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Energieeinkauf

Zehn Einflussfaktoren auf den Strompreis

(Bild: Marcus_Hofmann/Fotolia)
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Gewerbe- und Industriekunden müssen sich 2017 auf zusätzliche Stromkosten einstellen. Gründe sind gestiegene Netzentgelte, eine höhere EEG-Umlage sowie Preiserhöhungen vonseiten der Versorger. Für professionelle Energieeinkäufer gilt, die Ausgaben für Strom zu reduzieren und nach Einsparpotenzialen zu suchen. Eine Möglichkeit dazu ist ein effizienter, onlinebasierter Einkauf, der Wettbewerb im Markt und beste Energiepreise ermöglicht. enPORTAL bietet genau das an: Eine professionelle Beschaffung von Strom mit standardisierten Onlineprozessen und aktuell 570 Versorgern auf dem Online-Marktplatz. Welche Faktoren den Strompreis beeinflussen, hat der Portalbetreiber in 10 Punkten für Energieeinkäufer zusammengefasst.

1. Abstand zum Lieferzeitraum
Was bei der Beschaffung zählt, ist der Zeitraum zwischen Vertragsschluss und Beschaffungsjahr: Je größer die Volatilität der Märkte und je weiter der Lieferzeitraum vom Einkaufszeitpunkt entfernt ist, desto risikoreicher und teurer sind die Strompreisangebote der Lieferanten. Daher sollte der Energieliefervertrag bestenfalls für ein Jahr abgeschlossen werden. Behalten Sie Marktentwicklungen jedoch immer im Blick, sodass Sie schnell reagieren können.
2. Wettbewerb im Energiemarkt
Wer beim Energieeinkauf den Wettbewerb unter den zahlreichen Versorgern im Energiemarkt nicht nutzt, verschenkt Geld. Je mehr Versorger angefragt werden, desto eher wird der beste Energiepreis zum Zeitpunkt der Ausschreibung erreicht. Offline ist eine breite Marktabfrage mit viel Arbeit und hohem Zeitaufwand verbunden. Einfacher und schneller geht dies mit einem Onlineportal, in dem alle Energiedaten permanent in der Cloud vorliegen und per Klick den Energieversorgern zur Verfügung gestellt werden können. Durch den großen Wettbewerb bei enPORTAL konnten Einkäufer laut einer enPORTAL Studieim ersten Halbjahr 2015 rund 0,4 Cent je Kilowattstunde für Strom sparen.
3. Kurze Bindefrist
Strom ist ein börsengehandeltes Produkt und unterliegt Preisschwankungen. Je länger sich Versorger an ihr Angebot binden müssen, desto höher fallen die Risikoaufschläge aus. Eine schnelle Entscheidung führt zum günstigsten Preis, weil das Preisänderungsrisiko für den Anbieter bei einer kurzen Angebotsfrist gering ist.
4. Lastgangkontinuität
Je kontinuierlicher und gleichmäßiger der Lastgang eines Gewerbe- oder Industriekunden über einen bestimmten Zeitraum verläuft, desto günstiger kann der Energiepreis ausfallen. Produzierende Unternehmen, die auftragsbezogen arbeiten und mehr Schwankungen im Abnahmeverhalten aufweisen, zahlen gegebenenfalls mehr als z. B. Krankenhäuser, in denen sich die Verbrauchsstruktur in der Woche nicht grundlegend ändert.
5. Branche, Bonität und Image
Die Bonität sowie das Unternehmensimage haben Einfluss auf den Strompreis und sind für Versorger bei der Angebotsabgabe relevant. Die Bonität ist wichtig, weil Versorger das Risiko eines Zahlungsausfalls zum Zeitpunkt der Lieferung in ihrer Preiskalkulation berücksichtigen. Im ungünstigsten Fall bleibt der Lieferant auf den bereits beschafften Strommengen sitzen. Kunden, die wirtschaftlich erfolgreich sind oder eine bekannte Marke repräsentieren, erhalten erheblich mehr und zum Teil bessere Angebote als Kunden mit schlechter Bonität.
6. Toleranzband
Energieintensive Unternehmen können nicht immer einschätzen, wie hoch der Stromverbrauch für die Folgejahre sein wird. Energieeinkäufer erhalten bei einer elektronischen Ausschreibung in diesem Fall Angebote mit einer Mehr- und Mindermengenregelung (z. B. 80–120 % Abweichung). Bewegt sich der Verbrauch innerhalb des vereinbarten Toleranzbandes, bleibt der Preis konstant. Bewegt er sich außerhalb, ist die nicht verbrauchte Menge (Minderverbrauch) zu einem Preis mit Abschlag zu vergüten; bei einem Mehrverbrauch folgt ein Preisaufschlag. Je mehr historische Verbrauchsdaten für die Kalkulation zur Verfügung gestellt werden, desto genauer kann ein Versorger einen individuellen Preis gestalten. Bei enPORTAL erhält oft der Lieferant den Zuschlag, der ohne Mengenbeschränkung ein Strompreisangebot abgibt. Das funktioniert, weil die Verbrauchsdaten der Kunden transparent vorliegen.
7. Energieverbrauchsmenge
Die Energieverbrauchsmenge von Strom kann bei elektronischen Ausschreibungen einen Einfluss auf die Angebotsdichte und letztlich auf den Strompreis nehmen. Benötigen Großkunden zu viel oder wenig Kilowattstunden Strom oder sind in ihrem Lastverlauf schwer prognostizierbar, bietet ein Versorger bei einer Ausschreibung eventuell nicht mit. Schließlich müssen Versorger darauf achten, dass ihre eingekauften Mengen auch realistisch an den Kunden weiterverkauft werden können. Je mehr Versorger angefragt werden, desto eher können Einkäufer diesen Faktor für sich nutzen und sich vom besten Lieferanten finden lassen.
8. Bilanzkreis des Energielieferanten
Energieversorgungsunternehmen suchen sich die Großkunden, deren Lastprofile möglichst optimal in den eigenen Bilanzkreis passen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist ein harmonisches Zusammenwirken des Lastgangs des Verbrauchers mit dem Bilanzkreislauf des Lieferanten. Je ausgeglichener der Gesamtbedarf über alle Kunden gelingt, desto gleichmäßiger kann der Lieferant z. B. seinen Kraftwerkspark auslasten. enPORTAL bietet Lieferanten mit seiner aktuell 14 TWh[2] großen Marktpräsenz ein ideales Kundengewinnungsportal für die Beschaffung. Im Umkehrschluss findet der Energieeinkäufer auf Anbieterseite denjenigen, der sich genau für sein Lastprofil interessiert. Je mehr Bilanzkreise ein Energieeinkäufer durch eine breite Angebotsabfrage abgleicht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Angebote mit niedrigem Preisaufschlag auf die Börsenkurse zu erhalten.
9. Börsenkurs
Einen maßgeblichen Einfluss auf den Strompreis hat der Börsenkurs an der Leipziger Strombörse EEX. Da sich der Strompreis stündlich ändert und im Laufe von Stunden, Tagen oder Wochen steigen oder fallen kann, ist es sinnvoll, diesen Faktor zu berücksichtigen. Die Beschaffung von Strom ist nicht zu einem festen Zeitpunkt X sinnvoll, sondern dann, wenn der Kurs an der Börse niedrig ist. Um günstige Marktchancen nicht zu verpassen, gibt es digitale Möglichkeiten, die dem Einkäufer die Beobachtung erleichtern. enPORTAL hat dafür einen automatisierten „Börsenkurs-Alarm“ im Onlineportal integriert. Einkäufer können hier Ober- und Untergrenzen für Zielpreise eingeben und werden bei Erreichen der Werte sofort informiert. Anschließend kann eine elektronische Ausschreibung schnell gestartet werden.
10. Energiepreisprognose
Kein Energieberater oder Einkäufer weiß, wie sich die Strompreise zukünftig ändern werden und wann der günstigste Zeitpunkt für eine Beschaffung ist. Um das Risiko zu minimieren und Marktchancen nicht zu verpassen, hat enPORTAL eine „Energiepreisprognose“ entwickelt. Hier wird täglich eine individuelle Kostenprognose für jede Abnahmestelle im Onlineportal dargestellt. Den Prognosewerten liegen die täglichen Terminmarktpreise der Börse mit einem entsprechenden Aufschlag zugrunde. Durch die vielen Angebote kennt der Portalbetreiber die Höhe der Aufschläge, die Lieferanten kalkulieren. So ist auf einen Blick zu erkennen, welche Zielpreise bei einer elektronischen Ausschreibung erreicht werden können.
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