Vorschau auf Nürnberger Automatisierungsmesse SPS IPC Drives

Indikator für den Digitalisierungsbedarf

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Das zweistellige Plus bei den Bestellungen der deutschen Elektroindustrie im ersten Halbjahr ist auch ein Indikator für den steigenden Digitalisierungsbedarf der Unternehmen. Den direkten Zugang zu den neuesten Automatisierungsprodukten bietet die Nürnberger Fachmesse SPS IPC Drives.

Besser könnten die Vorzeichen für eine Messe kaum sein: Die Wirtschaft brummt, die Industrie verzeichnet volle Auftragsbücher, der Modernisierungsbedarf der produzierenden Industrie ist größer denn je. Zwar mag mancher das Schlagwort „Industrie 4.0“ als überstrapazierten Hype-Begriff empfinden und Anspruch und Wirklichkeit immer noch weit auseinanderklaffen. Viele Mittelständler zeigen sich dennoch in puncto digital vernetzte Produktion sehr umtriebig.

Ein Spiegelbild der Aktivitäten auf Anbieter- wie auch Anwenderseite ist die Nürnberger Fachmesse SPS IPC Drives. Auf der Leistungsschau präsentieren rund 1700 Aussteller vom 28. bis 30. November das gesamte Spektrum der industriellen Automation – vom einfachen Sensor bis hin zu Lösungen der digitalen, smarten Automatisierung. Der Veranstalter Mesago Messe Frankfurt GmbH erwartet, „dass sich insbesondere die Exponate und Studien zu den Themen Industrie 4.0 und digitale Transformation wieder zu Besuchermagneten entwickeln“.

Halle für Software und IT in der Fertigung

Dass Industrie 4.0 „ein klar definiertes Schwerpunktthema“ der diesjährigen Messe ist, macht sich auch daran fest, dass der Veranstalter die Messehallen thematisch neu aufgeteilt hat. So ist ab diesem Jahr die Halle 6 ganz dem Thema Software und IT in der Fertigung gewidmet. Namhafte Anbieter der IT-Welt wie Microsoft und SAP erläutern und präsentieren Themen wie industrielle Web Services, die virtuelle Entwicklung und Gestaltung von Produkten, digitale Geschäftsplattformen, IoT-Technologien und Cloud Computing. In Augenschein nehmen lassen sich auch Lösungen zum Thema Cyber Security. Anbieter wie Kaspersky demonstrieren auf ihren Messeständen anschaulich, wie sich Unternehmen vor Cyberattacken schützen können.

Bühne für die digitale Transformation

Darüber hinaus werden viele Produkte und Applikationsbeispiele zur digitalen Transformation auf themenbezogenen Sonderschauflächen zu finden sein. Zudem schlagen viele Antriebstechnikhersteller eine Brücke in die Zukunft und zeigen, wie Mechanik, Automation und IT immer stärker zusammenwachsen. So hat beispielsweise A-Drive seine hochdynamischen Servomotoren der SMN-Reihe mit der digitalen Schnittstelle Hiperface DSL ausgestattet. Weder Kabel noch Stecker werden benötigt, da die Kommunikation zwischen Motor und Steuerung über zwei ins Motorkabel integrierte Adern verläuft. Ein zusätzlicher Aufbau oder ein verlängertes Anschlussgehäuse werde bei kleinen Servos damit überflüssig, heißt es.

Mayr Antriebstechnik bringt die intelligenten Module Roba-brake-checker und Roba-torqcontrol auf den Messestand. Sie können Sicherheitsbremsen einfach und schnell überwachen oder ermöglichen die gleichmäßige und sanfte Verzögerung von Maschinen und Geräten. Damit machen die Module Bremsen fit für die Herausforderungen der Industrie 4.0 und schaffen die Voraussetzungen für vorbeugende Fehlererkennung und vorausschauende Wartung. Während Roba-brake-checker eine intelligente Lösung zum Monitoring der Bremsen ist, ermöglich Roba-torqcontrol anpassbare Bremsreaktionen und bringt Maschinen definiert zum Stillstand.

Industrie-4.0-fähige Antriebssysteme

Ein besonderer Schwerpunkt beim Ventilatoren- und Antriebsspezialisten EBM-Papst ist die Vernetzung neuer Antriebslösungen für den Einsatz in Industrie-4.0-Anwendungen. Ein neues, kompaktes Antriebssystem im Leistungsbereich von 180 bis 370 W für den Einsatz in industriellen Applikationen ist der elektrisch kommutierte Innenläufermotor der Baugröße 63: der ECI 63.xx K5. Auf Basis eines BLDC-Innenläufermotors mit integriertem Elektronikmodul wird zur Einbindung in Netzwerke eine standardisierte CAN-open Bus-Schnittstelle direkt am Antrieb angeboten. Die Ansteuerung kann dabei über die digitalen und analogen Ein- und Ausgänge erfolgen. EBM-Papst erweitert damit sein Produktprogramm der Industrie-4.0-fähigen Antriebssysteme. Gegenüber AC-Normmotoren mit Frequenzumrichtern soll die Baureihe mit einem besseren Wirkungsgrad und einer höheren Leistungsdichte überzeugen.

Clevere Kabeleinführung

Icotek stellt in Nürnberg eine neue Stufe der effizienten Kabeleinführung vor: Die werkzeuglose KEL-Quick-Baureihe mit komplett überarbeiteter Kabeleinführungsleiste ist ein kompaktes System, um vorkonfektionierte Leitungen sowie Schläuche und Pneumatikleitungen schnell und problemlos einzuführen und abzudichten. Verwendet werden die gängigen geschlitzten Tüllen des Herstellers der Serie QT. Neu ist auch der Abschlussdeckel kopfseitig, der auf den bestückten Rahmen aufgerastet wird. Die Baureihe setzt auf Ausbrüche für 24-, 16- und 10-polige schwere Steckverbinder sowie Ausbrüche der Größe 36 x 46 mm auf. Montiert wird einfach entweder durch Anschrauben oder durch Einrasten in den KEL-Snap-Rahmen. Spätere Nachrüstungen und Servicearbeiten lassen sich laut Anbieter bequem durchführen.


Dietmar Kieser,
Redakteur Beschaffung aktuell



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