Supply Chain Management

SAP Ariba sichert Lieferketten per Blockchain

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(Bild: Jakub Jirsák/Fotolia)
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Als Teil der „Hyperledger“-Community erweitert SAP sein Applikationsportfolio und das „Ariba“-Netzwerk mit neuen Funktionen für die Transformation globaler Supply Chains. Durch die Anwendung des Blockchain-Prinzips auf seine Cloud-basierten Applikationen und sein Business-Netzwerk soll SAP Ariba die Art und Weise revolutionieren, wie Waren und Dienstleistungen gehandelt werden.

Hinter dem Begriff „Blockchain“ verbirgt sich ein Trend mit enormem Disruptionspotenzial, dessen Erschütterungen überall zu spüren sind, bei Banken und Versicherungen ebenso wie in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen und in den Medien. In all diesen Branchen transformiert Blockchain die globale Supply Chain – ein Wandel, zu dem nun auch SAP Ariba beiträgt. „Vor ziemlich genau 20 Jahren setzte SAP Ariba auf ein Randphänomen namens Internet und erwies sich damit als Vorreiter für ein völlig neuartiges Modell des Kaufens und Verkaufens“, erinnert sich Joe Fox, Senior Vice President Business Development & Strategy bei SAP Ariba. „Diese Tradition setzen wir heute fort, indem wir in eine zukunftsweisende Technologie investieren, die sich als Enabler für bahnbrechende B2B-Innovationen erweisen wird.“

Im Zentrum des Blockchain-Modells steht eine Datenbank, eine Art digitales Journal, wie es auch aus der Buchführung bekannt ist. In dieser Datenbank werden die Geschäftsprozesse aller Transaktionsbeteiligten erfasst und gespeichert. „Einer der Vorteile von Blockchain ist sicher das Plus an Visibilität und Vertrauenswürdigkeit“, so Fox weiter. „Indem wir das Blockchain-Prinzip in unsere Anwendungen und unser Netzwerk einbinden, entstehen smartere, schnellere und transparentere Lieferketten, vom Einkauf bis zur Bezahlung.“

Für SAP Ariba besteht eine der offensichtlichsten Anwendungen von Blockchain in der Erfassung von Warenbewegungen beim Einkaufs- und Lieferketten-Management. „Die Überwachung und Verfolgung von Waren vor, während und nach dem Versand ist eine der größten Herausforderungen, vor denen Unternehmen heute stehen“, erläutert Dana Gardner, Principal Analyst bei Interarbor Solutions. „Nur allzu oft verschickt ein Verkäufer eine Ware an ein Lager, wo sie dann gegen einen minderwertigeren Artikel ausgetauscht wird, ohne dass der Käufer dies mitbekommt. Das verteilte Blockchain-System verschafft Käufern und Verkäufern mehr Visibilität und Kontrolle vom Warenversand bis zum Wareneingang und verringert so das Betrugsrisiko.“

Um sein Ariba Netzwerk mit dieser Funktionalität zu erweitern, wird SAP Ariba mit dem Londoner Fintech-Unternehmen Everledger zusammenarbeiten. Everledger erfasst die unverwechselbaren Merkmale von wertvollen Objekten wie Diamanten und erzeugt einen digitalen Fingerabdruck, der in der Blockchain gespeichert wird. Die Informationen zu Objekthistorie und -transport, wichtigen Ereignissen und Eigentümern werden von zahllosen Mitgliedern weltweiter Supply Chains genutzt, um die Authentizität von Wertgegenständen zu verifizieren.

„Durch den Einsatz der Blockchain als hochdisruptiver Technologie konnten wir eine globale Plattform zur Provenienz entwickeln, die Authentizitätsdaten zu einem physischen Objekt und seiner Zertifizierung verknüpft, während sich dieses durch die Lieferketten bewegt“, erklärt Leanne Kemp, CEO und Gründerin von Everledger. „Wir wissen welches Potenzial unsere Technologie hat. Indem wir sie mit dem Business-Netzwerk von SAP Ariba zusammenführen, verringern wir nicht nur die Risiken und Betrugsgefahren für die Stakeholder, sondern tragen auch zur Entstehung einer neuen Ära des globalen Handels bei, die auf Transparenz, Nachhaltigkeit und ethischem Handeln beruht.“

Für Joe Fox passt eine solche Technologie hervorragend zu den Lösungen von SAP Ariba. „Wer Diamanten überwachen und verfolgen kann, kann alles verfolgen“, so seine Maxime.


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