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Gute Seite, schlechte Seite

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Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Ich bin angesichts der politischen und finanzwirtschaftlichen Entwicklungen oft fassungslos. Hoffen lässt mich nur die Realwirtschaft, insbesondere die deutsche. Sie hat gute Karten, auf positivem Kurs zu bleiben.

Während Politiker vor allem durch unflätige Beleidigungen um Aufmerksamkeit buhlen, meldet der VDMA aus seiner Maschinenbausparte Rekordumsätze: Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie produzierte im letzten Jahr Güter im Wert von 15,1 Mrd. Euro, was einer Steigerungsrate von 4 Prozent entspricht.
So könnten auch deutsche Stahlhersteller trotz chinesischer Dumpingpreise punkten: Denn im direkten Wettbewerbsvergleich profitieren sie von ihrer sehr guten Vernetzung im Bereich Forschung und Entwicklung, von eingespielten Lieferketten und vor allem von ihrer hohen Innovationskraft, die auch die zunehmende Digitalisierung zu nutzen wissen wird. Das ist die gute Seite der Globalisierung.
Leider scheint derzeit die schlechte Seite zu überwiegen, wenn die Finanzwirtschaft ihre Kollapsmeldungen produziert und die Banken erneut nach Hilfe rufen. Dies zeigt, dass all die Rettungsmaßnahmen, die Politiker und Finanzexperten als Stabilisatoren des Weltfinanzsystems verkaufen wollten, nicht dauerhaft wirken. Erreicht wurde nur, dass Spekulanten weiterhin auf Kosten anderer ihre Spielchen treiben und eine überfällige Reorganisation des Finanzwesens hinausgezögert wurde.
Es bleibt zu hoffen, dass die Industriekonjunktur in Europa, insbesondere die deutsche Exportindustrie durch den schwachen Euro gefestigt, nicht mit einem dramatischen Rückgang in 2016 rechnen muss. Die Geschäftslage der heimischen Unternehmen kann weiterhin ordentlich bleiben. Dafür sprechen die niedrigen Fremdkapitalkosten sowie Energie- und Rohstoffpreise und ein schwacher Euro – zudem kann es in diesem Jahr auch der deutsche Binnenmarkt richten. Auch wenn Sorgen vielfach das Bild bestimmen, so bleiben die Aussichten insgesamt günstig.
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