StreetScooter gewinnt Supplier Award der Innogy

Innogy Supplier Award Procurement 2018

StreetScooter gewinnt Supplier Award

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Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der Innogy SE, im Bild mit dem StreetScooter, will den Ausbau der Elektromobilität vorantreiben. Bild: Innogy
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Diese Partnerschaft drängt sich geradezu auf: Deutschlands größter Energieverteilnetzbetreiber Westnetz entwickelt gemeinsam mit der Post-Tochter StreetScooter und dem Innogy-Konzerneinkauf eine Flotte von rein elektrischen Nutzfahrzeugen auch für den rauen Einsatz im Gelände.

Westnetz gehört zum Innogy-Konzern; dessen zentraler Einkauf prämierte jetzt auf seinem Lieferantentag StreetScooter als herausragenden Innovationspartner. 300 der wichtigsten strategischen Lieferanten waren zu der jährlichen Veranstaltung in Essen eingeladen. Innogy-CPO Dr. Ulrich Piepel hob auf der Veranstaltung nicht nur das riesige Einsparpotenzial hervor, das sein Team mit dieser Kooperation heben kann. „StreetScooter wird mit der vereinbarten Entwicklungs-Roadmap bis ins Jahr 2022 zu einem strategischen Partner für die ganze Innogy“, so der Chief Procurement Officer.

Von Paketboten und George Clooney

Was haben deutsche Paketboten mit George Clooney gemeinsam? Sie sind als Vorreiter beim Zukunftsthema Elektromobilität emissionsfrei unterwegs! Während der Hollywoodstar in einem Tesla Roadster in der kalifornischen Sonne herumflitzt, hat die Deutsche Post in Europa die Nase vorn: Die Kleinlaster ihrer Tochterfirma StreetScooter haben in den letzten Jahren 35 Millionen Kilometer abgespult, über 10.000 Fahrzeuge sind bereits auf den Straßen unterwegs.

Diese technische Entwicklung haben Wissenschaftler der RWTH Aachen vorangetrieben – und tun dies auch weiter. Aktuell zählt ein elektrischer 7,5-Tonner zu den technischen Entwicklungsprojekten.

Für StreetScooter gehörte es von Anfang an zum Geschäftsmodell, individuell auf die Anforderungen ihrer Kunden zugeschnittene Autos herzustellen – robuste, zuverlässige und kostensparende Arbeitsgeräte. Achim Kampker, CEO von StreetScooter, beschreibt das strategische Prinzip des Unternehmens so: „Wir schauen uns die operativen Prozesse beim Kunden intensiv an und entwickeln dann gemeinsam einen StreetScooter als passgenaues Werkzeug für ihren Bedarf.“

Geländegängig, komfortabel und schnell

Lieferant und Kunde sind sich einig, dass sie eine Win-Win-Partnerschaft eingegangen sind. „Für uns ist die Westnetz ein Referenzkunde“, erläutert David Engel vom StreetScooter-Marketing. Und zwar ein ziemlich anspruchsvoller: Im Lastenheft für die gemeinsam geplante nächste Generation des StreetScooters stehen unter anderem der zuschaltbare Vierradantrieb für das Befahren der Leitungstrassen, eine Anhängerkupplung sowie eine Klimaanlage – immerhin sind die Mitarbeiter rund ums Jahr im Einsatz, und im mobilen Betrieb sind die Fahrzeuge Werkstatt, Lager und Büro in einem.

Komplett elektrische Flotte geplant

Für die Fahrten zum Einsatzort werden die Transporter ordentlich beschleunigt: 120 Stundenkilometer sollen zukünftig drin sein. Brennstoffzellen und Wasserstoff sollen die Reichweite erhöhen und so an die besonderen Anforderungen des Netzbetriebs in ländlichen Regionen anpassen.

Der erste „Win“ für den Kunden liegt auf der Hand: Die Westnetz hat sich zum Ziel gesetzt, in einigen Jahren eine komplett elektrische Fahrzeugflotte einzusetzen. Mehrere der Kleintransporter hat sie bereits im Einsatz. Dem Großauftrag vorausgegangen ist ein Pilotversuch, in dem die Innogy-Tochter zehn serienmäßige StreetScooter im realen Betrieb auf Belastbarkeit, Alltagstauglichkeit und Handling prüfte.

„Mit diesem Auftragsvolumen sparen wir nicht nur Kosten für die Westnetz “, sagt Susanne Sperzel. Sie ist beim Innogy-Konzerneinkauf für das Projekt zuständig. „Wir sorgen damit im rasant wachsenden Markt der E-Mobility auch für Versorgungssicherheit im Konzern – und erleichtern allen Regionalgesellschaften der Innogy, durch den Vertrag mit StreetScooter, immer grüner zu werden.“

Die Nachfrage nach elektrischen Kleintransportern wird auch angesichts drohender Fahrverbote in den nächsten Jahren stark wachsen. Die Zahl der Anbieter ist dagegen noch überschaubar, die technische Entwicklung sprunghaft. Für die Einkäufer stellt sich damit eine ganze Reihe von Herausforderungen: Wie stelle ich langfristige Versorgungssicherheit her? Wie profitiere ich andererseits von der schnellen technologischen und preislichen Entwicklung etwa bei den Akkus? Die stellen heute noch einen wesentlichen Kostenfaktor dar. „Mit der zwischen StreetScooter, Westnetz und unserem Einkauf vereinbarten Entwicklungspartnerschaft konnten wir solche Fragen zukunftsweisend beantworten“, freut sich Susanne Sperzel.

„Damit die Energiewende gelingt, müssen wir nicht nur den Strom- und Wärmesektor auf erneuerbare Energien umstellen. Auch im Bereich Verkehr – immerhin drittgrößter Energieverbraucher in Deutschland – müssen wir stärker auf Ökostrom setzen. Deshalb treibt Innogy den Ausbau der Elektromobilität voran. Einerseits durch den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur, andererseits auch durch die Umstellung des eigenen Fuhrparks“, erklärt Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der Innogy SE.

300 eigens entwickelte Fahrzeuge

Bestandteil des mit dem Einkauf vereinbarten Konzernrahmenvertrages ist deshalb der schrittweise Erwerb von insgesamt 300 StreetScootern durch Westnetz bis zum Jahr 2022. Diese 300 Transporter werden im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft nach den spezifischen Anforderungen der Westnetz modifiziert und hergestellt – also etwa einer knackigen Motorleistung von 70 Kilowatt und der Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern.

Für die nächsten drei Jahre ist eine kontinuierliche Evolution verabredet: Die Fahrzeuge werden laufend besser an die Bedürfnisse des Kunden angepasst. Und wenn schließlich StreetScooter seinen „Win“ umsetzt und das gemeinsam mit Westnetz entwickelte Monteurfahrzeug auch für Dritte produziert, kann Innogy dazu wiederum seine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur vermarkten – und obendrein in einem wachsenden Markt für E-Mobility Energie vertreiben. Mit mehr als 5300 Ladepunkten in Deutschland und mehr als 7000 Ladepunkten europaweit ist Innogy schon jetzt einer der führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Zudem sind mehr als 160 Stadtwerke Teil des öffentlichen Ladeverbunds von Innogy.


Procurement bei Innogy SE

Das Corporate Procurement bündelt mit 326 Mitarbeitern in sieben europäischen Ländern einem Einkaufsvolumen von mehr als 2,8 Milliarden Euro alle Einkaufsaktivitäten der Innogy SE – Großprojekte wie Windparks nicht mit berücksichtigt. Primäre Aufgabe ist die Beschaffung der erforderlichen Materialien und Leistungen unter Beachtung von Funktion, Qualität, Service und Kosten. Oberstes Ziel ist dabei die Realisierung eines optimalen, nachhaltigen Wertbeitrags zum Unternehmensergebnis.


Die StreetScooter GmbH

… in Aachen produziert neben vollelektrischen Kleintransportern auch elektrische Lastenräder für den überwiegend innerstädtischen Gebrauch. Bereits das erste StreetScooter-Modell wurde von Grund auf als passgenaues Werkzeug für den Zustellbetrieb der Deutschen Post entwickelt. Genau dieser Kundenfokus stand auch bei der Entwicklung aller weiteren StreetScooter-Modelle an erster Stelle.

Das Ergebnis ist eine Vielzahl maßgeschneiderter Branchenlösungen, die an den Standorten Aachen und Düren mit modernster Fertigungstechnik produziert werden.


Die Westnetz GmbH

Mit 5100 Mitarbeitern und einer versorgten Fläche von 50.000 Quadratkilometern ist die Westnetz GmbH mit Sitz in Dortmund der größte Verteilnetzbetreiber in Deutschland und versorgt etwa 7,5 Millionen Menschen mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme.

Die Westnetz verantwortet als Teil der Innogy SE für ein Stromnetz von 185.000 Kilometern und ein Gasnetz von etwa 28.000 Kilometern Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb inklusive der dazugehörigen kaufmännischen und energiewirtschaftlichen Funktionen.


Stephan Schulte-Ebbert, freier Journalist,
Dortmund

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