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Microsoft Supply Chain Platform für eine widerstandsfähige Lieferkette

Microsoft Supply Chain Platform
Plattform für eine widerstandsfähige Lieferkette

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Microsoft möchte mit seiner Supply Chain Plattform für Transparenz und Sichtbarkeit entlang der Lieferkette sorgen. Bild: anttoniart/stock.adobe.com
Microsoft hat seine neue Supply-Chain-Plattform vorgestellt. Diese soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Datenbestände entlang der Lieferkette zu verknüpfen und zu orchestrieren. Dabei führt der Konzern seine Expertise in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), Kollaboration, Low-Code-Entwicklung, IT-Sicherheit mit SaaS-Anwendungen in einer frei zusammensetzbaren Plattform zusammen.

Im Zuge der Vorstellung wurde auch die Preview für das Microsoft Supply Chain Center angekündigt, eine Kommandozentrale für die Supply Chain Platform, die für Transparenz und Sichtbarkeit entlang der Lieferkette sorgen soll. Sie arbeitet nativ mit den Lieferkettendaten und Supply-Chain-Anwendungen von Unternehmen und enthält dafür Tools für Kollaboration, Erkenntnisgewinnung aus Angebot und Nachfrage sowie für das Auftragsmanagement, so der Konzern.

„Unternehmen müssen Petabytes an Daten verwalten, die über Altsysteme, ERP, Supply Chain Management und Einzellösungen verteilt sind, was zu einer fragmentierten Sicht auf die Lieferkette führt“, sagt Charles Lamanna, Corporate Vice President, Microsoft Business Applications and Platform. „Die Agilität und Widerstandsfähigkeit von Lieferketten hängt direkt davon ab, wie gut Unternehmen ihre Daten über alle relevanten Systeme hinweg verknüpfen und orchestrieren. Die Microsoft Supply Chain Platform und das Supply Chain Center ermöglichen es Unternehmen, ihre bestehenden Investitionen optimal zu nutzen, um Erkenntnisse aus ihren Daten zu gewinnen und schnell darauf zu reagieren.“

Lieferketten mit Microsoft Cloud optimieren

Die neue Supply Chain Platform integriert Microsoft Azure, Dynamics 365, Microsoft Teams und die Microsoft Power Platform. Mit der Power-Platform-Erweiterung Microsoft Dataverse sollen Unternehmen außerdem eine Vielzahl von Konnektoren erstellen können, um für Übersicht über die Lieferkette zu sorgen, benutzerdefinierte Workflows mit Low-Code-Lösungen zu entwickeln und durch Microsoft Teams sicher mit internen und externen Nutzern zusammenzuarbeiten.

Bei der Microsoft Supply Chain Platform bringen Partner ihr Branchen- und Fachwissen ein, um integrierte Lösungen zu entwickeln, die Dynamics 365 Supply Chain Management, Microsoft Azure, Microsoft Teams und Power Platform nutzen. Microsoft unterstützt Kunden durch ein Partner-Ökosystem, zu dem unter anderem Beratungsunternehmen und Implementierungspartner wie Accenture, Avanade, EY, KPMG, PwC und TCS gehören. Sie tragen laut Microsoft entscheidend dazu bei, die Ausfallsicherheit und Agilität der Lieferketten zu fördern.

Um den Kunden zu helfen, Lösungen für ihre Supply-Chain-Anforderungen zu finden, arbeitet Microsoft außerdem mit Anbietern wie Blue Yonder, Cosmo Tech, Experlogix, Flintfox, InVia Robotics, K3, O9 Solutions, SAS, Sonata Software oder To-Increase.

Kommandozentrale für die Supply Chain Platform

Das Herzstück der Supply Chain Platform ist das Supply Chain Center, das als Preview verfügbar ist. Es dient als Kommandozentrale, um Daten aus vorhandenen Lieferkettensystemen zu harmonisieren, beispielsweise aus Dynamics 365 und anderen ERP-Systemen – einschließlich SAP und Oracle – sowie eigenständigen Supply-Chain-Systemen. Der Data Manager im Supply Chain Center soll die Aufnahme und Orchestrierung von Daten ermöglichen, um Transparenz über die gesamte Lieferkette zu schaffen.

Kunden von Dynamics 365 Supply Chain Management erhalten automatisch einen Zugang zum Supply Chain Center, das auch vorgefertigte Module umfasst, die bei Störungen der Lieferkette helfen sollen:

  • Das Modul Supply and Demand Insights nutzt KI-Modelle aus Microsoft Azure, um drohende Lieferengpässe durch Supply Intelligence im Vorfeld zu erkennen. Unternehmen können Simulationen mit den Daten aus ihren Lieferketten durchführen, um Vorhersagen über Engpässe, überhöhte Lagerbestände oder verpasste Bestellungen zu treffen. In Kombination mit Smart News Insights, die im Supply Chain Center relevante Nachrichten zu externen Ereignissen bereitstellen, lassen sich Entscheidungen treffen und Planungen mit realen Ereignisinformationen sowie früheren Erkenntnissen über die Produktnachfrage erstellen.
  • Das Auftragsmanagement-Modul ermöglicht es Unternehmen, die Auftragsabwicklung zu orchestrieren und über ein regelbasiertes System zu automatisieren, das Omnichannel-Bestandsdaten in Echtzeit, KI und maschinelles Lernen nutzt. Unternehmen können sich damit schnell an künftige Auftragsvolumina und komplexe logistische Anforderungen anpassen, indem sie ihre Möglichkeiten durch vorgefertigte Konnektoren zu Technologiepartnern für Auftragseingang, Lieferung und Logistikdienste erweitern. Bisherige Kunden von Dynamics 365 Intelligent Order Management erhalten automatisch Zugang zum Supply Chain Center und dem Auftragsmanagement-Modul.
  • Durch die Integration von Microsoft Teams können Unternehmen Versorgungsengpässe abfedern, indem sie mit Lieferanten in Echtzeit zusammenarbeiten, um neue Bezugsquellen zu erschließen, Transportprobleme zu beheben und die Auswirkungen von Änderungen auf Zulieferer und Kunden zu kommunizieren.
  • Durch die im Supply Chain Center integrierten Partnermodule können Unternehmen spezielle Lösungen für ihre Zwecke freischalten. Da alles über eine Dataverse-Umgebung läuft, sind die Daten konsistent, egal welches Modul verwendet wird. Dadurch entfallen das Hin- und Herschieben von Informationen sowie der Abgleich, welche Berichte die aktuellsten Informationen enthalten. (ys)


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