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Umfrage zur Professionalisierung des operativen Einkaufs

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Umfrage zur Professionalisierung des operativen Einkaufs

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Cover: Netfira GmbH/BME
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Der Einkauf weiß, was er braucht, um noch erfolgreicher handeln zu können, aber er bringt derzeit in so manchem Unternehmen noch kein befriedigendes Gesamtpaket auf die Straße. Zu den Hinderungsgründen gehören eine heterogene Toollandschaft im Unternehmen, die bisher unzureichende Implementierung adäquater Bausteine im operativen Einkauf, die mangelnde Unterstützung der IT sowie viele zögerliche Lieferanten. Das hat eine gemeinsame Umfrage des BME und der Netfira GmbH ergeben. Thema der Erhebung war die „Professionalisierung des operativen Einkaufs: Stimmungsbild und zukünftiger Bedarf“. „Die jüngsten Umfrage-Ergebnisse bestätigen einen Trend, den wir bereits seit einigen Jahren beobachten. Die Bedeutung des Einsatzes elektronischer Lösungen zur Optimierung der Beschaffungsaktivitäten wird noch nicht in jedem Unternehmen erkannt. Das gilt insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe“, betont BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Silvius Grobosch. Mit der fortschreitenden Digitalisierung werde dieses Thema noch wichtiger. Hier sei weiterhin viel Aufklärungsarbeit zu leisten, wie die aktuelle Online-Erhebung beweist. Damit die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleibe, müsse sie die Vorteile der neuen digitalen Technologien stärker für sich nutzen. Grobosch: „Hier ist vor allem der Einkäufer gefragt. Denn er ist Treiber dieses Prozesses. Schließlich geht es um nichts Geringeres als um die digitale Transformation ganzer Wertschöpfungs- und Lieferketten.“ „Grundvoraussetzung für mehr Effizienz ist die Eliminierung manueller Tätigkeiten. Stimmen die Werkzeuge nicht, bleibt der Einkauf bei Automatisierung und Digitalisierung auf halber Strecke stehen“, sagt Netfira-Geschäftsführer Reinald Schneller. Traditionelle Lösungsansätze seien heute nicht mehr zeitgemäß, beispielsweise EDI und OCR. Der Einkauf brauche belastbare Argumente für Einsatz, Nutzen und rasche Amortisation handhabbarer Tools im operativen Einkauf, um Unternehmensleitung, IT und auch Lieferanten vom Mehrwert passender Bausteine zu überzeugen. Schneller: „Ziel muss es sein, einen reibungslosen Austausch von Daten und Dokumenten mit Lieferanten unabhängig von einzelnen Prozessen herbeizuführen. Das bedingt eine unkomplizierte Anbindung, die Lieferanten technisch nicht überfordert und keine Kosten verursacht.“ KI mache es mittlerweile möglich, alle Belegarten darüber hinaus Forecasts, Zertifikate, Lieferantenselbstauskünfte oder Außenhandelsdokumente, bidirektional reibungslos auszutauschen – Forderungen bzw. Wünsche, die sich auch aus der Umfrage ergeben hätten. Die Umfrage zeigt auf, dass sich Einkauf, Lieferant und Lösungsanbieter in ihrem speziellen Beziehungsgeflecht enger verzahnen und über Leistungsmerkmale sowie konkreten Nutzen austauschen müssen.

Ausgewählte Kernaussagen:

  • Über die Hälfte der Befragten kämpft noch immer mit Papierbergen und räumt ein, weit weg davon zu sein, was technisch möglich ist.
  • Drei Viertel haben E-Tools zur „Einkaufsautomatisierung“ im Einsatz. Aber: Bei der Definition herrscht ein uneinheitliches Verständnis.
  • Am zeitintensivsten ist für die Befragten manuelles Prüfen, etwa von Posten und Preisen auf den Auftragsbestätigungen.
  • Darunter leiden vor allem Bereiche wie Beziehungspflege und Lieferantenbewertung.
  • Große Bedeutung wird darum unter anderen dem vollautomatisierten Daten- und Dokumentenaustausch in beide Richtungen zugeschrieben.
  • Angeführt wird, dass Lieferanten oft zu klein oder technisch nicht in der Lage sind, sich an verschiedene Kundensysteme anzudocken.

Die Online-Befragung lief vom 4. Dezember 2018 bis 9. Januar 2019. Die Auswertung basiert auf 324 Online-Fragebögen.

Weitere Infos:

roland.knoor@bme.de

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