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Der rote EMO-Faden ist aus Bytes gewebt

EMO Hannover 2017
Der rote EMO-Faden ist aus Bytes gewebt

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Die Weltleitmesse der Metallbearbeitung steuert auf eine Rekordbeteiligung zu: Die aktuelle Ausstellerzahl liegt deutlich über den Vergleichszahlen der Vorveranstaltung. Mit dem Motto „Connecting systems for intelligent production“ fokussiert die EMO Hannover vom 18. bis 23. September 2017 das Megathema Digitalisierung.

Nach vier Jahren kehrt die EMO zurück nach Hannover. Das ist laut EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker einer der Gründe für den Erfolg der Messe. Für die Zunahme sind nicht nur deutsche Unternehmen verantwortlich, sondern vor allem auch asiatische Teilnehmer. Mitte August hatten sich annähernd 2200 Firmen aus 45 Ländern angemeldet, Tendenz steigend. Aus Europa kommen über 1400 Aussteller, der Anteil asiatischer Teilnehmer hat sich von 21 % auf 25 % erhöht. Zum Vergleich: 2013 zogen mehr als 2130 Aussteller rund 143 000 Fachbesucher aus über 100 Ländern an.

Beispielhaft: EMO Safety Day

Als zweiten Grund für das Messewachstum sieht Welcker die Ausrichtung auf Industrie-4.0-Systeme: „Unternehmer in der ganzen Welt beschäftigen sich mit Digitalisierung und Vernetzung, weil sie sich davon den nächsten großen Entwicklungssprung versprechen. Genau dieses Thema adressiert die EMO Hannover 2017.“ Dementsprechend breit ist das Portfolio der Messe aufgestellt: Es umfasst die gesamte Bandbreite moderner Metallbearbeitungstechnik. Die Schwerpunkte liegen bei umformenden und spanenden Werkzeugmaschinen, Computertechnologie, Fertigungssystemen, Präzisionswerkzeugen, automatisiertem Materialfluss, Industrieelektronik und Zubehör.

Als Innovationsforum präsentiert die EMO darüber hinaus ein breites Rahmenprogramm zu wirtschaftlichen und technischen Themen. Dazu zählen Industrie 4.0, die Produktion von morgen, additive Fertigungsverfahren, Zerspanung in der Luft- und Raumfahrtindustrie, Sicherheit von Werkzeugmaschinen, die Entwicklung der Märkte USA, Mexiko, Indien, Start-ups für die intelligente Produktion, Nachwuchswerbung und andere mehr.

Zum Rahmenprogramm gehören ebenfalls ein Konferenzprogramm mit Seminaren und Kongressen, das gerade auch Start-ups eine Bühne bietet. Dazu kommen geführte, englischsprachige Touren zu den Themen „Connecting systems for intelligent production“ und „High performance, high efficiency“.

Veranstalter der EMO Hannover ist der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Er ist auch der Organisator des EMO Safety Day am Dienstag, den 19. September. An diesem Tag berichten internationale Experten über praxisgerechte Security-Lösungen und wie die zunehmende Digitalisierung die Sicherheit von Mensch und Maschine beeinflussen wird. In diesem Rahmen wird auch der europäische Dachverband Cecimo einen CE-Guide zur Sicherheit von Fräsmaschinen vorstellen. Sie soll die Marktaufsichtsbehörden bei der Prüfung des Designkonzeptes moderner Werkzeugmaschinen unterstützen. In der Regel sind das komplexe Produkte, die häufig zu groß für Labortests sind. Das macht eine Prüfung der Sicherheitsbestimmungen schwierig. „Wenn wir einheitliche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer gewährleisten wollen, müssen wir die Marktaufsichtsbehörden bei ihrer Arbeit unterstützen“, erläutert Maitane Olabarria von Cecimo.

VDMA-Forum Industrie 4.0

In diesem Forum beleuchten der VDMA-Fachverband Mess- und Prüftechnik sowie der Fachverband Präzisionswerkzeuge Ideen und Produkte aus dem Industrie-4.0-Umfeld. Am VDMA-Stand halten dazu Mitgliedsunternehmen und Partner rund 30 Vorträge. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete technische Umsetzungen aus den Bereichen Präzisionswerkzeuge, Mess- und Prüftechnik, Forschung und Werkzeugdatenaustausch. Die Zielsetzung erklärt Markus Heseding, Geschäftsführer der beiden Fachverbände: „Wir wollen auf dem VDMA-Forum zeigen, welche Lösungen unsere Branchen anbieten, um das Konzept Industrie 4.0 in der betrieblichen Praxis umzusetzen.“ Dabei geht es konkret zum Beispiel um intelligente Spannsysteme und wie durch Vernetzung von Werkzeugen und Software Fertigungsprozesse simuliert, Werkzeuglebenszyklen überwacht und Kosten gesenkt werden können.

Gemeinschaftsstände für Start-ups

Besonders spannend und innovativ verspricht der gemeinsame Auftritt junger Unternehmer zu werden, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt wird. Er steht unter dem Motto „Start-ups for intelligent production“. Hier demonstrieren Firmen mit einem Umsatz von maximal 10 Mio. Euro beispielsweise Software für die Vernetzung von Maschinen und Prozessen, präsentieren 3D-Drucker für Metallteile oder machen bestehende Systeme und Komponenten Industrie-4.0-tauglich. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen sind sie außerdem gesuchte Gesprächspartner für etablierte Anbieter.

Sonderschau Luft- und Raumfahrttechnik

Das Machining Innovations Network setzt sich aus Unternehmen und Forschungsinstituten zusammen. Die Mitglieder haben eine gemeinsame Integrationsplattform im Bereich Zerspanung aufgebaut. Sie zeigen auf ihrem Sonderstand eine komplette Prozesskette zur Herstellung eines Strukturbauteils aus der Luft- und Raumfahrtindustrie. Zu sehen sind alle Prozessschritte von der Planung und Simulation über die Produktion, Werkzeugbau, Prozessüberwachung, Maschinensteuerungen bis hin zur Nachbereitung. Die Sonderschau wendet sich nicht nur an Besucher aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, da die einzelnen Lösungen auch auf andere Industriebereiche übertragen werden können.

Additive Fertigungssysteme

Die EMO präsentiert ein internationales Galamenü der Fertigungstechnik – mit alternativen Verfahren als Sahnehäubchen. Carl Fruth, Vorstandsvorsitzender der Fit AG, sagt: „Schichtbautechnologien werden in Zukunft Normalität im Fertigungsalltag sein und der Absatz von Fräs- oder Spritzgussmaschinen wird weiter zurückgehen.“ Dementsprechend sind eine Vielzahl von Anlagen- und Materialherstellern aus der Branche in Hannover präsent. Die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA bietet am Mittwoch, den 20. September, auf dem Symposium „Chancen und Perspektiven additiver Fertigung“ Einblicke in die Zukunftstechnologie. Sie erläutern AM-Technologien zur Herstellung metallischer Bauteile, Werkstoffe und den Workflow der additiven Produktentwicklung.


EMO Hannover 2017 in Zahlen

Montag, 18. bis Samstag, 23. September 2017, täglich 9 bis 18 Uhr

Tageskarte im Vorverkauf 35 Euro, an der Tageskasse 52 Euro

Dauerkarte 65 bzw. 89 Euro

Ermäßigte Tageskarte 12 Euro

Weitere Informationen:
www.emo-hannover.de


Michael Grupp,

Fachredakteur in Stuttgart


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