktionen gegen Russland und Belarus weiter auswirken werden. Aber auch, wie sich die „Null-Covid-Politik“ in China entwickeln wird.

Abschließend rät unser Kompetenzpartner – mit Abwägung aller Informationen, die das Unternehmen gesammelt hat – von einer extremen Bevorratung bzw. Hamsterkäufen ab. Die oberen Preislimits seien erreicht, zumindest bei neuen Europaletten. Unternehmen, welche vorrangig Europaletten der Klasse A einkaufen, sollten parallel auch neue Europaletten anfragen. Hier können laut Pacurion Vorteile generiert werden (bessere Qualität und ggf. höherer Wiederverkaufswert).

Abbildung 1: Preisentwicklung bei neuen Europaletten. Bild: Pacurion

Bei den neuen Europaletten wird im Juni eine Preisspanne zwischen 21,50 und 23,15 Euro erwartet. Gebrauchte Europaletten der Klasse A kosten erwartungsgemäß zwischen 20,50 und 22,00 Euro sowie in der Klasse B zwischen 19,50 und 21,95 Euro. Europaletten der Klasse C bewegen sich unserer Einschätzung nach zwischen 17,50 und 19,00 Euro.

Abbildung 2: Preisentwicklung bei Europaletten der Klasse A. Bild: Pacurion
Abbildung 3: Preisentwicklung bei Europaletten der Klasse B. Bild: Pacurion
Abbildung 4: Preisentwicklung bei Europaletten der Klasse C. Bild: Pacurion
Mai 2022

Preise für Europaletten im Mai 2022

Bei den neuen Europaletten erwartet Pacurion im Mai eine Preisspanne zwischen 23,50-25,50 Euro. Gebrauchte Europaletten der Klasse A kosten erwartungsgemäß zwischen 21,00 und 23,00 Euro sowie in der Klasse B zwischen 19,50 und 22,25 Euro. Europaletten der Klasse C bewegen sich unserer Einschätzung nach zwischen 17,00 und 19,25 Euro.

Abbildung 1: Preisentwicklung neue Europaletten. Bild: Pacurion
Abbildung 2: Preisentwicklung Europaletten Klasse A. Bild: Pacurion
Abbildung 3: Preisentwicklung Europaletten Klasse B. Bild: Pacurion
Abbildung 4: Preisentwicklung Europaletten Klasse C. Bild: Pacurion

Zudem ist festzuhalten, dass die Verfügbarkeit an Gebrauchtpaletten, insbesondere der C-Paletten, nach wie vor sehr gering ist, was zu erheblichen Verwerfungen führt.

April 2022

Preise für Europaletten im April 2022

Der seit dem 24. Februar 2022 ausgetragene, bewaffnete Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, das verhängte Handelsembargo gegen Belarus und die Sanktionen gegen Russland haben eine unmittelbare Auswirkung auf die europäischen Holz- und Palettenmärkte. Die Menge der in der Ukraine produzierten UIC und EPAL Europaletten, laut Pacurion immerhin ca. 5-7 Mio. Stück p.a., fehlen dem europäischen Binnenmarkt. Die fehlenden Holzlieferungen aus Russland, der Ukraine und Belarus machen sich ebenfalls bemerkbar. Hinzu kommt, dass kein Draht für die Nagelproduktion aus den vorgenannten Ländern geliefert wird. Eine Europalette hat einen Anteil von 78 Nägeln.

Insider geben an, dass eine Versorgung mit Nägeln noch bis Mitte Mai gewährleistet ist. Auf die Frage, wie es danach weitergehen soll, erhält man aktuell nur ein „Achselzucken“, so die Beschaffungsplattform für Ladehilfsmittel. Die unzureichende Versorgung an Holz und Draht treibt die Preise für Europaletten der Prognose zufolge in nie dagewesene Preisregionen und es ist davon auszugehen, dass kurzfristig die hohen Preise aus dem Jahr 2021 übertroffen werden.

Bei den Einwegpaletten sieht es Pacurion zufolge nicht besser aus. Die Produzenten aus Belarus, eines der Hauptlieferanten-Länder für Einwegpaletten, sind durch das Handelsembargo in ihren Lieferungen stark eingeschränkt, was sich unmittelbar auf die Preise auswirkt. Kostete in der Vergangenheit ein Transport aus Belarus in Richtung Deutschland ca. 1200 bis 1400 Euro, liegt dieser aktuell zwischen 3500 und 4000 Euro, so das Unternehmen.

Die Verteuerung bei den Treibstoffkosten, der Wegfall des Transportraums durch belarussische, russische und ukrainische Transportunternehmen und natürlich auch die gestiegenen Energiepreise lassen für die Zukunft keine positive und vor allen Dingen keine kurzfristige Verbesserung erahnen.

Zum ersten Mal weist Pacurion deshalb eine Preisspanne als Forecast aus. Die dynamische Preisentwicklung lasse jede realistische und seriöse Einschätzung der Preise als unrealistisch erscheinen.

Abbildung 1: Preisentwicklung neue Europaletten. Bild: Pacurion

Bei den neuen Europaletten erwarten wir im April eine Preisspanne zwischen 22,00-25,00 Euro. Gebrauchte Europaletten der Klasse A erwarten wir zwischen 18,50-20,50 Euro und der Klasse B zwischen 16,50-18,50 Euro. Europaletten der Klasse C bewegen sich unserer Einschätzung nach zwischen 14,00-15,50 Euro.

Abbildung 2: Preisentwicklung Europaletten Klasse A. Bild: Pacurion
Abbildung 3: Preisentwicklung Europaletten Klasse B. Bild: Pacurion
Abbildung 4: Preisentwicklung Europaletten Klasse C. Bild: Pacurion
März 2022

Preise für Europaletten im März 2022

Die Situation am Ladungsträgermarkt ist laut Pacurion im März 2022 sehr schwer einzuschätzen, da schon kleinste Veränderungen einen Domino-Effekt auf die Verfügbarkeit der Ladungsträger und damit auch auf die Preise haben können. Über Nacht könnten eine Vielzahl an Ladungsträger wegbrechen. Wie sich der Krieg in der Ukraine hierauf auswirkt ist aktuell nicht bekannt.

Der Spezialist für Ladehilfsmittel sieht zurzeit eine sehr starke Nachfrage im Segment der Gebrauchtpaletten, wohin gegen die Nachfrage nach neuen Europaletten vergleichbar gering ist. Das führt dazu, dass neue Europaletten zurzeit sehr gut verfügbar und im Februar nahezu preisstabil auf Vormonatsniveau verkauft worden sind. Dementgegen ist die verfügbare Menge an Gebrauchtpaletten der Klasse C deutlich geringer und damit müssen vergleichsweise höhere Preise gezahlt werden. Bei den Klassen A und B stellen konnten leichte Preissenkungen festgestellt werden.

Was „verbrieft“ ist, ist die Tatsache, dass die Schnittholzpreise im Februar und auch für März deutlich gestiegen sind (+8,5 Prozent im Februar). Die gestiegenen Treibstoff- und Energiekosten werden sich ebenfalls kurzfristig auf die Produktionskosten der neuen Europaletten auswirken. Bei den neuen Europaletten erwarten wir im März einen durchschnittlichen Preis von 16,60 Euro.

Preisentwicklung neuer Europaletten.
Abbildung 1: Preisentwicklung neuer Europaletten. Bild: Pacurion

Gebrauchte Europaletten der Klasse A (15,00 Euro) und der Klasse B (14,50 Euro) bewegen sich der Pacurion-Prognose nach auf Vormonatsniveau. Europaletten der Klasse C (12,10 €) sind leicht verteuert (+0,15 Euro ggü. Vormonat). Es bleibt weiterhin festzuhalten, dass Europaletten der Klasse C am Markt schwer verfügbar sind.

Abbildung 2: Preisentwicklung Europaletten Klasse A.
Abbildung 2: Preisentwicklung Europaletten Klasse A. Bild: Pacurion
Abbildung 3: Preisentwicklung Europaletten Klasse B.
Abbildung 3: Preisentwicklung Europaletten Klasse B. Bild: Pacurion
Abbildung 4: Preisentwicklung Europaletten Klasse C.
Abbildung 4: Preisentwicklung Europaletten Klasse C. Bild: Pacurion
Februar 2022

Preise für Europaletten im Februar 2022

Das neue Jahr 2022 ist noch keine vier Wochen alt und schon jetzt herrscht laut der Beschaffungsplattform Pacurion große Verunsicherung am Markt für Ladungsträger und Europaletten. Branchenkenner berichten, dass es im Vergleich zum Vorjahr derzeit stark nach einem Déjà-vu aussehe – nur zwölf Wochen früher. In der Tat ist die Anspannung bei den Produzenten und Reparateuren spürbar, unter anderem hervorgerufen durch die Preiserhöhungen der Sägewerke von jeweils 20-40 Euro pro Kubikmeter (m³) in den Monaten Februar und März.

Noch ist die Rundholzversorgung jedoch gesichert, weil unter anderem die Nachfrage aus den USA und China noch relativ gering ist und die deutsche Automobilindustrie sowie deren Zulieferer nach wie vor kaum bis keine Ladungsträger anfragen. Experten erwarten aber im Anschluss an das chinesische Neujahrsfest Anfang Februar eine steigende Nachfrage aus China. Zudem wird das Kaufinteresse aus den westeuropäischen Ländern ab Februar erfahrungsgemäß ebenfalls wieder stark anziehen.

Es ist darüber hinaus zu befürchten, dass die massiv gestiegenen Energiepreise, die deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise (Erhöhung des CO2-Preises zu Jahresbeginn von 25 auf 30 Euro je Tonne) und die bekannten Herausforderungen wie der Kraftfahrer- und Transportraummangel in der Ladungsträger-Branche ebenfalls einen Beitrag zu der Verschärfung der Situation leisten werden. Noch ist nicht zu hundert Prozent absehbar, ob die Situation mit der im Jahr 2021 vergleichbar, abgemildert oder sogar verschärft sein wird. Viele Anzeichen deuten allerdings auf ein herausforderndes Jahr am Ladungsträger-Markt hin. Rohstoffe bleiben weiterhin im Fokus der Weltwirtschaft.

Bei den neuen Europaletten wird im Februar ein durchschnittlicher Preis von 16,00 Euro erwartet. Da die Beschaffungsplattform für den Januar bereits höhere Preise erwartet haben, entspricht dies „nur“ einer Erhöhung von knapp einem Prozent. Die Nachfrage nach neuen Europaletten, bedingt durch schwächer anlaufende Produktionen, als auch Rückläufern von Speditionen, fiel deutlich geringer aus als von Packlogx vermutet.

Preisentwicklung von neuen Europaletten.
Abbildung 1: Preisentwicklung neuer Europaletten. Bild: Packlogx

Gebrauchte Europaletten der Klasse A (15,30 €) und der Klasse B (14,70 €) bewegen sich wie prognostiziert auf Vormonatsniveau. Europaletten der Klasse C (11,95 €) bewegen sich leicht erhöht über Vormonatsniveau. Es bleibt weiterhin festzuhalten, dass Europaletten der Klasse B und C am Markt schwer verfügbar sind.

Preisentwicklung Europaletten Klasse A
Abbildung 2: Preisentwicklung Europaletten Klasse A. Bild: Packlogx
Preisentwicklung Europaletten Klasse B.
Abbildung 3: Preisentwicklung Europaletten Klasse B. Bild: Packlogx
Preisentwicklung Europaletten Klasse C
Abbildung 4: Preisentwicklung Europaletten Klasse C. Bild: Packlogx

Für den Monat März werden weiter steigende Preise (Schätzung: ca. + 6-7 %) und ein durchschnittlicher Europaletten-Preis von 17,10 Euro erwartet.


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