Order Management stellt zuverlässige C-Teile-Versorgung sicher

Das System gegen den Materialengpass

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Ein Produktionsstillstand wegen eines Materialengpasses gehört zu den Albtraumszenarien für jedes produzierende Unternehmen. Er verursacht oft hohe Kosten durch Lieferverzug, entgangene Umsätze und unproduktiven Betrieb. Das ROM-Reyher Order Management sichert die Materialversorgung just-in-time auf Basis des Kanban-Prinzips.

Das System ist modular aufgebaut und wird individuell auf die betrieblichen Gegebenheiten der Kunden abgestimmt. Die Module ROM K und ROM E decken alle Bedarfsstrukturen im C-Teile-Management ab und berücksichtigen auch logistische Serviceparameter und die Anforderungen an elektronische Geschäftsprozesse. Unterschiedliche Komponenten, wie Regal- und Behältersysteme sowie eine individuelle Etikettierung, sind kombinierbar.

Die Regale sind vorder- und rückseitig mit Etiketten-Halteschienen aus transparentem Kunststoff bestückt. Optional kann an den Stirnseiten eine Informationstafel mit Alu-Klapprahmen angebracht werden. Weitere Elemente zur Kennzeichnung der Regale werden individuell nach Kundenbedarf angefertigt. Sind bereits Kanban-Regale mit der erforderlichen Fachbodentiefe von mindestens 600 mm und geeigneter Traglast von circa 200 kg vorhanden, lassen sich diese grundsätzlich auch für das ROM-System nutzen. Das gilt sowohl für Fachboden-und Schrägbodenregale, als auch für rollengeführte Bereitstellungsregale oder Regalsysteme.

Ein Kanban-Behälter voll Innovationen

In Kooperation mit SSI Schäfer hat Reyher nun einen Kanban-Behälter entwickelt, der in Produktion und Logistik neue Vorteile bietet: Der ROM LTB ist mit einem vielseitigen Schiebemechanismus ausgestattet und lässt sich mit einem Handgriff von einem offenen Sichtlagerbehälter zum Transportbehälter verwandeln. „Für den Transport der Schrauben, Muttern oder sonstigen Verbindungselementen zieht der Anwender das Schiebeelement einfach nach oben. Dabei ist weder eine zusätzliche Ladungssicherung mit Steck- oder Klappelementen, noch ein weiterer Etikettenhalter notwendig. Das spart Zeit und gleichzeitig Umweltressourcen“, erklärt Helge Barchanski, Abteilungsleiter Marktlösungen bei Reyher.

Für den aktiven Einsatz wird der Schiebemechanismus in die untere Position gebracht, wodurch eine großzügige Öffnung zur Entnahme des Materials im Behälter freigegeben wird. Je nach Artikel bietet der Behälter bis zu 28 % mehr Füllvolumen im Vergleich zu konventionellen Lösungen. Darüber hinaus lässt sich der Kanban-Behälter mit allen gängigen Schräg- oder Fachbodenregalen kombinieren und nutzt die vorhandenen Stellflächen im Regal optimal aus.

Der transparente Etiketteneinschub des ROM-LTB schützt das Etikett vor Verschmutzung, Beschädigung oder Herausfallen. An der Seitenwand befindet sich ein spezieller Einschub für Etiketten nach VDA-Standard. Die abgerundeten Ecken am Innenboden des Behälters erleichtern die Entnahme von Kleinteilen mit Arbeitshandschuhen. Eine verstärkte Rippenstruktur am Behälterboden sorgt für eine gute Lastaufnahme und mehr Stabilität. Am oberen Rand des Behälters befinden sich Öffnungen für das automatische Greifen durch autonome Roboter oder Handling-Systeme.

Automatisierte Datenerfassung und Bestellauslösung

Reyher bietet drei verschiedene eigenentwickelte RFID-Lösungen an, die in bereits vorhandene Kanban-Systeme integrierbar und mit optionaler Artikel-Mehrfachbestellung ausgestattet sind:

ROM Box ID: Bei dieser „Briefkasten-Lösung“ entnimmt der Anwender im Bedarfsfall das RFID-Etikett aus dem Etikettenhalter des Kanban-Behälters und steckt es in den mechanischen Etiketteneinzug. Bei diesem Vorgang wird zeitgleich der RFID-Chip gelesen und anschließend eine Bestellung per Funksignal ausgelöst.

ROM Rack ID: Hierbei sorgt eine intelligente Matte auf dem Kanban-Regal für die Erfassung des entsprechenden Materialbedarfs: Ist ein Kanban-Behälter leer, wird er einfach auf den Regalboden gestellt. Über ROM Rack ID löst dies automatisch den Bestellprozess aus.

ROM Floor ID / Case ID: Diese Systeme vereinen zwei Prozessschritte in einem: die Sammlung der leeren Kanban-Behälter mit gleichzeitiger Bestellauslösung. Wird der leere Behälter in die Palette gelegt, erkennt das System automatisch den Materialbedarf und löst per Funksignal die Bestellung aus. Die Palette mit leeren Behältern wird am nächsten Anliefertag abgeholt und durch eine leere Palette ersetzt – das zeitraubende Umpacken der Behälter entfällt. Bei ROM Case ID erfolgt die Erfassung über ein Gehäuse mit RFID-Technik. Die Floor- ID-Lösung kommt ohne Gehäuse aus; stattdessen befindet sich unter der Europalette
eine Matte mit integrierter RFID-Sensorik.

MDE-Terminal: Eine Alternative zur Bestellauslösung mittels RFID ist das von Reyher konzipierte mobile Datenerfassungsterminal, kurz MDE-Terminal. Es besteht aus einem Handscanner mit integriertem Mobilfunkmodem, Lade- und Übertragungsstation sowie Akku und Netzteil. Da keine PC-Anbindung erforderlich ist, ist es für alle Module des ROM-Reyher Order Management einsetzbar. Helge Barchanski erläutert: „Der Handscanner liest die Barcodes der zu bestellenden Artikel auf den Etiketten oder im Barcode-Katalog ein. Bei zusätzlichem Bedarf lassen sich auch mehrere Bestellimpulse für einen Artikel auslösen. Anschließend wird die Bestellung per Funkverbindung übertragen und die erfolgreiche Übermittlung mit einem Sendeprotokoll via EDI, E-Mail oder Fax bestätigt.“

Die nächste Stufe zur Steuerung der Materialversorgung bildet die Anbindung der Warenwirtschafts- oder ERP-Systeme des Kunden an das Reyher-SAP-System. Der Geschäftsdatenaustausch für den Kanban-Prozess erfolgt dabei automatisiert. Auch dazu bietet Reyher maßgeschneiderte Lösungen an, beispielsweise auf Basis der EDI-Nachrichtenstandards EDIFACT, openTrans XML, iDoc-XML oder VDA 49xx.

Effiziente Disposition und Beschaffung

Eine wesentliche Dienstleistung beim ROM-ReyherOrder Management ist die Übernahme der Disposition und die Beschaffung von C-Teilen. Kunden können auf diese Weise administrative Tätigkeiten auf ein Minimum reduzieren und Reyher stellt die Materialversorgung mit C-Teilen sicher. Damit ist das Dispositionssystem sowohl auf saisonale Schwankungen bei Materialbedarfen als auch auf sporadische Entnahmen oder Projektbedarfe ausgerichtet.


Axel Hahne, Marketing/Kommunikation
Reyher Hamburg


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