Supply Chain Management

SCM 4.0: Digitale Lieferkette beschleunigt Prozesse

5_Supply_Chain_Management.jpg
Welche Vorteile und Möglichkeiten die Anbindung von Lieferanten bieten kann, diskutierten die rund 40 Teilnehmer auf dem BME-Thementag „SCM 4.0“ in Frankfurt. (Bild: Hülsbömer/BME)
Anzeige

Der BME-Thementag „Supply Chain Management 4.0“ in Frankfurt zeigte Themen auf, die Einkäufer im Hinblick auf die digitale Zukunft bewegen. Immer klarer zeichnet sich ab, dass der manuelle Einkaufsprozess von automatisierten Prozessen abgelöst wird. In der Fabrik der Zukunft messen unzählige Sensoren Füllstände, Verschleiße oder den Fortschritt von Produktionsabläufen. Sie geben die Daten weiter in die Lieferkette, in der selbstständig Prozesse wie Verhandlungen mit den automatisierten Systemen der Lieferanten oder Nachbestellungen ausgelöst werden. „Am Ende werden schließlich autonom fahrende Fahrzeuge aus dem System heraus eigenständig geordert, die die Waren an den gewünschten Ort bringen“, zeichnete Prof. Holger Schiele von der Universität Twente ein Bild der Entwicklungen, die er als durchaus realistisch einschätzt. „Wir befinden uns mitten in der vierten industriellen Revolution.“ Kennzeichen sei eine Mensch-Maschine-Kommunikation. Das bedeute, dass sich Systeme selber verbinden und miteinander kommunizieren. „Es gibt dazwischen keine menschliche Schnittstelle mehr.“

Wieweit die Möglichkeiten reichen, hat Schiele am Versuch eines „intelligenten Waschraums“ getestet. Bisher – soweit die gängige Praxis in den Firmen – prüfen Mitarbeiter die Vorräte von Seife und Papier. An der Uni Twente programmierte Schiele mit seinem Team verschiedene Sensoren: ein Seifensensor für den Seifenstand, ein Drucksensor für den Handtuchautomat. Beide Sensoren funktionierten einwandfrei. Verbunden werden die Daten über ein Wifi-Modul mit einem Marktplatz.

Hohe Akzeptanz von Lieferanten

Der Einkauf ist besonders von der Digitalisierung gefordert, darüber waren sich die rund 40 Teilnehmer auf dem BME-Thementag „Supply Chain Management 4.0“ einig. Doch momentan mangelt es in vielen Unternehmen noch an Kapazitäten, um die Möglichkeiten einer digitalen Vernetzung voranzubringen. Welche Vorteile eine digitale Anbindung der Lieferanten mit sich bringen kann, zeigte Sascha Rapp auf. Er ist Einkaufsleiter bei der Heinrich Kipp Werk KG.

Das familiengeführte Unternehmen hatte vor diesem Schritt nur wenige Lieferanten per EDI angebunden. „Mit unseren meist kleineren Lieferanten verlief die Auftragsbearbeitung oft sehr konventionell“, sagte Rapp. Auf jeden Mitarbeiter entfiel eine hohe Anzahl an Bestellpositionen, die Tätigkeiten waren dadurch eher administrativ geprägt. Durch die Anbindung werden das Einlesen und die Verarbeitung von Auftragsbestätigungen, Rechnungen und Lieferscheinen automatisiert. Als Vorteile nannte Rapp die hohe Akzeptanz der Lieferanten, weil Sie keine Prozessänderungen vornehmen mussten und die sehr gute SAP-Integration.

Weitere Infos:

doris.huelsboehmer@bme.de


Mehr zum Thema Marktplätze
Anzeige

Aktuelles Heft

Newsletter


Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de