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Einkauf von ITK-Hardware

Einkauf von ITK-Hardware
Engpässe – erhöhte Nachfrage und gestörte Lieferketten

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Benjamin Mund, Geschäftsführer der ITscope GmbH Bild: ITskope
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China hat sich seit den frühen 1990er-Jahren immer mehr zur verlängerten Werkbank der ITK-Hardware-Industrie entwickelt. Das immer noch im Konflikt stehende Taiwan hat einen großen Anteil daran. Die führenden Komponentenhersteller, die größten Notebook-Bauer und OEM-Riesen kommen von der Insel, produzieren aber hauptsächlich in China. Lieferengpässe gab es aufgrund von Erdbeben oder Taifunen auch schon früher, aber nicht mit der Tragweite der Auswirkungen von Covid-19.

Die ab März weltweit ergriffenen Maßnahmen, wie Ausgangsbeschränkungen, sorgten dafür, dass sich unzählige Menschen ins Homeoffice begeben haben. Unternehmen kamen daraufhin nicht mehr nach, ihre Mitarbeiter mit sicherer ITK-Hardware auszustatten, weil der Nachschub fehlte.

Viele Unternehmen standen vor dem Problem, dass ihre ITK-Ausstattung nicht für den mobilen Einsatz bzw. für Homeoffice-Anwendungen geeignet waren. Die Arbeit mit privaten Rechnern von Mitarbeitern ist für viele Unternehmen keine Alternative, da diese Sicherheitsrisiken für sensible Daten birgt. Deshalb musste viele Geräte schnell beschafft werden. Insbesondere Monitore und mobile Devices wie Notebooks, aber auch Headsets und Webcams waren im Frühjahr sehr stark nachgefragt. Dazu kam noch, dass die Lieferketten aus dem Hardware-Produktionszentrum China durch die Abschottungen empfindlich gestört wurden. In vielen Bereichen fehlte der Nachschub.

Den meisten Unternehmen gelang es, trotz der angespannten Situation auf dem ITK-Markt, ihren Angestellten die kurzfristig benötigte Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Aber wie sieht die Lage inzwischen aus? Entspannen sich die Lagerbestände im Channel mit der abflauenden Nachfrage eines mehrheitlich gesättigten Marktes? Und ist die Verfügbarkeit von Notebooks und Co. wieder gesichert? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Karlsruher Itscope GmbH, Entwickler und Betreiber der B2B-Handelsplattform ITscope.com, sie unterstützt Systemhäuser und ITK-Reseller bei der Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse.

Abflauende Nachfrage?

Mittlerweile sind die Lieferengpässe im Bereich des Homeoffice-Equipments anscheinend überwunden, meldet die ITscope GmbH in ihrem Marktbarometer. Notebooks sind wieder erhältlich und auch in anderen Kategorien füllen sich die Lager nach dem Tiefpunkt zu Beginn des Corona-Lockdowns, heißt es dort. Nur bei Webcams hatte sich der Gesamtlagerbestand lange nicht wieder erholen können. Hier waren steigende Preise bei beständig hoher Nachfrage die Folge.

In eine ganz andere Richtung entwickelten sich die Lagerzahlen bei den für das Homeoffice eher ungeeigneten, Komplettsystemen – seit Ende März gehen dort die Bestandszahlen ununterbrochen nach oben. Von etwaigen Einbrüchen oder gar Lieferengpässen ist diese Produktkategorie weit entfernt.

Komplettsysteme entwickeln sich während der Corona-Krise offensichtlich zum Ladenhüter. Zum einen verhalten sich einige Firmen aktuell zögerlich, was größere Infrastrukturprojekte angeht. Zu groß ist noch die Unsicherheit, wie die wirtschaftliche Lage nach COVID-19 aussehen wird. Hinzu kommt auch ein generelles Umdenken hinsichtlich neuer Arbeitswelten mit flexibleren Arbeitszeiten und -möglichkeiten: Das Homeoffice hat durch die Corona-Krise enorm an Bedeutung gewonnen und Firmen setzen vorsichtshalber bevorzugt auf Notebooks, wo zuvor ein fest installierter PC der Standard war.

Komponenten wie Mainboards und Festplatten hingegen waren zu keiner Zeit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst und unterliegen lediglich den üblichen Schwankungen. Im Bereich der TFTs trat einzig Mitte März eine kleine Delle auf, inzwischen sind die Lagerbestände wieder auf dem Normalniveau angelangt. Auch bei den vor kurzem noch stark nachgefragten Headsets führt der Weg in Richtung Stabilisierung. (sas)

Quelle: www.itscope.com


Die Plattform

ITscope

Die ITscope GmbH betreibt die gleichnamige Plattform ITscope.com. Mit der B2B-Handelsplattform vereinfachen Systemhäuser und ITK-Reseller ihre Verkaufsprozesse und die IT-Beschaffung. Europaweit sind rund 7800 Reseller und 370 Distributoren mit über drei Mio. IT-Produkten beteiligt.

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