Messe EMO Hannover 2019

Die Zukunft der Produktion an einem Ort

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Die gesamte Bandbreite moderner Metallbearbeitungstechnik, die das Herz jeder Industrieproduktion ist, zeigt die EMO vom 16. bis 21. September 2019 in Hannover. Sichtbar ist der Wandel der Weltleitmesse zur Informationsplattform, die den Weg in die Zukunft der Produktionstechnik aufzeigt.

Mehr Tempo im Wandel der Industrieproduktion war noch nie. Ging es bislang um „besser, schneller, genauer“, gelten nun neue digitale Geschäftsmodelle als Erfolgsrezept, um Kunden und Anbieter auf eine neue Stufe der Produktivität heben zu können. Die Instrumente dazu bieten im Rahmen von Industrie 4.0 die Digitalisierung und intelligente Vernetzung in Kombination mit vielen neuen Entwicklungen von Big Data über Datenanalyse und künstliche Intelligenz bis hin zur Plattformökonomie.

Unter dem Messemotto „Smart technologies driving tomorrow‘s production“ belegt die in Hannover ausgetragene EMO als Weltleitmesse der Metallbearbeitung die maßgeblichen Branchentrends. Auf den Ständen der mehr als 2000 erwarteten Aussteller aus aller Welt können die Fachbesucher an den sechs Messetagen vom 16. bis 21. September die neuesten technischen und IT-Innovationen aus erster Hand begutachten.

Topthema Digitalisierung

Bei alldem wird sichtbar, wie sehr sich die Werkzeugmaschinenindustrie der Digitalisierung verschrieben hat. Hierfür steht auch der neue Ausstellungsbereich „IoT in der Produktion“. Mit der Veranstaltung zum Thema „Internet of Things“ unterstreicht die Metallermesse den Anspruch, sich als Plattform für die Vernetzung in der Produktion zu positionieren. Dazu Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim EMO-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken): „IoT in der Produktion gewährt einen vollständigen Überblick über die zentralen Aspekte der Vernetzung, unter anderem Datensicherheit, Datenanalyse, Prozessüberwachung, vorausschauende Instandhaltung, Smart Data Management und vieles mehr.“

Vernetzte Produktion

Damit jedoch eine globale Vernetzung im Sinne von Industrie 4.0 gelingt, muss der Datenaustausch über die gesamte Prozesskette über standardisierte Schnittstellen erfolgen. Einen solchen Standard erarbeitet der Branchenverband VDW mit der Umati genannten Lösung. Die offene Schnittstelle ermöglicht es, Werkzeugmaschinen an übergeordnete IT-Systeme anzuschließen, was die Digitalisierung erheblich vereinfachen soll. Zugleich lassen sich damit laut dem VDW die Potenziale der modernen Produktionsumgebungen auch für den Mittelstand erschließen. Wie dies erfolgen soll, zeigen die Akteure auf der Messe in einem komplexen Showcase. Dabei sollen mindestens 100 vernetzte Maschinen nationaler und internationaler Hersteller den Beweis antreten und demonstrieren, wie Umati und damit die Standardisierng im großen Stil funktioniert.

Neben der Vernetzung braucht es aber auch smarte Technologien. Ob Präzisionswerkzeug, Spannzeug oder Messtechnik: Am intelligenten Tool geht kein Weg vorbei. Laut Prof. Frank Barthelmä, Geschäftsführer der GFE Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e. V., funktioniert „eine sich selbst optimierende Werkzeugmaschine nur über die Kommunikation nach außen und nach innen“. Folglich reicht das Spektrum der auf der EMO angebotenen Neuerungen im Werkzeugbereich vom reinen Tool über die Datenerzeugung, etwa in einem rotierenden Werkzeug, bis hin zur cloudbasierten Lösung. Angestoßen wird der digitale Austausch vom Werkstück, Werkzeug und Werkzeugrevolver. Über Sensoren gewonnene und im Netzwerk weitergeleitete aussagefähige Daten werden somit zur Grundlage, um Zerspanungsprozesse effizient durchführen zu können.

Wie all dies geht, zeigen innovative Unternehmen und renommierte Forschungseinrichtungen anhand von Best-Practice-Beispielen. Das Podium dafür ist die Industrie 4.0 Area auf der EMO. Das von der Konradin Mediengruppe durchgeführte Fachforum zeigt intelligente Lösungen für erfolgreiche Geschäfte. Das sind beispielsweise intelligente Komponenten für die Prozessüberwachung oder Bedienerunterstützung oder Lösungen, die den reibungslosen Datenfluss bei maximaler Datensicherheit gewährleisten. Geboten wird hier auch die Möglichkeit, realisierte Angebote, aber auch Zukunftsvisionen, mit einem breiten Fachpublikum zu diskutieren.

Nachhaltige Produktion

Die Digitalisierung macht auch dort nicht halt, wo sie gezielt für Nachhaltigkeit sorgt. Wie Digitalisierung helfen kann, eine Produktion nachhaltiger zu gestalten, zeigt das VDMA-Technologieforum auf der EMO. Als Vermittler neuester Trends und Entwicklungen in der Produktionstechnik organisiert der VDW das Forum „New Technologies – Future Opportunities“. An jeweils halben Tagen über die gesamte Messelaufzeit hinweg erhalten die Forumsbesucher frisches Wissen über wichtige Themen wie beispielsweise 5G in der Fertigung, Data Security, Plattformen, Machine Learning und Künstliche Intelligenz, additive Manufacturing, Start-ups oder die universelle Werkzeugmaschinenschnittstelle Umati. Experten tragen jeweils ihre Sicht der Themen vor.

Ihren Schwerpunkt setzt die Maschinenschau Mitte September in Hannover auf spanende und umformende Werkzeugmaschinen, additive Verfahren, Präzisionswerkzeuge, automatisierten Materialfluss, Computertechnologie, Steuerungstechnik, Industrieelektronik, Zubehör und Dienstleistungen. Die Fachbesucher der EMO kommen aus allen wichtigen Industriebranchen wie Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und ihren Zulieferern, Luft- und Raumfahrttechnik, Feinmechanik und Optik, Schiffbau, Medizintechnik, Werkzeug- und Formenbau, Stahl- und Leichtbau. Die EMO wird in jedem ungeraden Jahr im Zyklus Hannover-Hannover-Mailand organisiert. Die letzte Ausgabe 2017 in Hannover verzeichnete laut dem Veranstalter fast 2230 Aussteller aus 44 Ländern sowie rund 130.000 Fachbesucher. EMO steht für „Exposition de la Machine-Outil“ und ist eine Marke des europäischen Werkzeugmaschinenverbands Cecimo.

Dietmar Kieser, Redakteur Beschaffung aktuell


Zur letzten EMO strömten rund 130.000 Fachbesucher aufs Parkett. Bild: Deutsche Messe

Fachmesse

EMO Hannover 2019

  • Messe: EMO – Die Welt der Metallbearbeitung
  • Ort: Messegelände Hannover
  • Dauer: 16 bis 21. September 2019
  • Öffnungszeiten: von Montag, 16. September, bis Freitag, 20. September, jeweils von 9 bis 18 und am Samstag, 21. September, von 9 bis 16 Uhr.
  • Eintritt: Tageskarte im Vorverkauf 36 Euro, an der Tageskasse 52 Euro,
    Dauerkarte 65 bzw. 89 Euro
  • Angebot: Alle Produktionsbereiche von der Werkzeugmaschine als Nukleus über Präzisionswerkzeuge bis hin zur Transportautomatisierung und Industrieelektronik.
  • Aussteller (2017): 2226, davon 1417 aus dem Ausland, 809 aus Deutschland
  • Fläche: 181.768 Nettoausstellungsfläche in 17 Hallen
  • Fachbesucher: 128.966, davon 65 % aus dem Ausland (alle Zahlen 2017)
  • Guided Tours: Verschaffen einen kompakten Überblick. In circa zweistündigen Rundgängen von Montag bis Freitag zeigen Aussteller in jeweils rund 15 Minuten innovative Produkte und Lösungen.
  • Veranstalter und Organisator in Deutschland: VDW
  • Schirmherrschaft: Cecimo (Europäisches
    Komitee für die Zusammenarbeit der Werkzeugmaschinenindustrien)
  • EMO steht für Exposition Mondiale de la Machine Outil (Werkzeugmaschinen-Weltausstellung)
  • Turnus: Die übernächste EMO 2021 findet in Mailand statt.
  • Weitere Informationen unter
    www.emo-hannover.de

Dietmar Kieser, Redakteur Beschaffung aktuell

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