Absaugung

Prozesssicherheit, Mitarbeiterschutz und Effizienz in der Produktion

Anzeige
Trotz hoher Verantwortung steigen auch in der Pharmaproduktion Kosten- und Wettbewerbsdruck, sodass jedes Detail eine Rolle spielt. Eines der im wörtlichen Sinn kleinsten Details dürften die Staubpartikel sein, die während der Produktion entstehen und Gefahren für Produkt, Mensch und Maschine bergen. Abhilfe schaffen hier Absaugungssysteme, die klug in das Produktionsumfeld integriert sind.

Absauganlagen erhöhen zum einen die Prozesssicherheit und damit die Produktqualität. Zum anderen sorgen beispielsweise die Reinhaltung der Atemluft oder eine sichere Handhabung des gesammelten Saugguts für den notwendigen Mitarbeiterschutz. Ist die Absaugung auf die Prozesse abgestimmt, lässt sie sich effizient im laufenden Betrieb sowie in Produktionspausen durchführen. Sie steigert den Werterhalt der Maschinen und reduziert somit auch reparaturbedingte Ausfallzeiten der Produktionsanlagen. Wesentliche Vorteile, ein Ausflug in die Ukraine sowie Tipps zur Hersteller-Auswahl – Absaugungsanlagen im Überblick.

Sichere Prozesse, gefahrloses Arbeiten und effiziente Abläufe

Prozesssicherheit spielt in der Pharmaindustrie eine besonders große Rolle, da nur so folgenschwere Fehler vermieden und höchste Produktqualität gewährleistet werden können. Leistungsstarke, auf die jeweilige Produktionsanlage zugeschnittene Absaugungssysteme sind dabei ein wesentlicher Faktor. Wird beispielsweise von Wirkstoff A auf eine neue Charge für Wirkstoff B umgestellt, darf nicht einmal feinster Staub des vorangegangenen Wirkstoffs in den Produktionsprozess des nachfolgenden gelangen. Die Absaugung verhindert mögliche Kreuzkontaminationen zuverlässig und prozessintegriert. Ein weiterer, maßgeblicher Fokus liegt auf dem Mitarbeiterschutz – je nachdem, wie gefährlich die verwendeten Substanzen sind, muss die Absaugung entsprechend konzipiert werden. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass Mitarbeiter nicht mit dem Sauggut in Berührung kommen. Das Entleeren des Sammelbehälters oder der Filterwechsel dürfen daher keinerlei Kontaminationsgefahr bergen, und/oder das geschulte Fachpersonal muss passende Schutzausrüstung tragen. Eine individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Absaugungsanlage spielt auch in der wirtschaftlichen Betrachtung der Produktion eine wichtige Rolle. Automatisierte wie manuelle Lösungen sollten bestmöglich in die Produktionsabläufe integriert sein, um zeitsparendes, effizientes Arbeiten zu gewährleisten. Außerdem lagert sich in Gelenken oder Achsen der Maschinen deutlich weniger Staub ab. Daraus resultieren ein geringerer Verschleiß, weniger ungeplante Ausfallzeiten sowie längere Intervalle für geplante Wartungsarbeiten. Der Produktionsprozess muss entsprechend seltener unterbrochen werden, was einen höheren Output erbringt.

Von den Anforderungen zur Lösung

Auch in der Pharmaindustrie variieren die Anforderungen letzten Endes von Fall zu Fall. Für den ukrainischen Pharma-Hersteller Farmak hat Absaugungsspezialist Ringler eine Anlage entwickelt, die auf das Auf- und Absaugen großer Mengen feinsten Tablettenstaubs an vielen Saugpunkten in weitverzweigten Produktionsräumen ausgelegt ist. Das vollautomatische System besteht aus 145 m Rohrleitungen aus rostfreiem, hygienischem Edelstahl, die mit einer zentralen Abnahmestelle zur manuellen Entleerung des Saugguts verbunden sind. Angetrieben wird das System von maximal acht 3 kW-Turbinen, deren hohe Leistung bis zu sieben der insgesamt 14 Saugpunkte parallel antreibt. Sind weniger Saugpunkte aktiv, wird die Turbinenleistung automatisch reduziert. Beim manuellen Aufsaugen punktet die stationäre Anlage überdies mit hoher Anwenderfreundlichkeit: Fixe Saugpunkte sind mit dem System verbunden, sodass der Mitarbeiter lediglich den Schlauch anstecken muss. Eine manuelle Einzelentleerung von Saugbehältern entfällt, da das Sauggut direkt in die zentrale Abnahmestelle verbracht wird. Die Saugpunkte werden per Verschlussschieber geöffnet und sind sensorgesteuert; somit ist sichergestellt, dass nie mehr als sieben Saugpunkte aktiv sind. Eine Überwachungseinheit kontrolliert den Luftvolumenstrom über Differenzdruckschalter, sodass die Funktionsfähigkeit der Absaugung jederzeit gewährleistet ist bzw. Fehler sofort gemeldet werden. Die Filterabreinigung läuft ebenfalls automatisiert während des Betriebs sowie nach dem Ausschalten der Produktionsanlage.

Worauf Sie im Einkauf achten sollten

Wichtigster Punkt ist, Ihrem Anbieter in puncto Erfahrung auf den Zahn zu fühlen: Hat er ausreichend Know-how in der Prozessintegration? Dies zeigt sich unter anderem daran, welche Fragen Ihnen ein Hersteller vor Installation einer Entstaubungsanlage stellt. Dazu sollten zum Beispiel zählen:

  • Wie sieht die Anwendung genau aus?
  • Was ist das Staubmedium, über welche Staubmengen sprechen wir?
  • Welche Prozesse sind vor-/nachgelagert?
  • Welche Probleme liegen aktuell vor?
  • Welche Umgebungsbedingungen herrschen, auch mit Blick auf Explosionsschutz?
  • Wie schwerwiegend ist ein Ausfall der Anlage, wie hoch müssen die Sicherheitsmaßnahmen angesetzt werden?

Auf Grundlage eines solchen Erstgesprächs sollte ein Hersteller bereits eine grobe Konzeptidee entwickeln können, die auch einen Einblick in das Kosten-Nutzen-Verhältnis ermöglicht. Danach folgt im Regelfall die konkrete Ausarbeitung für ein maßgeschneidertes System. Wenn Ihnen Prozesssicherheit besonders am Herzen liegt, sollten zudem intelligente Monitoring-Lösungen eingeplant werden, die beispielsweise den Filterzustand, den Luftdruck oder die Strömungsgeschwindigkeit überwachen, um eine gleichbleibende Leistung der Anlage zu garantieren.


Alexandra Lachner,
freie Redakteurin

Anzeige

Aktuelles Heft

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de