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Finanzierung für Investitionsgüter: Sparsame Nutzer vs. stolze Besitzer

So funktioniert Leasing heute
Der 20-Minuten-Vertrag

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Nicole Haas, Mitglied der Vertriebsleitung Deutschland/Region Nord, Grenke AG.Bild: Grenke AG
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In 20 Minuten von der Leasing-Anfrage zum Leasing-Vertrag: Das geht nur mit einem konsequent digitalisierten Workflow. Wir haben mit Nicole Haas von der Grenke AG über die Vorteile und Grenzen dieser Finanzierungsform gesprochen.

Beschaffung aktuell: Frau Haas, was kann heute alles geleast werden?

Haas: Im Grunde genommen alles, was mobil und drittverwertbar ist. Das kann klassischerweise die Fahrzeugflotte sein, die Bandbreite reicht aber vom einzelnen iPhone bis hin zur unternehmensweiten IT-Architektur. Um nur zwei von nahezu unendlichen Leasing-Möglichkeiten zu nennen. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite können Sie auch die neue Rauchmeldeanlage via Leasing finanzieren – oder ein komplexes Software-Projekt inklusive Daten-Migration.

Beschaffung aktuell: Aber migrierte Daten sind doch nicht „drittverwertbar“.

Haas: Richtig. Aber die gesamte Server-Architektur, die Software und die Peripherie. Hier greift unsere Beratungs-Leistung – gemeinsam finden wir einen Weg. Der kann in einer Sonderzahlung bestehen oder auch in der Ausgliederung eines Teilprojektes. Wir sehen bei unseren Industriekunden ohnehin einen Trend zu Management-Service-Lösungen. Das heißt, wir realisieren zunehmend „All-In“-Lösungen, die alle Teilaspekte umfassen. Das beginnt bei der Modellauswahl beim Fachhändler, führt über die eigentliche Leasing-Planung bis hin zur Koordination aller Beteiligten mittels eines effizienten, digitalen Workflows.

Beschaffung aktuell: Wie sieht dieser digitale Workflow aus?

Haas: Das kann ich am besten an einem aktuellen Beispiel erklären: Ein Industrie-Unternehmen möchte seinen Mitarbeitern 500 E-Bikes zur Verfügung stellen. Wir vereinbaren mit dem Leasingnehmer einen Rahmenvertrag über die gewünschte Investitionssumme. Anschließend können die jeweiligen Mitarbeiter zum Fachhändler vor Ort gehen und die Räder abholen. Danach erfolgt eine Information an die Bevollmächtigten des Unternehmens, welche schnell und papierlos via eSignature die Formalitäten zum Abschluss des zugehörigen Leasingvertrages durchführen können.

Dieser digitale Workflow macht uns sehr schnell: In über 90 Prozent aller Fälle können wir eine Leasinganfrage innerhalb von 20 Minuten positiv beantworten. Das gilt natürlich nicht für komplexe Projekte, aber zum Beispiel für alle Einzelanfragen.

Beschaffung aktuell: Müssen Industrie-Kunden bei der Grenke AG jedes Leasing-Objekt einzeln anfragen?

Haas: Nein, da greift unsere Rahmenvereinbarung. Dabei stellen wir unserem Kunden eine ausgehandelte Investitionssumme zur Verfügung, über die er ohne weitere Rückfragen frei verfügen kann. Anschließend kann der Kunde zu einem Lieferanten seiner Wahl gehen, den Anschaffungspreis frei verhandeln und reicht uns anschließend das Angebot oder die Rechnung zu der gewünschten Investition ein. Der Leasingvertrag selbst kommt dann wieder ohne Papierkram via eSignature zustande.

Beschaffung aktuell: Worauf sollte ein Kunde bei der Wahl seines Leasing-Partners achten?

Haas: Vor allem auf schnelle und unbürokratische Prozesse und Entscheidungen. Meiner Meinung nach ist es auch hilfreich, wenn der Ansprechpartner vor Ort oder zumindest in der Nähe sitzt. Denn gerade bei komplexen Projekten sind schnelle Abstimmungsphasen unerlässlich. Wichtig ist natürlich auch das jeweilige Branchen-Know-how: Medizintechnik unterliegt anderen Rahmenbedingungen als beispielsweise die IT oder der ganze Bereich Druck und Kopie.

Beschaffung aktuell: Und eine abschließende Frage: Wann kommt Leasing tendenziell eher nicht infrage?

Haas: Zum Beispiel, wenn eine kurzfristige Finanzierung gewünscht wird, bei der die Finanzierungslaufzeit deutlich unter der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegt. Dann sind andere Finanzierungsarten als Leasing zu empfehlen. Oder natürlich auch, wenn der Kunde das Objekt tatsächlich besitzen möchte.

Das Interview führte Michael Grupp, freier Journalist in Remshalden


Personalie

Unsere Gesprächspartnerin

Nicole Haas ist Mitglied der Vertriebsleitung Deutschland/Region Nord der Grenke AG und arbeitet seit 2001 im Unternehmen.
Das Unternehmen wurde 1978 von Wolfgang Grenke gegründet und spezialisierte sich zuerst auf Small-Ticket-Leasing – auf die Finanzierung von Objekten schon ab 500 Euro.
Heute betreut das Unternehmen auch KMUs und Industriekunden und ist weltweit in 31 Ländern aktiv. Grenke beschäftigt derzeit rund 1300 Mitarbeiter und wächst seit Jahren stabil zweistellig.

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